Erfahrungsbericht

Erfahrungsberichte über Produkte aus der IT

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Die Intellektuelle Elite auf Reisen — was liest du?

Marianne J.  / pixelio.de

Marianne J. / pixelio.de

Kürzlich hatte ich früh morgens das zweifelhafte Vergnügen, weit vor dem Frühstück eine Geschäftsreise antreten zu dürfen. Schließlich ist zur Zeit Sommer befohlen und dann macht es besonders Spaß sich in das standesgemäße und obligatorische Business Casual zu schmeißen.

Auf Einladung eines bedeutenden (nicht unbedingt großen) Herstellers aus der Softwarebranche, der dann mehrfach durch persönliche Ansprache Nachdruck verliehen wurde, konnte ich mich der langen Reise nicht verwehren.

Also auf, um 4:15 Uhr morgens aufstehen und ab zum Flughafen, um ab 6:30 Uhr die rund 600 km in knapp einer Flugstunde in Angriff zu nehmen.

In einem Airbus 319-100 mit rund 80-100 meist männlichen Mitreisenden ging es von Köln aus los. Die drei oder vier anwesenden Damen waren kaum wahrnehmbar. Dennoch waren die von der Fluggesellschaft angebotenen sogenannten Lifestylemagazine neben den Tageszeitungen bereits vor dem Start vergriffen. An dieser Stelle gestehe ich, dass ich KEIN großer Freund des Fliegens bin. Hierbei habe ich weniger Probleme mit dem Flug an sich, sondern eher mit dem Start- und Landevorgang.

Während der kurzen Regenerationsphase zwischen dem für mich stressigen Start und der Vorbereitung auf die Landung habe ich die Gelegenheit genutzt und meine Mitflieger beobachtet. Dabei konnte ich feststellen, dass mehr als die Hälfte der anwesenden Fluggäste ein Werk der Redakteure in Händen hielten, von denen behauptet wird, zuerst mit den Toten gesprochen zu haben.

Die Pressung aus Hamburg hatte als Aufmacher den vermeidlichen Abschied der Bundestrainerin der Deutschen Frauen Nationalmannschaft. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung titelte zu diesem Thema: “Neid-Debatte kommt in Fahrt.” In der traditionell grauesten Tageszeitung wurde am Rand neben der Abschiedsvermutung auf die “große Gehaltsumfrage” hingewiesen.

Auf der weiterführenden Seite hieß es in diesem Blatt zu der Umfrage sinngemäß “…verdienen Sie im Osten bis zu 33 % weniger als im Westen”. Diese Schlagzeile einer gesamtdeutschen Tageszeitung, die sich selbst als meinungsbildend beschreibt, rund 20 Jahre nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung  zu lesen, wundert mich extrem.

Welche Meinungshetze verbirgt sich hinter diesem Aufmacher? Die besagte Tageszeitung ist im demokratisch geführten Teil unserer Republik entstanden. Den Machern sollten demzufolge die Grundbegriffe, die unserer Gesellschaft zu Grunde liegen, bekannt sein. Unter anderem regelt die soziale Marktwirtschaft unser wirtschaftliches Umfeld. Leitfaden der Marktwirtschaft ist das Preisfindungsprinzip, dass definiert, das Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen.

Vorausgesetzt, dass dies Prinzip bekannt ist, lasst dies den Schluss zu, dass die gewählte Schlagzeile der Zeitung nur dem reisserischen Auflage-erhöhendem Ziel gewidmet war. Warum die Redakteure hierbei ausdrücklich auf den Ost-West Konflikt eingehen und nicht zum Beispiel das Nord-Südgefälle der Lebenshaltungskosten in unserer gemeinsamen Republik thematisieren, bleibt mir ein Rätsel.

Bleibt abschließend festzustellen, dass basierend auf den Grundrechenarten ein Drittel weniger von NICHTS nichts zu. Ergebnis hat. Dafür darf sich die arbeitende und geringer entlohnt Bevölkerung im Osten Deutschlands dann bei den Griechen, Italiener und anderen Südeuropäern bedanken, die mit ihrer voraussichtlichen Pleite zu eben diesen Wertverfall beitragen könnten.

Die Veranstaltung fand selbstverständlich in klimatisierten Altersgrenzen Räumlichkeiten in München statt. Mehr dazu findest du hier.

Finanzkrise nun auch in der Türkei?

Galoppierende Inflation in Klein Istanbul — hat die Finanzkrise nun auch die Türkei erreicht?

JA Natürliches Mineralwasser in der Finanzkrise

Am Dienstag Abend hatte ich auf der Suche nach einem abendlichem Imbiss in einer kulinarisch nicht so dicht besiedelten Umgebung in der schönsten Stadt der Welt — Hamburg — an einem S-Bahnhalt einen bezahlbaren türkischen Imbiss mit angeschlossenem Kiosk gefunden. Der sehr schmackhaft „Döner im Brot“ schlug mit angemessenen 3,50 EUR zu Buche.

Ich habe mich dann entschlossen, auch gleich eine Flasche Mineralwasser zum Ausgleich meines Wasserhaushalts mitzunehmen. Der freundliche Kiosk-Mitarbeiter wies mir dabei dem Weg zum Kühlschrank und ich entschied mich für 1,5 Liter Ja! Natürliches Mineralwasser, welches meines Wissens im örtlichen Rewe-Supermarkt für rund 40 EUR-Cent angeboten wird. Der freundliche anatolische Verkäufer bot mir die Flasche für 1,05 EUR inklusive des Pfands an. Ein geringer Aufschlag, der akzeptabel erscheint.

Zwei Tage später, am heutigen Abend, bin ich nach einer dreistündigen Erkundungstour durch die Speicherstadt und die Hafencity der Hansestadt Hamburg erneut an der zuvor beschriebener S-Bahnhaltestelle ausgestiegen und kam an besagtem Kiosk vorbei. Durstig durch die Wanderung entschied ich mich erneut, eine Flasche “Ja Natürliches Mineralwasser“ in dem türkischen Kiosk einzukaufen.

Durch die vorherige Begebenheit wusste ich, wo ich den Kühlschrank finde und entnahm eine Flasche, um diese an der Theke zu bezahlen. Der gleiche Verkäufer verlangte nun in gebrochenem Deutsch 2,20 EUR. Irritiert hinterfragte ich sein Begehr und erhielt erneut die Ansage, dass die Flasche mit 1,5 Litern Wassers 2,20 EUR inklusive Pfand kosten soll. Auf meinen Einwand, dass vor zwei Tagen die selbe Ware weniger als die Hälfte gekostet hätte, meinte er, dass alles teurer wird, das sei halt die Weltwirtschaft.

Puh — wenn das so weiter geht, kann ich mir in zwei Wochen wahrscheinlich nicht mal mehr ne Tasse Kaffee bei Tchibo leisten. Eins ist damit definitiv bewiesen, die Finanzkrise hat den Bosporus erreicht und schlägt in großen Wellen von Südeuropa nach Norden. Der von Türken geführte Kiosk an einem Bahnhalt macht deutlich, dass die Finanzkrise längst in Deutschland angekommen ist.

Code 32: Trauerspiel Paketdienste

Wer in diesen Tagen auf ein Paket wartet, der kann eigentlich nur noch beten. Offensichtlich hat es sich bei den Paketlogistikern noch nicht herumgesprochen, dass sich jedes Jahr zu Weihnachten das Paketaufkommen in etwa verdoppelt und dass im Dezember mit Behinderungen durch Schnee und Eis zu rechnen ist; möglichweise hatten die Oberstrategen auf die Klimaerwärmung gehofft. Tatsache ist, dass einige Paketdienste weder personell noch organisatorisch in der Lage sind, dass Paketaufkommen zu bewältigen. Besonders negativ tut sich dabei aus meiner Sicht DPD hervor. Immerhin heisst es jetzt auf der DPD-Website: „Aufgrund witterungsbedingter Verkehrsprobleme in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern ist mit Laufzeitverzögerungen zu rechnen.“. Das mag vielleicht einen Tag Verzögerung erklären, nicht aber das, was uns widerfahren ist.

Nachdem Arne hier bereits vorgestern einen Fall mit dem Dienstleister DHL geschildert hatte, kann ich jetzt noch einen draufsetzen. Vorweg: Ich habe vor einiger Zeit mit einem Freund zusammen eine GbR gegründet. Einer unserer Geschäftszwecke ist der Vertrieb sogenannter Datenlogger; das sind kleine – in der Regel batteriebetriebene – Gehäuse, die über einen bestimmten Zeitraum die verschiedensten Messdaten aufzeichnen. Der Vertrieb dieser Datenlogger erfolgt aus Wolfratshausen, manchem auch als Stoiber-City bekannt.

Die Crux ist, dass unser Lieferant zur Lieferung die Fa. DPD beauftragt. Dass Ware nicht fristgerecht zugestellt wird, scheint zumindest in der Region Bad Tölz-Wolfratshausen eher die Regel denn die Ausnahme zu sein. Dieses Mal haben sie sich allerdings selbst übertroffen:

4 mal nicht ausgeliefert wegen "Zeitmangels"

Die von uns und unseren Kunden dringlichst erwartete Lieferung ist an vier Tagen durchs bayrische Oberland kutschiert worden, ohne dass auch nur einmal ein Zustellversuch stattgefunden hätte. Zum Ende der gelb markierten Zeilen kann man den Code 32 erkennen, der für Zeitmangel steht.

Übrigens: Der für die Auslieferung verantwortliche Stützpunkt in Geretsried liegt gerade einmal 4,6 Kilometer von unserem Firmensitz in Wolfratshausen entfernt. Das Paket wurde sicherheitshalber heute Morgen von uns abgeholt.

Wintereinbruch in Deutschland – die DHL bekommt es nicht mit!

Wir leben in Solingen, einem kleinen Ort zwischen Düsseldorf und Köln (Reihenfolge ist zufällig gewählt) in dem es in den vergangen 10 Tagen ab und an ein wenig geschneit hat. Beobachter der Nachrichten werden die Bilder aus den verschiedensten Teilen unserer Republik kennen. Nun kann ich aber guten Gewissens behaupten, dass zumindest die Hauptstraßen selbst in unserer Stadt der knappen Kassen frei und befahrbar sind. Abgesehen natürlich von Blitzeis Momenten die wir natürlich auch schon hatten.

Seit dem 04.12.2010 ist die neue Winterreifenpflicht in der Straßenverkehrsordnung verankert. Durch den Beschluß des Bundesrat vom 26.11.2010 trat die entsprechende Änderung mit der Verkündigung des Bundesgesetzblattes in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt sind M+S-Reifen Pflicht bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Schneeglätte, Eis- oder Reifglätte.

Am 28.11.2010 habe ich vorausschauend bei der Firma Pralinenclub GmbH, deren Abonnentenservice ich in der Vergangenheit gerne genutzt haben (heute nicht mehr — wegen Gewicht und Gesundheit), für die emsigen Mitarbeiter kleine Nikolaus Präsente bestellt. Nikolaus ist bekanntlich am 06. Dezember jedes Jahr wieder.

Da ich beim Pralinenclub online bestellt habe, sah man sich dort genötigt mir einen Brief zu schreiben — Papier per Post! Sie könnten meine Adresse nicht zuordnen (hatte im Namen der Firma bestellt) und auf Grund des Alters (oscommerce verlangt eine Altersangabe wenn man dieses Shopmodul nutzt) könne man auch nicht die Abbuchung durchführen.

Ein Klärendes Telefonat am 01.12.2010 schien das Problem aus der Welt zu schaffen – Die Kapitalgesellschaft ist halt noch nicht Volljährig, aber trotzdem darf diese schon Geschäfte machen. Die Dame am Telefon versicherte mir, dass nun alles glatt gehen müsste und die Präsente pünktlich eintreffen würden.

Heute ist der 10.12.2010  – Nikolaus ist lange vorbei und die Lieferung ist immer noch nicht angekommen. Mittlerweile habe ich die Sendungsverfolgungsnummer telefonisch erfragt. Der Sendungsverlauf bei der DHL lässt mich hoffen – 80 % der Strecke zwischen Rhede im Münsterland und Solingen — laut google Maps rund 105 km — sind bewältigt.

Unglücklich für den Pralinenclub, dass aus diesem Verlauf auch hervor geht, dass die Lieferung nicht sofort, sondern erst am 06.12. also zu Nikolaus an den “Blitzversender” übergeben wurde.

Ein Hoch auf die Deutsche Post, die wahrscheinlich weder ihren eigenen schrumpfenden Fuhrpark mit Winterbereifung ausgestattet hat, noch den zahllosen Subunternehmern eine angemessene Vergütung zahlt, dass die zumindest Winterreifen aufziehen können. Ich bin gespannt ob zu Ostern nach der Schneeschmelze die unvorhersehbaren Gründe entfallen und eine Zustellung erfolgt.

Siemens Kleingeräte Kundenservice – Fortsetzung die II.

Siemens Toaster Porsche Design TT911P2 Am 17.08.2010 telefonierte ich mit dem Kleinteile- und Hausgerätekundendienst der Firma Siemens AG, einem renommierten Unternehmen, weil ich wissen wollte, welche Arbeiten die Damen und Herren am 15.04.2010 bei ihrer Reparatur unseres High-End Toaster im Porsche Design ausgeführt hatten.

Die Dame am Telefon, die sich nach dreimaligen verbinden, obwohl ich die Telefonnummer abgelesen von der Siemens-Rechnung angerufen hatte, zuständig fühlte, konnte oder wollt mir keine Auskunft geben. Was unter “Modul gewechselt” zu verstehen sein,  konnte Sie sich ebenso wenig wie ich mir vorstellen. Warum ich Sie denn während ihrer kostbaren Arbeitszeit belästigen würde? Weil der Toaster im Porsche Design wiedereinmal sein Geist aufgegeben hat.

Dann solle ich das Gerät doch erneut einschicken. Meine Anmerkung, dass die Einsendung zu Lasten der Siemens AG erfolgen würde, weil das Gerät je nach Reparatur eine entsprechende Gewährleistung hätte, führe bei der Dame zu wahren Gefühlsausbrüchen. Die Siemens AG wird die Annahme nicht ausreichend frankierter oder gar unfrei versendeter Waren verweigern. So schickte ich nun zum dritten mal den Porsche Toaster durchs Ländle in der Hoffnung nun endlich ein vollständig repariertes Gerät zurückzuerhalten.

Die Fehlerbeschreibung lautete diesmal: ” … nun funktioniert das Auswerfen der Toastes nach Beendigung des Toastvorgangs nicht mehr. Der Toast verbleibt in der tiefen Stellung und wird zu allem Überfluss auch weiter gebräunt.” Mit dieser Fehlerbeschreibung wurde das Gerät gut verpackt am 19.08.2010 zur Zentralwerkstatt für kleine Hausgeräte der Siemens AG gesendet.

Am 30.08.2010 kam das Gerät zurück. Die Verpackung war wiedereinmal recycled worden, was ich prinzipiell befürworte. Allerdings konnte ich schon bei der Entnahme aus dem Karton erkennen, dass mein geliebter Aludeckel nicht mit Klebeband arretiert wurde. Diesem Umstand und sicherlich auch die Umsichtigkeit der Mitarbeiterder beauftragten Beförderungsunternehmen ist es zu verdanken, dass der an vier Haltepunkten angeschweißte Aludeckel wie nach der ersten Reparatur ohne Funktion war. Der Funktionstest ergab, dass unser High-End Toaster im Porsche Design augenscheinlich instand gesetzt wurde.

Der Toast kam nach Ablauf der voreingestellten Bräunungszeit wieder zum Vorschein, und das Gerät schaltete freiwillig ab. Die beiliegende Rechnung war mit 0,00 EUR ausgewiesen. Die Fehlerbeschreibung war erschreckend: “kein Fehler festgestellt”. Nach kurzer Überlegung, habe ich das Gerät wieder verpackt und dem Kundendienst der Siemens AG am 09.09.2010 erneut zugesandt, natürlich auf meine Kosten, mit der Bitte die Zerstörung am Aludeckel des Toasters zu beheben. Mittlerweile die vierte Reise die der Toaster zur Reparatur angetreten hat.

Den wunderschönen Toaster im Porsche Design habe ich mittlerweile zurück erhalten, wie er nun aussieht, zeige ich in einem Video in einem weiteren Beitrag.  Servicewüste Deutschland wird fortgesetzt…

Kostenlose Spracherkennung für iPhone, iPod Touch und iPad

Anfang diesen Monats hat Softwarehersteller Nuance Communications, Inc. zwei deutsche Apps in den deutschen Apple App Store gestellt, die auf der Dragon Spracherkennung basieren. Mit den beiden Apps Dragon Dictation und Dragon Search könnt Ihr Euer iPhone, IPod Touch oder iPad einfach, schnell und bequem per Stimme bedienen. Ich habe beide Apps auf meinem IPhone getestet: Sie funktionieren wirklich und das Schönste daran ist, sie sind bis auf Weiteres kostenlos. Bisher hat sich der Hersteller nicht dazu geäußert, wie lange die Apps kostenfrei bleiben.

Mit Dragon Dictation wird Euer iPhone, iPad oder iPod Touch zum praktischen Diktiergerät. Ihr könnt Eure Texte damit direkt in ins Gerät sprechen und dann über eine Popup-Symbolleiste mit Anwendungs-Icons auswählen, ob Ihr diese zwischenspeichern, per E-Mail oder SMS versenden oder auf Facebook oder Twitter posten wollt. Die App verfügt zudem über eine Auto-Save-Funktion, die Textentwürfe automatisch abspeichert. So geht kein Text verloren, wenn man beim Diktieren eines Texts einen Anruf annimmt.

Super praktisch ist auch Dragon Search für iPhone und iPod Touch. Im Grunde besteht die App aus nur einem Button: “Tippen und Sprechen”. Nachdem Ihr Euren Suchbegriff ins Mikrofon gesprochen habt, sucht die App diesen in Windeseile bei Google, Yahoo!, Wikipedia, Twitter und Youtube und präsentiert die Ergebnisse übersichtlich sortiert.

Ein Demo-Video verdeutlicht, was die Apps leisten:

Beide Apps benötigen eine Datenverbindung, da die Spracherkennung auf den Servern von Nuance läuft. Der ins Mikrofon gesprochene Text wird komprimiert und per Datenleitung an die Nuance-Server geschickt, die den geschriebenen Text zurückliefern.

Wie schreibt man ein Blog

Seit rund 120 Tages existiert unser kleines Blog und hat mittlerweile 64 Artikel online und weitere 22 Entwürfe oder geplante Artikel in der Pipeline. 28 genehmigte Kommentare und 2.277 Aufrufe bisher sprechen eigentlich eine deutliche Sprache. Allerdings:

Ein Blog zu schreiben ist nicht einfach – und wer das Gegenteil behauptet lügt :-) !

Helden der Bloggerszene, die mit minimalem Aufwand mehr als 30 Artikel im Monat produzieren und das mit nur selbst erklärten 2 Stunden je Artikel, die oftmals mehr als 1.000 Worten enthalten, genießen meine Hochachtung. Peer Wandiger betreibt dabei nicht nur ein Blog und verdient mit anderen Arbeiten wohl auch noch ein Zubrot.  Meinem Enthusiasmus des ersten Monats mit 28 Artikel ist der Notwendigkeit der Aufteilung der Arbeiten gewichen. Leider hat das Blog darunter gelitten. Bedauerlicherweise gehöre ich (noch) nicht zu den  von mir verehrten Bloggern, die basierend auf ihrem Netzwerk jeden Tag auch mehrfach über Dinge berichten können, wie Carsten Knobloch , die auch noch interessant sind. Und auch Carsten geht „nebenbei“ noch einer Beschäftigung nach.

Inhaltliche Präsentation und der Content / Inhalt schlechthin bereiten mir zur Zeit große Probleme. Die zeitliche Umsetzung von tollen Ideen scheitern oftmals bereits an dem Aufwand, der für eine vernünftige Recherche betrieben werden müsste. Inhalte zu kopieren und wiederzugeben ist nicht meine Art, daher ist die Artikelanzahl zur Zeit auch drastisch rückläufig. Fundiert ermittelter Content / Inhalt gepaart mit dem nötigen Wortwitz und in einem anspruchsvollen Schreibstil präsentiert, diesen Werten wollen wir, hier nehme ich meinen Co-Autor mit ins Boot, genügen.

Neben der Belastung durch die Arbeit an den Haupteinkunftsquellen – nein mit diesem Blog wird noch kein Geld verdient um der Frage gleich vorzubeugen – macht mir auch die Organisation des Blogs bzw des Schreibens der Inhalte / Content selbst zu schaffen. Wie organisiere ich die Recherchen für den geplanten Content / Inhalt. Das Blog offline  mit einem Editor zu schreiben, so wollte ich anfänglich vorgehen, hat sich wegen der häufigen Wechsel der Maschinen als unpraktikabel herausgestellt. Hatte ich an der Arbeitsplatzmaschine mit einem Artikel begonnen so konnte ich ihn oft abends am Heim-PC nicht weiterbearbeiten. So wurde brandaktuelle und heiße Inhalt / Content kalt und alt.

Mittlerweile arrangiere ich mich mit dem WordPress Dashboard und organisiere dort nicht nur meine Recherchen sondern auch gleich meine Ideen. Die zeitkritischen Inhalte / Contente werden dabei als geplante Artikel angelegt, die dann auch mahnend auf der Webseite als Vorschau zu finden sind. Leider ist es hier ab und an passiert, dass die ein oder andere Idee (mit Links die ich recherchiert habe, Texte die ich zusammen kopiert habe und auch Bilder) vor der finalen Bearbeitung auf Grund ihres Zeitstempels online ging. In der Zukunft werde ich solche Fehler durch Arbeit an meinem Zeitmanagement vermeiden.

Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr mir euer Vorgehen bei der Artikelanlage und Inhaltsaufbereitung schildert. Wie und wo sammelt ihr Ideen und womit schriebt ihr letztendlich? Lehrjahre sind keine Herrenjahre – eine Weisheit die in meinem Leben mehrfach zutraf und auch bei dem Blogprojekt einen gewissen Wahrheitsgehalt hat.

Aber dennoch kann sich die Statistik durchaus sehen lassen. Einzig die Aufenthaltsdauer die Google Analytics zur Zeit ausgibt, gibt Anlass zur Kritik. Einige Artikel im Mai waren auch Besuchfang ausgerichtet und haben ihren kurzfristig Zweck auch deutlich erfüllt. Ich gehe davon aus, dass diese Artikel mir den verbundenen Besuchermasse den Schnitt der Verweildauer insgesamt stark negativ beeinflusst hat. Im Schnitt blieben die Besucher im vergangen Monat rund 30 Sekunden. Erstaunlich ist hierbei, dass immer Sonntags die Verweildauerzeiten deutlich anstieg und am 13.06.2010 die Besucher sogar über 3 Minuten auf der Webseite waren. Im Juni erreicht dieses Blog trotz hoher Ziele nur eine einstellige Anzahl von Artikeln.

Dies soll die neu gewonnen Leser aber nicht abschrecken, denn es werden noch viele mehr folgen – VERSPROCHEN!

Siemens Kleingeräte Kundenservice – Fortsetzung

Siemens Toaster Porsche Design TT911P2Am 15.04.2010 nur eine Woche nach erneuter Einsendung zur Reparatur kam unser Toaster in gleicher Verpackung wie eingesendet zurück. Die Verpackung hat sich damit nun zum vierten Mal bezahlt gemacht. Unser Toaster im Porsche Design musste wie berichtet ja nochmals zur kleinen Inspektion. Die war bei Siemens dieses Mal kostenfrei. Der letzte Mangel an unserem High-End Toaster im Porsche Design war die nicht mehr schließende Abdeckklappe des Brotschlitzes.

Erneut ging es also auf die Teststrecke. Diesmal hatte Siemens sicherheitshalber nochmal alles gereinigt und wieder unbekannte Module getauscht. Der ersten Test an der neuen Toastrennstrecke verliefen problemlos, Toast in die Öffnung Drehschalter arretiert in der tiefsten Position und der eingestellte Bräunungsgrad wird nach kurzer Zeit erreicht. Toll als nichts kaputt repariert. Der Schließmechanismus, der aus gebürstetem Aluminium bestehenden oberen Abdeckung des Toasters, stand als nächstes auf der Checkliste. Hier zeigt sich, dass ein Toaster im Porsche Design nicht mit einem Porsche aus Zuffenhausen vergleichbar ist. Die Abdeckung schließt nun mit ordentlichem Spaltmaß und ergibt somit ein schönes für Küchengeräte schon außergewöhnliches Gesamtbild.

ABER – die Öffnung die bislang durch einfachen Druck des Arretierunghebels erfolgte muss nun manuell unterstützt werden. Kein sanftes Dahingleiten in einer Nobelkarosse sondern eher Schieben des geliebten Aluminiumdeckels. Auf eine erneute Verwendung der Verpackung werden wir aber dieses Mal verzichten. Schließlich kann man ja nicht erwarten, dass eine Reparatur einen Neuwagen hervorzaubert – oder darf man das schon bei einem Toaster im Porsche Design?

Über Serviceleistungen in Deutschland die alltäglichen Frust oder aber auch große Lust bereiten werden die in dieser kleinen Serie zukünftig weiter berichten. Daher wird diese Serie fortgesetzt….

Siemens Kleingeräte Kundenservice

Siemens Toaster Porsche Design TT911P2

Vor gut zwei Jahren haben wir ein Set von Siemens Haushaltsgeräten geschenkt bekommen. Dieses Set beinhaltet einen Siemens Toaster, wie abgebildet, und einen Wasserkocher. Beide Geräte sind auf Grund ihrer Gestaltung mit dem Zusatz versehen “Porsche Design“. Das gebürstete Aluminium und die stylische Verwendung von im Hintergrund blau beleuchteten Einstellknöpfen machen diese normalen Alltagsgeräte zu turboschnellen Porsches in der Küche.

Am 09.03.2010 musste der by Porsche designte Toaster auf Grund der defekten Arretierung zur Reparatur. Der Toaster im Porsche Design kostet in der Anschaffung rund 150 EUR. Die telefonische Anfrage beim Siemens Kundenservice ergab, dass es zwei Varianten der Reparatur gibt entweder für rund 30 EUR oder für 60 EUR pauschal. Nach eingehender Begutachtung des Toasters werde man uns einen Serviceauftrag mit den festgestellten Mängeln und den Kosten zukommen lassen. Entsprechend der Wertigkeit des Porsche Toasters habe ich ihn am gleichen Tag sorgsam verpackt und mit UPS an die auf der Webseite angegebene Adresse gesendet. Dem Paket legte ich ein Schreiben bei, mit sinngemäß folgendem Inhalt “…. bitte melden Sie sich telefonisch oder per E-Mail um  das weitere Vorgehen….” Nach gut einer Woche am 17.03.2010 rief meine Frau erneut bei der Siemens Kundendienst Service Rufnummer an, um zu erfahren, dass unser Porsche – Toaster eingegangen sei und für rund 60 EUR Pauschale wieder instandgesetzt werden könnte. Hierzu hätte man ja bereits den Serviceauftrag an uns versandt. Leider hat man vergessen wie dieser Serviceauftrag versandt wurde,, daher sendete man diesen flux per E-Mail (die E-Mail Adresse musste meine Frau am Telefon erneut benennen) zu. Am 17.03.2010 habe ich dann den Serviceauftrag unterschrieben und wie auf Geheißen per Fax zurückgesandt.

Rund zwei Wochen später am 30.03.2010 wagte meine Frau eine erneute Nachfrage bei den Siemens Kundendienst Servicemitarbeitern, die zwischenzeitlich den Serviceauftrag auch noch postalisch an uns gesendet hatten. Die Aussage des Servicemitarbeiter, dass unser von Porsche designter Toaster eigentlich unrepariert auf die Rücksendung wartet, irritierte uns sehr. Der Fehler war schnell gefunden, denn es lag kein unterschriebener Serviceauftrag für die Reparatur vor. Das Fax ist wohl verloren gegangen. Am nächsten Morgen habe ich dann erneut den Serviceauftrag gefaxt und sicherheitshalber auch noch mal postalisch versendet. Das uns wenige Tage später ein weiteres Serviceauftragsformular postalisch zuging haben wir auf den Übereifer des Service Mitarbeiters im Call-Center der Siemens Kundenservice Abteilung geschoben.

Am 08.04.2010 also fast nach einem Monat nach Einsendung kam unser Toaster im Porsche Design übrigens sehr Umweltschonend in der gleichen Verpackung zu uns zurück. Die ersten Test an der neuen Toastrennstrecke verliefen problemlos, bis die Boxengasse geschlossen werden sollte. Eine Disziplin die der Porsche Toaster bislang beherrschte. Der Schließmechanismus der aus gebürstetem Aluminium bestehenden oberen Abdeckung des Toasters versagt seinen Dienst. Nun muss man nicht mehr während des Toastvorgangs neben dem Gerät verweilen sonder immer wenn nicht getoastet wird und der Deckel geschlossen sein sollte. Daher haben wir unseren Toaster heute wieder liebevoll in der gleichen Verpackung per UPS an den Siemens Kleingeräte Kundendienst zurückgeschickt, natürlich mit einem Schreiben, „man möge uns anrufen oder schreiben um weiteres Vorgehen abzustimmen“.

Siemens unterhält einen Kundendienst in Deutschland. Die Qualität des Dienstes beurteilen Kunden laut Forenauskünften sehr unterschiedlich. Daher wird diese Serie wohl fortgesetzt….

Juchhee, das Netzteil ist da!

Erst vorgestern hatte ich von meinem Frust über den Medion-Service berichtet. Sollte doch die Bearbeitungszeit für den Autausch eines defekten Noteook-Netzteils ganze fünfzehn Werktage betragen. Für ein Gerät, das beruflich genutzt wird, geht das ja schon mal garnicht. Also habe ich ein Netzteil für rund 16 Euro bei Amazon bestellt, das prompt gestern früh angeliefert wurde. Schön wäre es gewesen,wenn der Sendung auch gleich eine Rechnung beigelegen hätte, aber wer will schon immer nur meckern.

Heute früh schellte dann schon wieder ein DHL-Mitarbeiter bei mir an. Ihr werdet es schon erraten haben: Er hielt eine Sendung von Medion in Händen; Inhalt ein Notebook-Netzteil. Zwar ein anderes Modell als das Original-Netzteil, aber mit den gleichen Leistungsdaten. Ich nehme an, dass Medion den Zulieferer gewechselt hat. Glücklicherweise lag der Sendung auch ein Retouren-Aufkleber bei, mit dem ich das defekte Netzteil kostenfrei zurücksenden kann. Glückwunsch an Medion, der Reklamtionsfall wurde in einem Drittel der prognostizieren Bearbeitungszeit bewältigt. Eine Bearbeitungszeit von 5 Werktagen für einen einfachen Austausch ist realistisch gesehen jedoch viel zu lang. Bei Optimierung der Arbeitsabläufe müsste sich ein derartiger Vorgang innerhalb von 2 Werktagen bewältigen lassen.

Das Paket für die Retoure ist bereits fertig gepackt und wenn ich gleich zur Postannahmestelle gehe, werde ich am Unitymedia-Laden vorbeikommen. Aber das liefert Stoff für mindestens eine weitere unendliche Geschichte aus der Servicewüste Deutschland.

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