Trainer-Karussell kommt in Fahrt

Der VfB Stuttgart hat den glücklosen Jens Keller beurlaubt und am Sonntag einen neuen Trainer vorgestellt, der den VfB aus dem Tabellenkeller führen soll. Aus den für gewöhnlich „gut unterrichteten Kreisen“ war schon vor dem Auftritt des VfB Stuttgart in Hannover durchgesickert, dass für den Fall einer erneuten Niederlage der Schwaben Bruno Labbadia als neuer Trainer bereit steht. Und so konnte es wirklich niemanden mehr überraschen, dass dieser in einer für 12.00 Uhr angesetzten Pressekonferenz zur besten Sport1-Doppelpass-Zeit, der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Bruno Labbadia ist Stuttgarts fünfter Trainer in nur zwei Jahren – eine katastrophale Bilanz für den VfB der, aktuell auf Platz 17, in einer der schlimmsten Krisen der Vereinsgeschichte steckt.

Die Winterzeit ist für Bundesliga-Trainer eine gefährliche Zeit und so sitzen einigte sportliche Leiter auf wackligen Stühlen. Erster Kandidat auf einen Rauswurf ist Gladbachs Michael Frontzeck. Zwar bekennt sich der Vorstand noch zum Trainer, doch die Stimmung unter den Fans ist gekippt. Mit 10 Punkten und 45 Gegentoren steht die Borussia auf dem letzten Tabellenplatz. Sollte am Wochenende kein Sieg gegen den HSV gelingen, werden wohl die in der Bundesliga üblichen Mechanismen greifen.

Ungemach droht auch Wolfsburgs Trainer Steve McLaren im Falle einer Heimniederlage gegen die TSG Hoffenheim. Der Volkswagen-Konzern hat kräftig in Mannschaft, Trainer und Manager investiert und möchte natürlich Erfolge sehen. Stattdessen nähert sich der VfL Wolfsburg gefährlich der Abstiegszone.

In dieser steckt – beinahe schon traditionell – wieder einmal der FC Köln. Am Wochende dürfte es für das von Trainer Frank Schaefer trainierte Team in Schalke nichts zu holen geben. Köln würde somit auf dem Relagationsplatz oder gar, im Falle eines Sieges des VfB Stuttgart gegen die Bayern, auf einem Abstiegsplatz überwintern müssen. Das könnte den Vorstand zum Handeln bewegen.

Felix Magath ist hingegen aller Sorgen ledig. In der Champions League sind seine Schalker (bislang) eine Macht und in der Liga nach dem Sieg in Mainz auf Platz 10 geklettert. Übrigens: Vor der Saison galt Mirko Slomka als Rauswurfkandidat Nummer 1 – Hannover 96 steht aktuell mit 31 Punkten auf dem 3. Tabellenplatz; in der vergangenen Saison kämpften die Hannoveraner bis zum Schluss gegen den Abstieg.

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Jörg

schreibt seit 2009 unregelmäßig an diesem Blog unter anderem über die Themen Fußball (BVB), Technik und Software. Unter anderem auch unterwegs Google+, Facebook und XING

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