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Micaela Schäfer – eine brünette hemmungslose Katzenberger auf RTL

Es schläft eine neue Stilikone – nette Begrifflichkeit, die auch Bruce Darnell, neben Dieter Bohlen in der Deutschland sucht den Super Star (DSDS)-Jury sitzend, als Berufsbezeichnung führt – über Deutschlands Unterschichten-TV-Sender No. One:

Micaela Schaefer nackt

Micaela Schäfer Screenshot von rtlnow

Micaela Schäfer im Unterschichtenfernsehen

Unterschichtenfernsehen bezeichnet eine Fernsehsendung oder einen Fernsehsender, der vorwiegend von einer bestimmten sozialen Gruppe konsumiert wird. Der Begriff wurde mir von Jörg nahe gebracht, als ich ihm von meinem zur Zeit allabendlichen Fernsehprogramm erzählte. Ich bekenne, ich schaue „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ auf dem Trash-Sender RTL. Jörg ist im übrigen NICHT der Erfinder der treffenden Wortschöpfung „Unterschichten-TV“, die als durchaus abfällig bezeichnet werden darf. Wikipedia kennt diesen Begriff schon seit Januar 2008.

Daniela Katzenberger versus Michaela Schäfer

Das ist eigentlich die falsche Überschrift. Denn die Stilikone (definiert man wohl neuerdings als Mensch, der meint sexy zu sein) und Buchautorin (Sei schlau, stell dich dumm) Daniela Katzenberger hat es bereits geschafft, mit ihren dümmlich provokanten Auftritten im Unterhaltungsfernsehen Geld zu verdienen. Micaela Schäfer ist erst auf dem Weg dahin. Sie gibt sich im australischen Dschungel teilweise schamlos freizügig und bietet dem bissigen Moderatorenpärchen Sonja Zietlow – bekannt als Moderatorin der schlechtesten 25 TV Sendungen des Jahres bei RTL — und Dirk Bach –  Moderator aller Sendungen, die übrig bleiben und Darsteller des „Heinz Wäscher“ im Theaterstück „Kein Pardon“ von Hape Kerkeling – entsprechend nackte bloßgelegte Angriffsfläche.

Ob Sie sich nun besonders bemüht gehirnblond zu wirken, oder tatsächlich eine ihrem Alter widersprechende Naivität besitzt, soll der Zuschauer beurteilen. Berücksichtigung finden muß meiner Meinung nach jedoch, dass RTL nur einen Ausschnitt des täglichen Materials am Abend ausstrahlt. Die Konzeption des Zusammenschnitts hat zum Ergebnis, dass Frau Micaela Schäfer nun die Rolle der brünetten Daniela Katzenberger im Nudistencamp zuteil wird. Durch gezielte Provokation in der Kleiderwahl wird Micaela Schäfer diesem Image gerecht.

Michaela Schaefer nackt

Micaela Schäfer Screenshot von rtlnow

Suchmaschinen finden Micaela Schäfer

Der geneigte Leser dieses Blog, welches von Männern für Männer geschrieben wird, wissen, dass die Autoren ein geringe Internetaffinität mitbringen. Daher will ich auch an dieser Stelle nicht verheimlichen, dass Micaela Schäfer nützlich für Besucherströme auf dieser und anderen Webpräsenzen sein kann. Als Beweis darf ich auf die ausführliche Ausarbeitung zu den Suchbegriffen „Daniela Katzenberger“ und „Verona Pooth“, die ich kürzlich in diesem Artikel präsentiert habe, hinweisen. Damals hatte ich schon angekündigt, dass dieses Experiment fortgesetzt wird. Mit den Blogbeitrag über den Auftritt der nackten Sila Sahin im Playboy, wurde die Grundlage für weitere statistische Erhebungen geschaffen. Und nun stößt Frau Schäfer (die sich selbst liebevoll „das Schäflein“ nennt) in den Fokus der Erhebung. Schauen wir doch vorab mal drauf:

google insight search micaela schaefer daniela katzenberger verona pooth

Auswertung Google Insight Search

 

Und schon erkennen wir, dass unsere Lieblingssuchmaschine Google einen signifikanten Anstieg der Suchanfragen für die schüchterne Dschungelamazone verzeichnet. Dahinter wirken die von mir auserkorenen Mitstreiterinnen um die Krone wie blasse aber immerhin ausreichend betuchte Zaungäste.

Vom Erotikmodell zur IT-Fachkraft

Immerhin scheint Frau Schäfer die Zeichen der Zeit erkannt zu haben, und bemüht sich im Anschluss an das Dschungelcamp um weitere spektakuläre aber wahrscheinlich besser bezahlte Auftritte in der Öffentlichkeit. Ein großer Coup wurde heute von dem aus der konservativen Schweiz kommenden Unternehmen NovaStor bekannt gegeben. Demnach konnte das Unternehmen Micaela Schäfer für einen Messeauftritt auf der Cebit buchen. In der Presseerklärung des Unternehmens heißt es:

Mit einer außergewöhnlichen Aktion unterstreicht Datensicherungsexperte NovaStor auf der diesjährigen CeBIT die Notwendigkeit von Datensicherungen. Micaela Schäfer, bekannt durch „Germany’s Next Topmodel“ und RTL’s Dschungelcamp, steht auf der CeBIT 2012 für NovaStor Modell und berichtet von den Extremsituationen des Dschungelcamps. Ausgewählte Besucher von NovaStors CeBIT-Stand erhalten zudem gemeinsame Fotos mit Micaela und handsignierte Versionen ihres Erotik-Kalenders.

Über derartige Vermarktungsstrategien seriöser Produkte mag man geteilter Meinung sein können, ich für meinen Teil denke aber ernsthaft über einen Besuch in Hannover nach. Nachdem ich im vergangen Jahr geschwänzt habe, regen solche Aussichten zum Umdenken an.

Das Fazit

Am Ende aller Tage lockt ewig nur das Weibe. Darüber und über die erfolgreiche Vermarktung der Weiblichkeit, ob hüllenlos oder pudelnackt, wird zu sprechen sein. In ein paar Wochen wissen wir mehr. Und dann berichte ich gerne über den Erfolg von Micaela Schäfer oder dem blonden Original Daniela Katzenberger.

Ein frohes Fest

Jedes Jahr zur gleichen Zeit
ist es wieder mal so weit.
Weihnachten kommt immer wieder,
und nicht nur durch viele Lieder.

Jedes Jahr schon früh fängt an
der alljährliche Weihnachtswahn.
Immer eher schon zu kaufen
Lebkuchen und Marzipan zu Haufen.

Schon im September geht es rund
und die Geschäfte werden bunt.
Die Suche nach dem Sinn ist weg
und vor allem nach dem Zweck.

Geschenke kaufen ist der Plan,
eine tiefe Grube hat sich aufgetan.
Was kauf’ ich dieses Jahr, was geb’ ich aus?
Feiere ich hier oder ausser Haus?

Der Sinn, das Fest als Fest der Liebe,
ist gestohlen durch Sinndiebe,
durch Geschäfte, die nur wollen,
dass wir Geld ausgeben sollen.

Man lässt uns glauben, dass
nur wer viel schenkt, ist was
in dieser Welt voll von Profit
ist Liebe allein nicht der Hit.

Doch für mich zählen die Kleinigkeiten,
von Herzen kommend, die feinen Seiten,
das Lächeln, die Freude, das Beisammensein
und dass wir sind nicht allein!

unbekannter Dichter (Quelle)

In diesem Sinne: ein frohes Weihnachtsfest.

Tataufklärung: Bellas Peiniger vermutlich gefasst!

Laut Pressebericht der Polizei Mettmann konnte der mutmassliche Täter, der in der Ohligser Heide in Solingen eine 13 Wochen alte Berner-Sennenhund-Welpin getötet hat, nach einer Prügelattacke auf eine 86 jährige Rentnerin am Sonntagmorgen gefasst werden.  Der offenbar psychisch kranke Täter wurde in die Rheinischen Landeskliniken eingewiesen.

Orginalwortlaut der Pressemitteilung:

Erkrath (ots) – Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Wuppertal und der Kreispolizeibehörde Mettmann

Willkürlich schlug ein 26- jähriger Mettmanner am Sonntagmorgen, 27. November, gegen 10.40 Uhr, an der Bushaltestelle in der Schimmelbuschstraße auf eine 86-jährige Hochdahlerin ein und prügelte sie zu Boden. Anschließend trat er ihr mehrfach gegen den Kopf und den Oberkörper, so dass sie schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Zuvor hatte der Täter bereits auf ein Ehepaar (59, 70) grundlos eingeschlagen, das in Höhe eines dortigen Autozubehörhandels zu Fuß unterwegs war. Ein bisher unbekannt gebliebener Zeuge war der Seniorin zu Hilfe geeilt und wurde sodann seinerseits von dem Täter angegriffen, konnte sich aber erfolgreich zur Wehr setzen. Kurz bevor die inzwischen alarmierte Polizei am Tatort eintraf, flüchtete der Mettmanner durch den gegenüberliegenden Park in Richtung Schlickumer Weg, verfolgt von einem weiteren Zeugen, einem 41- jährigen Hochdahler. Diesem gelang es, den Tatverdächtigen gemeinsam mit einem Polizeibeamten festzunehmen.

Nach der Festnahme bestätigte der Mettmanner, auch die Tierquälerei in der Ohligser Heide, bei der er einen Hund getötet hatte, begangen zu haben.

Der offenbar psychisch kranke Tatverdächtige wurde noch am Nachmittag in die Rheinischen Landeskliniken eingewiesen.

Der Zustand der misshandelten Seniorin ist inzwischen stabil.

Durch die Staatsanwaltschaft Wuppertal, Frau Friedel Heuermann, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten Totschlags eingeleitet und bei der Kreispolizeibehörde eine Ermittlungskommission eingerichtet.

In diesem Zusammenhang suchen die Ermittlungsbehörden dringend nach dem couragierten Zeugen, der den Tatverdächtigen in der Bushaltestelle von seinem Opfer fernhielt. Dieser entfernte sich vom Tatort, ohne seine Personalien zu nennen. Dabei soll es sich um einen jungen Mann südländischen Typs handeln, der sich in Begleitung einer jungen Frau und eines Hundes befunden habe.

Die Rheinische Post veröffentlichte hierzu ergänzend unter http://www.rp-online.de/  eine Aussage einer Polizeisprecherin zur emotionalen Lage der Besitzer des erhängten Tiers mit folgendem Inhalt: Es sei schön, dass so viele Menschen Anteil nähmen.  Zu der Trauer geselle sich aber auch Wut beim Lesen der vielen Online-Kommentare zum Thema Lynchjustiz. „Das können wir nicht gutheißen. Man sollte die Suche nach dem Täter der Polizei überlassen.“ Weiter heißt es, dass die Familie in Ruhe gelassen werden möchte.

Nicht die auf die Täterbeschreibung und das Phantombild eingegangenen Hinweise führten zur Ergreifung des Täters, sondern seine weitere unfassbare Tat. Allerdings zeigen die Kommentare und Hasspredigten deutlich, wie gefährlich eine öffentliche Zurschaustellung sein kann. Der Mob verdächtigt pauschal erst einmal alles und jede. In der Ausbreitung ist eine solche Entwicklung schwer zu kontrollieren und zu stoppen. Daher noch einmal mein Apell an alle, die ihre Meinung öffentlich äußern, auf jedem Fall vor dem Absenden soziale Kompetenz walten zu lassen und die geschriebenen Worte nochmals zu kontrollieren.

Dies gilt übrigens auch in den Aussagen zur Täterergreifung und zur Bewertung des bevorstehenden Strafmaßes.

Berner Sennenhund-Welpin in Solingen getötet – Soziale Kompetenz

So viele nette und schöne Themen liegen noch auf meiner To-Do Liste, die ich zeitlich momentan kaum abgearbeitet bekomme, doch auf Grund der Aktualität möchte ich heute zu einem eher grausamen Thema ein paar Worte verlieren. Der nachstehende Text gibt meine persönliche Meinung wieder. Dieser Artikel ist dem sonstige Inhalt dieses Blog nicht untergeordnet, verdient meiner Meinung nach dennoch eine Möglichkeit der Veröffentlichung und Wahrnehmung. Daher erscheint er hier:

Tierquälerei in Solingen. Tatort: Ohligser Heide

In den vergangen Wochen und Monaten machten in Solingen immer wieder Vorkommnisse Schlagzeilen, die sich mit Worten kaum beschreiben lassen. In Naturschutzgebiet Ohligser Heide  wurden in den vergangenen Wochen häufiger Köder ausgelegt, die ausschließlich die direkte Schädigung des Geköderten zum Ziel hatten. Die Köder waren zum Teil vergiftet oder mit Fremdkörpern gespickt, deren Verzehr großen Schaden im Maul, Hals und Magen des Geköderten anrichten sollten. Glasscherben und Nägel wurden von Unbekannten verwendet um die Tieren auf direktem Weg zu schädigen.

Grundsätzliches sei vor weggeschickt:

Im § 90a des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) heißt es: “Tiere sind keine (Fettschrift durch den Autor eingefügt) Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt. Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes (Link durch Autor eingefügt) bestimmt ist.”

Bella – Berner Sennenhund-Welpin

Der durch solche Aktionen deutlich gemachte Hass gegenüber Tieren, erfuhr am 19.11.2011 einen neuen traurigen Höhepunkt. Eine 13 Wochen alte Berner Sennenhund-Welpin wurde stranguliert im Unterholz der Ohligser Heide von den Besitzern aufgefunden. Nach unterschiedlichen Berichten (Rheinische Post, Solinger Tageblatt, Solinger-Bote, Der Westen, u.a.), wurde die junge Hündin kurz über dem Grund an ihrem eigenen Halsband mit der Leine an einem Baum aufgehängt und verstarb.

Weitere Einzelheiten, Mutmaßungen über den Tathergang und den Täter, Beschreibung des Täters und Vermutungen über das Tatmotiv will ich an dieser Stelle nicht weiter ausführen. Einen persönlichen Kommentar zu dem Verbrechen und dem Verbrecher(n) möchte ich nicht abgeben, da ich der Ansicht bin, dass durch mediale Beachtung der Tat den Tätern eine Plattform geboten wird, die diese und die Taten an sich nicht verdient haben.

Als Besitzer zweier bezaubernden Katzen und als jahrelanger Hundemithalter (bin mit Hunden meiner Eltern aufgewachsen) gilt mein tiefes Mitgefühl der Familie von Bella.

Mediale Aufmerksamkeit einer grausamen Tat

Die Verbreitung der Nachricht von Bella und ihrem Schicksal wurde von einer Vielzahl unterschiedlicher Medien aufgegriffen. Onlinemedien, wie die oben bereits erwähnten, berichten ebenso wie TV-Sender (hier der Westdeutsche Rundfunk), der Hörfunk (unter anderem Radio-RSG) und klassische Tageszeitungen. Die Berichterstattung der klassischen Medien erfolgte nach meinem Empfinden nüchtern und sachlich, bezogen auf die Sache angemessen. Die Onlinemedien hingegen würzten, nach meiner Meinung, auf Grund von mangelnder journalistischer Kompetenz, ihrer Berichterstattung eine eigene Note hinzu.

Ausschlaggebend für die weit über die Landesgrenzende hinausgehende Verbreitung der Berichterstattungen ist nach meiner Ansicht das von den Besitzern von Bella zur Suche zur Verfügung gestellte Foto der jungen Berner Sennenhündin. Auf diesem Bild sitzt die Welpin mit einem treuen Blick in die Kamera schauend. Dieses Foto weckt Emotionen und nötigt als Blickfang den Konsumenten des Mediums, sich die zugehörige Nachricht durchzulesen oder anzuschauen.

Die Schnelligkeit der neuen Medien, verbunden mit den Möglichkeiten der Vernetzung, führt zu einer immer größer werdenden Reichweite und damit verbunden auch zu einer viel höheren Aufmerksamkeit. Auf kerze-anzuenden.de wurde ein öffentliches Kondolenzbuch eingerichtet. Auch auf Facebook ist eine Seite “Bella R.I.P – die Kondulenz-Seite” eingerichtet. Allen Mitfühlenden wird auf diese Weise eine Bühne gegeben, ihren Schmerz und ihrer Trauer auch anonymisiert Ausdruck zu verleihen.

Soziale Kompetenz in sozialen Netzwerken

Die Wendung von Trauer in Hass, Wut und Verzweiflung ist bei vielen verbrecherischen Taten zu beobachten. Nach anfänglicher Ohnmacht und Sprachlosigkeit setzt durch die Unverständnis der Tat bei vielen Menschen eine automatische Schutzfunktion ein, die in Verachtung der Tat mündet und die dann diese scharf und deutlich verurteilen und von sich weisen. Die Kanalisierung der Trauer führt dann oft zur Wut und Hass gegenüber dem Täter und seiner Tat.

Dieses Phänomen kann man in der Timeline der Facebook-Kommentare beobachten. Anfängliche Kommentare drücken Trauer und Mitgefühl über das Ableben von Bella aus. Im weiteren zeitlichen Verlauf kommentierten die Nutzer immer klarer und zielgerichteter gegen den Täter und seine Tat. Dies führte soweit, dass der Seitenersteller gezwungen war, mit bestimmten Begriffen versehene Kommentar nicht mehr zu zulassen und durch automatische Indexierung dieser Begriffe, die Flut an Hass- und Wut-Kommentaren einzudämmen. Der Seitenbetreiber löscht Beiträge die “gegen Moral und Anstand in dieser Situation verstoßen”.

Und damit komme ich auf die Überschrift zurück. Soziale Kompetenz in sozialen Netzwerken walten zu lassen, bedeutet für mich seine Worte mit Bedacht zu formulieren. Von Edward George Bulwer-Lytton (* 25. Mai 1803 in London; † 18. Januar 1873 in Torquay), einem englischen Autoren des 19. Jahrhunderts stammt der Satz:„The pen is mightier than the sword“ – Übersetzt “Die Feder (analog zur Zeit) ist schärfer als das Schwert”. In viele Kulturen wurde die Macht der Worte unterschätzt.

Beispiele:

  • Die von Martin Luther verfasste Thesen läuteten den Untergang der Vormachtstellung von Kaisern und Päpsten ein.
  • Und erst kürzlich verpassten in den nordafrikanischen Mittelmeerländern die scheidenden Diktatoren den Zeitpunkt des Schweigens für ihre Belange. Denn die Abschaltung des Internets konnte die Stimmen der Twitterer und Blogger nicht mehr stoppen.

Wenn in den sogenannten “Sozialen Medien” nachlesbar eine Verbrecherjagd initiiert wird, die unterstützt durch plastisch beschriebene Praktiken, wie mit dem Verbrecher(n) umzugehen sein sollte, einhergeht, bin ich der Ansicht, dass damit die Autoren selbst den Nachweis ihrer Kompetenzlosigkeit erbringen. Getrieben und gegenseitig aufputschend führt dieses Verhalten zu Taten, die in der Anarchie ihren Platz hätten, aber nicht ich unserer auf rechtsstaatlichen Grundsätzen basierenden Gesellschaft. Hinweise zu Verbrechen und Verbrecher(n) übergibt man hierzulande der zuständigen Polizei.

Daher möchte ich mit diesem veröffentlichten Artikel, über dessen Konsequenz ich mir während des Verfassen immer wieder Gedanken gemacht habe, dringend an mahnen, soziale Kompetenz auch in den Worten, die in den  Social Medias geschrieben werden, walten zu lassen. Grundsätzlich sollte der Schreiber bedenken, dass die mal so schnell dahin geschrieben Worte für viele (auch für Kinder) über einen langen Zeitraum lesbar sein werden.

Abschließend gestehe ich, dass mir die vorwiegend nüchterne Schreibweise dieses Artikels sehr viel Kraft und zahllose Korrekturen abverlangt hat. Meine Einstellung gegenüber der grausamen Tat und dem Verbrecher(n) behalte ich dennoch für mich, da ich kein negatives Vorbild auf Grund von öffentlichen Äußerungen für andere sein möchte.

ÖPNV — Öffentlicher PersonenNahVerkehr

Gespräche am Morgen

Bus fahren

Andrea Kusajda|pixelio.de

Konversation via Skype –- so alt sind die Männer dann doch noch nicht!

Das Gespräch beginnt mit einer Reaktion auf dem von Mann2 geschriebenen Ausdruck „LOL“

Mann1: Erstens: Was will mir der Autor mit „LOL“ sagen und zweitens: Respekt Alter! Voll krasser Scheiß, dass du den Street Style runterbeten kannst Letztere Reaktion hat etwas mit meinem Beobachtungen der letzten Tage im öffentlichen Personen Nahverkehr zu tun.

Mann 2: Dann mal zum ÖPNV…deine Beobachtungen?

Mann 1: Also eindrucksvoll hat sich bei mir das Bild der herunterhängenden Hosen der pubertierenden Buben eingeprägt. Als chauvinistisches Arschloch begrüße ich es, wenn Frauen sich die Titten in formgebende BHs quetschen, ihre Füße mit Stöckeln auf viel zu hohen, aber ästhetisch die Beine verlängernden Hacken, ruinieren und Farbe und Quast benutzen, um makellos im Teint zu erscheinen. Bei den heranwachsenden Herren der Schöpfung, die ich eher als metrosexuell Neutrums einstufen möchte, erschließt sich mir die freiwillige Qual zur Verschönerung nicht. Wie unbequem kann es sein, mit dem Arsch auf dem Gürtel sitzen zu müssen, nur weil die Mama den Buben nie beigebracht hat, die Hose hochzuziehen. Wie unbequem muss es sein, permanent aus seinen stylischen Streetware Sneakern zu rutschen, weil man es nicht schafft, sein Kreuz krumm zu machen um die Schnürsenkel zu binden. Und wenn ich heute in eine Industrie investieren würde, dann wäre es sicherlich ein Unternehmen zur Haargel- bzw. Haarwachsherstellung. Was die Buben heute in den Haaren tragen, teils duftend nach orientalischen Hurenhäusern, das haben wir zu meiner Zeit mit dem Auslassen der allmorgendlichen Dusche hinbekommen.

Mann 1: Und dann kommen wir mal zu dem babylonischen Sprachgewirr. Übrigens alle Beobachtungen gehen einher mit der Feststellung, dass ich älter werde, weil ich diese Dinge nun wahrnehmen kann.

Mann 2: Busfahren verändert den Blick auf die Welt.

Mann 1: Früher saßen 50 Menschen in einem Bus und sagten „Gesundheit“ wenn der Fahrer genossen hatte. Heute hörst du selbst die Ansage der nächsten Haltestelle nicht mehr, weil jeder in seiner eigenen Sprache mit irgendjemanden – - aber bloß nicht mit dem Sitznachbarn spricht. Die wunderbare Welt der Handys macht es möglich.

Mann 2: Ich bin schon seit langem für ein Verbot der Flatrate, das scheint aber nicht mehrheitsfähig zu sein.

Mann 1: Das dröhnt dann ordentlich in den Ohren, aber damit nicht genug. Diejenigen, die sich von dieser Welt bereits soweit entfremdet haben, dass sie niemanden mehr zum Unterhalten haben, die setzten Kopfhörer auf und beschallen sich und natürlich die direkte Umgebung mit Musik, über deren Geschmack man bekanntermaßen streiten kann

Mann 1: Eine direkte Unterstützung zur These, dass der Mensch in unserer Gesellschaft zunehmend vereinsamt lässt sich bei den Beobachtungen ableiten, dass individual reisende junge Menschen grundsätzlich auf Einzelplätzen oder aber auf einzel belegten Doppelplätzen zu finden sind. Sollten diese alle belegt sein, steht der Mensch eher als sich irgendwo zu zusetzen….

Mann 2: <<< auf einzel belegten Doppelplätzen natürlich außen

Mann 1: ….dementsprechend ist auch die Reaktion wenn man sich zu ihnen setzt. Beobachtet man hingegen ältere Herrschaften, stellt man fest, dass die sich zusammensetzten und sich sogar unterhalten. Bei jungen Menschen ist das nur in Gruppen zu beobachten und dann leider in einer Art und Weise, wie es den Vorvätern zur Ehre gereicht hätte. Das Imponiergehabe von jungen Männchen ist exorbitant.

Mann 2: Was soll ich sagen – ich bin abgestumpfter langjähriger VRR-Kunde.

Und die Moral von der Geschichte?

Alter versteht die Jugend nicht?

Bundesliga-Saison 2011/2012 – 4. Spieltag — Meine Tipps [Ergebnis]

Da ich keine Ahnung habe, ob Jörg noch an Bord ist oder nicht, daher greife ich auch heute mal wieder in die Tasten, um meine Tipps für den 4. Spieltag der Bundesliga Saison 2011/2012 zu präsentieren.

Los geht es heute Abend mit den Berliner, die daheim gegen doch nicht zu konstante Stuttgarter den ersten Dreier der Saison einfahren werden.

Am Samstag Nachmittag gibt es eigentlich nur eine richtungweisende und wichtige Partie. Der Dino der Liga trifft auf den Karnevalsverein. Hoffentlich rätseln die Jungs aus Köln immer noch über die Spielphilosophischen Ansätze und geometrischen Formen des Rasenschahs ihres Trainers und vergessen darüber, dass Fußball ein Laufspiel ist,  welches durch Kampf und Tore gewonnen wird. Dies erwarte ich von de Chelsa Bubies und den Hamburger Jungs. Eine neuerliche Diskussion nach Abpfiff ertrage ich nicht — ich will Blut, Schweiß und Tränen auf dem Feld sehen — sollte es trotzdem nur zu einer Niederlage reichen, gibt es zumindest kein Alibi. Also auf geht es HSVWeiterlesen

Bundesliga-Saison 2011/2012 – 3. Spieltag — Meine Tipps [ERGEBNIS]

Da Jörg mal wieder durch Abwesenheit glänzt, darf ich euch meine Tipps für den dritten Spieltag der frischen Bundesliga-Saison präsentieren.

Los geht es heute Abend mit der “Retorten-Truppe aus der Stadt des VW-Konzerns, die mit allen eingekauften Söldnern gegen die Fohlenzucht aus Mönchengladbach antreten muß. Heftige Wortwahl findet ihr? Alles ganz normal sagt die Redaktion von schwatzgelb.de. Die Gladbacher machen einen gefestigten Eindruck und daher dürften die zu Hause auch gewinnen.

In den Partien Werder Bremen (ist grün und stinkt nach Fisch) gegen Freiburg und Dortmund gegen Nürnberg kann ich keine Sieger feststellen. Die erstgenannte Partie läuft unter dem Motto “Wir wollen ja — aber können nicht” und die Dortmunder sind immer noch nicht geerdet und schweben noch in den Rauschzuständen nach dem hochgelobten Auftaktsieg in diese Saison. Daher kann Nürnberg aus der Festung einen Punkt mitnehmen. Weiterlesen

Kate und William — die Hochzeit des Jahres der Adeligen Gesellschaft

Kate und William vor der Hochzeit des Jahres

Kate und William vor der Hochzeit des Jahres

Laut Medienberichten beobachtet heute ein Drittel der Weltbevölkerung eine Hochzeit in Großbritannien. Heute um 12 Uhr (MEZ) ehelicht der 29 jährige  royale Sprössling Prinz William Arthur Philip Louis Mountbatten-Windsor die gleichaltrige bürgerliche Catherine Elizabeth „Kate“ Middleton vor den Augen dieser großen Öffentlichkeit.

Im Frühstücksfernsehen der großen Deutschen Fernsehsender ARD, ZDF, RTL und auch SAT1 tummel sich zur Zeit die Adelsexperten und solche die es vorgeben zu sein und referieren in endloser Monotonie vor den Bildern der eintreffenden Gäste der Hochzeit des Jahres über Mode, Protokoll und was wäre wenn.

Die gesamte Übertragung zieht sich bis teilweise 15 Uhr hin. Jeder Einzelne der geladenen Gäste, von denen es Tausende gibt, kann so in aller Ausführlichkeit besprochen werden. In diesem Sinne einen schönen Tag den Damen der Welt und möge die Hochzeit reibungslos verlaufen.

Kate und William wünsche ich an dieser Stelle — wenn ich auch nicht umhin kam den Übertragungswahn und Medienhype sarkastisch zu kommentieren — alles Gute auf ihrem gemeinsamen Weg in die Zukunft und Glück und Zufriedenheit in ihrer Liebe.

Und es wird Sommer -Achtung: Uhren umstellen nicht vergessen!

Am Sonntag den 27.03.2011 um 2:00 Uhr endet die Winterzeit in Deutschland. Also drauf achten, dass die Uhren um eine Stund vorgestellt werden müssen. Die Sommerzeit ist also ab dem 27.03.2011 ab 3:00 Uhr gültig.

369737 R by Rolf pixelio

by pixelio.de

Und wiedereinmal endet der Irrsinn der Zeitumstellung damit, dass am kommenden Sonntag die Nacht eine Stunde kürzer und am Montag Morgen die Gefahr sehr hoch ist, entweder noch müde oder eine Stunde zu spät zur Arbeit zu erscheinen. Seit dem 31.10.2010 befinden wir uns in der Winterzeit (Normalzeit). Am 31.10.2010 konnten wir eine Stunde länger schlafen, weil die Uhren von 3Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt wurden.

Die am Sonntag geklaute Stunde erhalten wir am 30.10.2011 zurück.

Bis dahin viel Spaß beim Uhren stellen. Hilfreich um Stress zu vermeiden, sind Wanduhren die per Funk die Umstellung automatisch vornehmen!
 .

Karl-Theodor zu Guttenberg – charismatischer Politiker gescheitert?

Achtung: Dieses Blog ist nicht politisch!

Über den ehemaligen Verteidigungsminister der Bundesrepublik Deutschland  und Doktor der Rechtswissenschaften Karl-Theodor zu Guttenberg ist in allen möglichen Medien in der letzten Zeit viel — für meinen Geschmack oft zuviel — gesprochen worden. Moderatoren, Journalisten, Prominente und die “einfachen” Menschen von der Starße durften durch die zahllosen Hilfsmittel ihre Meinungen kundtun. Da wurden Abstimmungen per Telefonwahl durchgeführt, Fernsehtalkrunden mit fragwürdiger Prominenz gefüllt und Seitenweise Zeitungspapier vollgeschrieben, weil jeder etwas zu den Plagiaten in der Doktorarbeit von Herrn zu Guttenberg und den resultierenden Konsequenzen zu sagen hatte.

Am 03.03.2011 schied Herr Karl Theodor zu Guttenberg freiwillig aus dem Amt des Bundesverteidigungsministers aus, nachdem er zwei Tage zuvor angekündigte, nicht nur diese Amt sondern auch sein Mandat im Bundestag niederzulegen. Auch diese Entscheidung wurde — nach meinem persönlichen Empfinden — in allen Medien heftigst diskutiert. Das Ausmass dieser Diskussionen spiegelt sich auch in den Suchanfragen bei google.de nieder:

Fakt ist, hierauf bin ich durch einen Post auf Facebook gestoßen, dass Herr Karl-Theodor zu Guttenberg seit Dienstag (01.03.2011) dort rund eine halbe Millionen Fans als Befürworter auf einer Fanpage mit dem Titel “Wir wollen Guttenberg zurück” auf sich vereinigt hat.

Im Vergleich dazu:

Bei den Bundestagswahlen 2009 erhielt die so beachtete und gefürchtete Piratenpartei gerade einmal 46.770 aller abgegeben Erststimmen(siehe unten stehende Erläuterung) während die NPD 45 Jahre nach ihrer Gründung schon auf 768.442 oder 1,8% der Erststimmen, insgesamt wurden 43.248.000 gültige Wählerstimmen ausgezählt, kamen.

Karl-Theodor zu Guttenberg bewegt als charismatische Persönlichkeit innerhalb von nur 4 Tagen mehr als 10 Mal so viele potentielle Wähler wie die Piraten bei einer Bundestagswahl.

Der geneigte Leser möge sich selbst ein Bild zur Politik, Meinungsmache, Sensationspresse und zum Fehlverhalten der Politiker machen. Objektive Wertansätze werden sich hierzu jedoch leider kaum noch finden lassen.

 

Erläuterung zur Erststimme:

Bei der deutschen Bundestagswahl und bei einigen Landtagswahlen in Deutschland wählt man mit der Erststimme (auch Wahlkreisstimme) einen Direktkandidaten in seinem Wahlkreis. Der Kandidat zieht direkt in das Parlament ein, sobald er die relative Mehrheit der Stimmen erreicht hat. (Quelle: Wikipedia)

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