Amazon: Marktführerschaft macht faul
Im Bereich E-Commerce gehört Amazon ohne Zweifel weltweit zu den marktführenden Unternehmen. Daher bieten viele Shop-Betreiber ihre Produkte auch parallel über den Amazon-Marktplatz an; zumeist jedoch mit der Faust in der Tasche.
Da sind zum einen extrem hohe Verkaufsgebühren, die häufig dazu führen, dass Amazon mehr von einem Verkauf profitiert als der Verkäufer. Zum anderen sieht man sich als Verkäufer aber auch mit Unzulänglichkeiten konfrontiert, die einem die Haare zu Berge stehen lassen.
Ich bin gerade damit beauftragt, für die Firma megasoft einige Artikel in deren Amazon-Shop zu stellen. Die megasoft verkauft überwiegend Standard-Software. Ein stetig wachsender Anteil dieser Produkte wird heute digital ausgeliefert: Der Kunde lädt die Software von der Website des Herstellers und benötigt nur noch einen digitalen Schlüssel, um die Software freizuschalten. Offensichtlich hat sich das jedoch noch nicht bis zu den entscheidenden Personen im Hause Amazon herumgesprochen. Und so habe ich bei der Produktanlage zwar die Möglichkeit, als Medium zwischen 3,5″- und 5,25″-Diskette (!!) sowie unter CD, CD-ROM und DVD-ROM auszuwählen, vom Medium Download fehlt jedoch jede Spur.

Steht die Renaissance der 5,25″-Diskette dicht bevor oder lebt man bei Amazon im Gestern?
Nun ist es nicht so, dass wir nicht versucht hätten, Amazon auf diesen Mangel hinzuweisen. Ich habe dies sogar mehrfach getan. Die Anfragen landen jedoch lediglich im Support und werden vermutlich nicht an die entsprechenden Stellen im Hause weitergeleitet.
Es könnte aber auch sein, dass die verantwortlichen Positionen mit Leuten besetzt sind, die nicht wissen, was eigentlich über Amazon verkauft wird und was die Anforderungen der Amazon-Partner sind. Ist ja auch nicht notwendig: Amazon geht es glänzend und überweist monatlich ein fürstliches Gehalt – so wie es aussieht fürs Nichtstun.
Dear Diary– Warum blogst du?
Basierend auf einer Mail von Jörg Wege, die unsere Aktivität und Qualität in diesem Blog betraf, will ich heute an dieser Stelle kurz über den Sinn und Unsinn des Blogs und des “Blog-Schreibens” reflektieren. Ausgehend von folgender Fragestellung möchte ich meine Beweggründe darlegen und erläutern warum ich zu der Überzeugung komme, dass auch unser Allgemein-Blog seine Daseinsberechtigung hat:
- Was macht einen guten Blogger aus? Wie sehen Beiträge von höchster Qualität aus – was macht ein guten Thema in diesem Zusammenhang aus?
- Sollte ein Blogger eine spezielle Persönlichkeitsstruktur aufweisen? Anders: Muss man positiv bekloppt sein um zu bloggen oder darf nur ein Nerd bloggen?
- Was unterscheidet demnach ein gutes Blog von anderen und welchen Status hat unser Blog?
Was ist ein Blog?
Ein Blog definiert sich nach Wikipedia wie folgt:
Häufig ist ein Blog „endlos“, d. h. eine lange, abwärts chronologisch sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umgebrochen wird. Der Herausgeber oder Blogger steht… als wesentlicher Autor über dem Inhalt, und häufig sind die Beiträge aus der Ich-Perspektive geschrieben.
Demnach erfüllt unser Blog schon einmal die objektiven Kriterien. Wir schreiben in der Ich-Perspektive, stehen zu unseren Beiträgen und schreiben bisher „endlos“. Pausen im Blog sind aus verschiedenen Gründen normal, es sei denn man hat eine entsprechenden Reputation und kann während der Auszeiten aus Urlaubs-, Krankheits- oder anderer Gründen auf einen Pool der eigenen unveröffentlichten Werke zurückgreifen oder Gastautoren sein Werk weiterführen lassen. Diesen Luxus haben wir noch nicht erreicht.
Häufigkeit der Blog-Beiträge
In der letzten Zeit fällt es mir schwer, mich unbeschwert hinzusetzen und etwas Sinnvolles lesenswert nieder zuschreiben. Zur Zeit liegt es einfach an meiner laufenden Arbeit, die mich so sehr vereinnahmt, dass zuletzt nur wenig Zeit für diese Hobby – und nichts anderes soll es sein – blieb. Um das an dieser Stelle nochmals klar zustellen, dieses Blog wird als Hobby betrieben. Es hat keine missionarische Aufgabe, keinen spezialisierten technischen Ansatz oder dient in erster Linie zum Geldverdienen. Die Auseinandersetzung mit der Materie der Online-Publikationsformen führte dazu, dass WordPress eines Tages auf der Tagesordnung stand. Und ich gebe ehrlich zu, in dieses System habe ich mich verliebt. Und damit war diese Blog geboren mit dem globalen Ansatz, dass Männer hier Themen aus allen sozialen Bereichen für Männer und natürlich auch für Frauen niederschreiben können.
Qualität der Beiträge
Ich denke die Qualität eines Blogs ist weniger mit der Häufigkeit der Veröffentlichung neuer Beiträge zu bemessen, als vielmehr mit der sorgfältigen Auswahl themenrelevanter Inhalte, deren gründlichen Recherche und verständlichen Darstellung. Dies bietet dem Leser den Mehrwert, nach dem er sucht. Denn sind wir mal ehrlich, die meisten Leser kommen nach einer Suchmaschinen Anfrage auf das Blog und finden dort das was Sie lesen wollen. Vielleicht bleiben Sie auch und können künftig als regelmäßige RSS-Feed Leser begrüßt werden, allerdings sicher ist dies nie. Geprägt durch humanistische Bildung und die glückliche Fügung deutsche Muttersprachler zu sein, sollte es Jörg und mir gelingen, die Minimalanforderungen eines geschrieben Beitrags zu erfüllen:
- Vollständiger und korrekter Satzbau
- Ein roter Faden in dem Beitrag
- Verwendung einer „interessanten“ Sprache, die den Leser an den Artikel fesselt
Diese Minimalanforderungen werden in vielen deutschsprachigen Blogs, die ich im Laufe der Zeit beobachtet habe, nicht immer erfüllt. Die verständliche Darstellung wäre also gewährleistet, und themenrelevante Inhalte lassen sich auf Grund des globalen Überbegriffs immer finden. Zur Qualität zählt aber eben auch die Recherche. Anders als im Journalismus, mit dem ich während meiner Schulzeit letztmalig engeren Kontakt hatte, kommt die Recherche beim Bloggen seltener vor. Blogger schreiben eher Kommentare zu Fakten und Ereignissen, von denen sie der Meinung sind, diese beurteilen zu können und die sie mit ihrer Ansicht anreichern wollen. Wenige Blogs basieren auf Themen, die selbst erarbeiten wurden. Mit anderen Worten: Ein gut geschriebener Kommentar mit der Würze der eigenen Ansicht und dem Geschmack der eigenen Fähigkeiten macht heute einen guten Blogbeitrag aus.
Persönlichkeit eines Bloggers
Extrovertierte Menschen tragen ihre Haut zu Markte und präsentieren sich wo sie können. Menschen, die den Medienzirkus steuern und für sich zu nutzen wissen, wie Lady Gaga oder Paris Hilton, sind in der Lage die Sozialen Medien für sich zu vereinnahmen. Diese bieten dem Leser allerdings nur bedingt einen Mehrwert, da die eigene Vermarktung zumeist das einzige Ziel ist.Der Nerd schreibt über seine Materie in einer Art und Weise, dass der Normalsterbliche an einer Lösung für sein spezifische Problem suchende Mensch, die vorliegende Lösung zumeist nicht als solche erkennen wird. Der Nerd wird auch immer nur in einer Sparte bloggen, denn er schaut nicht über den Tellerrand. Es gibt gottlob Ausnahmen.
Wir könnten hier nun die ganze Bandbreite der menschlichen Naturen durchgehen, kämen irgendwann an das schüchterne Mauerblümchen, das sicherlich nicht die Charakterfestigkeit aufweist, mit kritischen Kommentaren in einem Blog umzugehen, und hätten am Ende ausgearbeitet, dass der Blogger eigentlich ein normaler Mensch mit einer hohen Online-Affinität ist.
Für meinen Teil stelle ich fest, dass ich an diesem „Tagebuch“ festhalten werde, weil ich der Ansicht bin schreiben zu können, weil ich Inhalte mitzuteilen habe, weil ich Ereignisse kommentieren möchte, weil ich Erfahrungen auf Grund von Lebensalter und beruflicher Laufbahn habe, an denen ich Dritte teilhaben lassen möchte.
Ich habe ab und an nicht die Zeit regelmäßig Inhalte zu verbreiten, dennoch stelle ich fest, dass basierend auf den Zahlen der letzten Jahre unser Blog sich für die kargen Verhältnisse positiv entwickelt hat. Die Resonanz einiger Kommentatoren, die Kontakte, die sich auf Basis des Blogs ergeben haben und auch das technische Verständnis rund um das Thema WordPress sind unbezahlbar. Dafür lohnt es sich, ein wenig seiner Freizeit zu opfern und den Anschluss an das „SOCIAL ONLINE MEDIA LIVE“ zu halten.
Darüber hinaus habe ich im ersten Jahr mit diesem Blog soviel über Suchmaschinenoptimierung lernen können, wie es die ganzen Gurus und Pseudo-Experten nicht in Büchern zusammengeschrieben haben. Und auch an anderen Themen der Onlinevermarktung kommt man nicht ohne Weiteres vorbei, wenn man sich mit dem Thema Blog auseinandersetzt. Hierbei sind die Wesensmerkmale durchaus nicht uninteressant und man findet neben viel Scharlatanerie auch wahre Rohdiamanten im Sumpf der Online-Landschaft.
Und am Ende ist doch wunderschön, von einem BVB Fan zu lesen, wie er seine Mannschaft zu Meisterschaft begleitet. Also lieber Jörg es geht weiter denn…
…wir machen weiter – wie bisher!
Finanzkrise nun auch in der Türkei?
Galoppierende Inflation in Klein Istanbul — hat die Finanzkrise nun auch die Türkei erreicht?

Am Dienstag Abend hatte ich auf der Suche nach einem abendlichem Imbiss in einer kulinarisch nicht so dicht besiedelten Umgebung in der schönsten Stadt der Welt — Hamburg — an einem S-Bahnhalt einen bezahlbaren türkischen Imbiss mit angeschlossenem Kiosk gefunden. Der sehr schmackhaft „Döner im Brot“ schlug mit angemessenen 3,50 EUR zu Buche.
Ich habe mich dann entschlossen, auch gleich eine Flasche Mineralwasser zum Ausgleich meines Wasserhaushalts mitzunehmen. Der freundliche Kiosk-Mitarbeiter wies mir dabei dem Weg zum Kühlschrank und ich entschied mich für 1,5 Liter Ja! Natürliches Mineralwasser, welches meines Wissens im örtlichen Rewe-Supermarkt für rund 40 EUR-Cent angeboten wird. Der freundliche anatolische Verkäufer bot mir die Flasche für 1,05 EUR inklusive des Pfands an. Ein geringer Aufschlag, der akzeptabel erscheint.
Zwei Tage später, am heutigen Abend, bin ich nach einer dreistündigen Erkundungstour durch die Speicherstadt und die Hafencity der Hansestadt Hamburg erneut an der zuvor beschriebener S-Bahnhaltestelle ausgestiegen und kam an besagtem Kiosk vorbei. Durstig durch die Wanderung entschied ich mich erneut, eine Flasche “Ja Natürliches Mineralwasser“ in dem türkischen Kiosk einzukaufen.
Durch die vorherige Begebenheit wusste ich, wo ich den Kühlschrank finde und entnahm eine Flasche, um diese an der Theke zu bezahlen. Der gleiche Verkäufer verlangte nun in gebrochenem Deutsch 2,20 EUR. Irritiert hinterfragte ich sein Begehr und erhielt erneut die Ansage, dass die Flasche mit 1,5 Litern Wassers 2,20 EUR inklusive Pfand kosten soll. Auf meinen Einwand, dass vor zwei Tagen die selbe Ware weniger als die Hälfte gekostet hätte, meinte er, dass alles teurer wird, das sei halt die Weltwirtschaft.
Puh — wenn das so weiter geht, kann ich mir in zwei Wochen wahrscheinlich nicht mal mehr ne Tasse Kaffee bei Tchibo leisten. Eins ist damit definitiv bewiesen, die Finanzkrise hat den Bosporus erreicht und schlägt in großen Wellen von Südeuropa nach Norden. Der von Türken geführte Kiosk an einem Bahnhalt macht deutlich, dass die Finanzkrise längst in Deutschland angekommen ist.
google+ ge-facebooked – oder Warum Page den Zuckerberg-Weg geht!
Google unter neuer Führung
Stell dir mal vor DU bis Mitte dreißig und hast ein gutgehendes Unternehmen. Nach kurzer Auszeit entschließt du dich, sogar wieder selbst als Lenker und Denker an Bord zu gehen, um deinen Unternehmenserfolg zu maximieren und damit den Wert zu erhöhen. Deine Aktionäre freuen sich über Share-Holder-Value und du hast ja selbst auch noch ein paar Anteile – also macht dich dein erfolgreiches Handel auch noch reicher.
Gehen wir einen Schritt weiter und schauen uns an was dein Unternehmen produziert. Wie ist die Wertschöpfungskette in deinem Unternehmen aufgebaut? Welche Märkte adressierst du und wo lohnt es sich zu expandieren? Wodurch kannst du deinen Profit maximieren? Dein Unternehmen produziert nichts außer heißer Abluft, die teuer gekühlt werden muss. Dennoch nutzen mehr als 75 % aller Internetnutzer weltweit täglich die von deinem Unternehmen zur Verfügung gestellten Dienste. Die meisten Dienste stellst du deinen Kunden kostenfrei zur Verfügung; das hat dir in der Vergangenheit den hohen Marktanteil beschert. Refinanziert wird das durch ein bisschen Werbung, die du mit deinen Dienste mit auslieferst.
Ganze Generationen von Webseitenentwicklern und sonstigen Onlinegurus beschäftigen sich mit der Optimierung ihre Inhalts, damit dein geheimer Algorithmus ihre Inhalte möglichst gut findet und auf deiner Ergebnisseite weit oben auswirft.
Und irgendwann hat mal einer in deiner Unternehmung ermittelt, dass man mit dem Verkauf von Premiumdiensten noch mehr Geld verdienen könnte. Also hast du nicht nur das ganze Internet kartographiert, sondern hast auch Autos Bilder von Straßen aufnehmen lassen und Satellitenbilder für den Normalsterblichen lesbar gemacht. Mit diesen und vielen anderen Diensten bringst du es auf einen Unternehmenswert von rund 120 Milliarden US-Dollar. Über deine Markenbekanntheit brauchen wir uns an dieser Stelle nicht zu unterhalten.
Du bist Google und heißt Larry Page. Alle Welt kennt dich und viele lieben und verehren dich.
Wer ist denn dieser Facebook?
Und dann kommt da einer um die Ecke der stellt dein Lebenswerk in Frage. Mark Zuckerberg findet deine Suchalgorithmen zwar nicht schlecht, aber mit geschickter Marketingstrategie schafft er es, dass er die Nutzer, die seinen Dienst benutzen, kennt. Die müssen sich registrieren, um ihren Freunden ihre Welt im Internet zu zeigen. Moment, die katalogisieren auch das Internet? Irgendwie schon — allerdings basiert deren Sicht auf die Inhalte des WWW aus der subjektiven Wahrnehmung des Einzelnen und nicht auf dem unternehmenseigenen geheimen Algorithmus eines Großkonzerns.
Spielerisch bring dieser Jungspund die Nutzer auch noch dazu, dass Sie sich gegenseitig einladen und miteinander kommunizieren. Inhalte der Kommunikation ist eine wichtige Komponente der Suchergebnisverbesserung, die du bisher nicht nutzen konntest, weil deine Nutzer meist anonym deinen Dienst genutzt haben. Und dann kommt der Oberhammer.
Goldmann Sachs und andere tolle Investmenthäuser investieren bei der Konkurrenz namens Facebook, und auf einmal ist dein eigenes Vermögen und das deines Mitstreiters Sergey Brin kleiner als das des Herrn Zuckerberg. Denn vorsichtige Analysten (Oxymoron) gehen von einem Unternehmenswert von Facebook vor dem Börsengang zwischen 70 und 100 Milliarden US-Dollar aus.
Marketing ist Alles!
Was also bleibt dir? Fange deine zahllosen User ein und baue eine von vorne herein Sicherheits- und Privatsphären-wahrende Community. Goole Plus ist online nun auch für alle – die 750 Millionen User, die Facebook zur Zeit für sich angibt, toppst du innerhalb kürzerer Zeit. Und außerdem hast du soviel tolle Dienste entwickelt, die man schön in eine solche Community implementieren könnte – das muss doch ein Erfolg werden. Denk nur mal an Google Places und Street View oder dein eigenes Mailsystem mit gmail. Außerdem bietest du deinen zahlenden Kunden ja bereits Telefone an, da brauchst du gar kein App mehr in Auftrag zu geben. Und wie wird der Premiumdienst benannt – google +!
Und wieder einmal hast du es geschafft. Du bist in aller Munde und auf einmal finden alle, dass du doch von jeher immer besser warst und freuen sich, dass du diese Idee hattest und sie so eindrucksvoll umgesetzt hast. Ab heute facebooken, xingen oder linkinen und twittern die angemeldeten Nutzer nicht nur – es wird nun auch gegoogelplust. Und unmittelbar steigt dein Unternehmenswert.
Und nun mal ehrlich…
Alles toll soweit – Googles Aktienwert steigt, weil Google durch Google Plus endlich Nutzerdaten kennt und verwenden darf. Facebook legt wahrscheinlich einen IPO aufs Parkett, der die Internetgemeinde erzittern lässt. Weil Facebook seine Nutzer kennt und liebt. Und das Geld fließt in Strömen im Land von Honig und Zuckerwatte.
Mahnend darf an dieser Stelle erinnert werden, dass 1999 bereits eine Blase aufgebauscht wurde, die dazu führte, dass Milliarden Dollar/EUR/DM zu Grabe getragen wurden. Komischerweise hatten damals wie heute Leute auf Grund von Hoffnungen in Ideen investiert, die selbst bei optimistischster Annahme langfristig nicht in einem tragfähiges Geschäftsmodell münden konnten. Erinnern wir uns doch mal an Herrn Manfred Krug, der zu dieser Zeit Telekom-Aktien empfahl und die zahllosen „Friseusen” damit um ihr Erspartes brachte.
Heute gehen Unternehmen an die Börse, die eben nur von Ihren Nutzern leben. Die Nutzerdaten sind dem Anleger bereits ihre Einlagen wert. LinkedIn, ein ähnliches Portal wie unser deutsches Xing, startete am Börsentag mit einem Kursgewinn von 84 % über dem Ausgabewert. Je gläserner der Konsument wird, umso wichtiger ist es, die Daten des Kunden zu bündeln und auswerten zu können. Wer kann mit wem führt zu einer qualifizierten Aussagen wenn WER und WEM bekannt sind. Und bei Konsumenten noch viel wichtiger –- was kauft wer. Damit kommt der nächste Super-Börsengang auf die Anleger zu: Groupon CityDeal. Die wissen, wonach ihre registrierten Nutzer suchen und was wer wann gekauft hat und sind damit für die Blase der Informationsphantasten eine sichere Beute. (Anmerkung in eigener Sache: Die soeben genannten Unternehmen machten bislang nur operative Verluste.)
Fazit
Google hat die Zeichen der Zeit erkannt und kann neben der schon vorhandenen Monetarisierung seiner Dienst mit Google Plus auf legalisierten Datenfang gehen. Die Shoppingplattform (Einkaufsabwicklung durch Google Merchant) und das Bewegungsprofil (Places und Earth) machen den bisherigen User, der nun im Rahmen von Google Plus eine sichtbare Identität erhält, transparenter als je zuvor. Alle Daten liegen in der Hand von Google, sowohl deine Freundschaften, deine Geschäftsbeziehungen, der Familienstand, dein Einkaufsverhalten und natürlich auch die von dir besuchten Lokationen und dein Zuhause. Und Google weiß auch, welche Webseiten du besuchst und welche du deinen “Kreisen” vorgeschlagen hast. Demnächst wird die Bundesregierung den Zensus wohl bei Google in Auftrag geben.
Onlinevermarktung von Fußballprofis
„Nach der Saison ist vor der Saison“ – in Abwandlung des bekannten Zitates von Sepp Herberger will ich die Gelegenheit nutzen, uns schon mal wieder ein wenig auf die neue Bundesligasaison 2011/2012 einzustimmen. Bei allen Mannschaften der Liga hat der Trainingsauftakt zur neuen Saison schon begonnen und zahlreiche Transfers wurden bereits abgeschlossen. Einige Mannschaften haben einen wahren Aderlass erlitten – siehe Abgänge des Bundesliga-Dinos Hamburger SV; andere Mannschaften haben sich in der gewohnten Art und Weise verstärkt – hier herauszuheben die gleichbleibende scheinbar strukturlose Einkaufspolitik von Felix Magath, nun Alleinherscher in Wolfsburg. Die Planungsphase dauert bis zum 31.08. (Ende des Transfersfensters) an und bis dahin wird sich das Personalkarussell noch kräftig drehen. Und damit zur heutigen Randnotiz:
Owen Hargreaves ist dem deutschen Fußballfan als Spieler des FC Bayern München sicherlich noch ein Begriff. Rund 10 Jahre war der Mittelfeld-Akteur bein den Bayern unter Vertrag bevor er im Juli 2007 auf die Insel wechselte. Dieser Transfer schlug damals hohe Wellen, da angeblich eine Rekordtransfersumme von 25 Millionen EUR von Manchester United für den damals 26-Jährigen bezahlt wurde.
Heute ist Owen Hargreaves 30 Jahre alt und hat in England in den letzten 4 Jahren wenig Einsätze zu verbuchen gehabt und wurde nun bei Manchester United ausgemustert. Durch eine langwierige Knieverletzung, die sich Anfang 2008 verschlimmerte, fiel er insgesamt 21 Monate aus. Wenn man den Berichten Glauben darf, ist er wieder vollständig gesund und fit und fühlt sich zu neuen Aufgaben berufen. Hierzu nutzt er die virale Kraft der Online-Eigenwerbung.
Auf seinem Youtube Channel zeigt er in kurzen Videos aktuelle Trainingsfortschritte und seinen Stand der Fitness. Diese Form der Werbung findet bei seinem ehemaligen Trainer Sven-Göran Eriksson laut Kicker-Bericht großen Anklang.
Ein Spieler seiner Klasse, der einen intensiven medizinischen Check eines Vereins besteht, ist für 90 Prozent der erstklassig spielenden Mannschaften eine deutliche Verstärkung. Daher stelle ich hier mal eine kleine Abstimmung ein. Teilt uns mit wohin Owen Hargreaves wechseln sollte:
Welchen Weg schläg der Fußballprofi Owen Hargreaves ein:
- Er bleibt erstklassig auf der Insel (41%, 58 Votes)
- Er wird in Deutschland erstklassig spielen (34%, 48 Votes)
- Er geht zu einem niederklassigen Verein - egal wo (16%, 23 Votes)
- Er spielt irgendwo in (Rest-)Europa erstklassig (9%, 13 Votes)
Total Voters: 142
Ich bin jetzt ein Teil der längsten Fanbotschaft der Welt
Wenn die FIFA-Frauen Weltmeisterschaft 2011 am 26. Juni in Berlin mit dem Spiel des Gastgebers und Titelverteidigers Deutschland gegen die ambitionierten Fußballerinnen aus Kanada angepfiffen werden wird, werden diesem Ereignis über 70.000 Fußballfans im ausverkauften Olympiastadion beiwohnen. Das ist Europa-Rekord im Frauenfußball.
Einen Rekord ganz anderer Art strebt die Allianz AG, nationaler Förderer der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011, an. Mit dem längsten Fanschal der Welt sollen die Aktionsteilnehmer ihre Verbundenheit mit der Deutschen Nationalelf der Frauen zum Ausdruck bringen. Als Anreiz zum Mitmachen verlost die Allianz unter allen Teilnehmern 50×4 Final-Tickets, zudem erhält jeder elfte Teilnehmer seinen ganz persönlichen Schal als einmaliges Unikat. Begleitet wird die Aktion durch eine Anzeigenkampagne in Adwords, durch Bannerwerbung, wie z.B. auf Bild.de, und durch Aktionsseiten in den sozialen Netzwerken Facebook, StudiVZ und MeinVZ.
Die persönliche Fanbotschaft wird in drei Schritten erstellt. Was mich an dieser Aktion beeindruckt, ist, wie gut die Macher die Facebook-Plattform mit einbezogen haben. Im ersten Schritt hat man die Wahl, seine persönliche Botschaft entweder mit einem Pass- oder Portraitfoto oder mit einem von vier Symbolen zu garnieren. Wer sich für die Option Foto entscheidet, kann nicht nur ein Bild hochladen, sondern hat auch die Möglichkeit ein Foto aus Facebook zu verwenden, wobei man das aktuelle Facebook-Bild oder ein beliebiges Bild aus einem Facebook-Album verwenden kann. Ich habe mein aktuelles Facebook-Profilbild ausgewählt. Dazu musste ich der Applikation lediglich den Zugriff auf mein Facebook-Konto gestatten. Im zweiten Schritt konnte ich anschließend über Schieberegler die Helligkeit und den Bildausschnitt des Fotos anpassen sowie den gewählten Bildausschnitt positionieren. Für den Text stehen einem maximal 60 Zeichen zur Verfügung. Meine Textwahl seht Ihr im folgenden Bild:
Im dritten Schritt sind lediglich noch einige persönliche Daten einzugeben, wobei sich dies angenehmerweise auf Anrede, Vor- und Nachname, E-Mailadresse und Bundesland des Wohnortes beschränkt.
Danach dauert es einige wenige Minuten bis einem die Bestätigungs-Mail in den Posteingang flattert. Über den Link in der E-Mail kann man nun seine persönliche Fan-Botschaft in der Galerie aufrufen.
Wer ganz viel Zeit hat, kann im Live-View online dabei sein, wie die eigene Fanbotschaft von der Strickmaschine ausgegeben wird. Ist eine ganz nette Idee, aber es dürfte schwierig sein, genau den Moment abzupassen, in dem die eigene Botschaft gestrickt wird. Ich möchte auf jeden Fall nicht so lange warten und lieber einmal schauen, was die Allianz für den Fußballfans noch so alles zu bieten hat. Im sogenannten Online-Trainingslager zeigen einige Fußballerinnen Tricks wie den Kreisel oder die Pirouette und vermitteln Grundlagentechnik wie die richtige Ballannahme. Und ein weiteres Gewinnspiel gibt es hier auch, bei dem man unter anderem 33×2 Viertelfinaltickets gewinnen kann. Allerdings muss man sich dafür an einen Newsletter anmelden, also eher nichts für mich.
Ich finde es bemerkenswert, was man heute mit dem entsprechenden Budget unter Einbeziehung der sozialen Netzwerke an Aktionen auf die Beine stelle kann. Wer ebenfalls Teil der längsten Fanbotschaft der Welt werden möchte: Hier geht’s zur längsten Aktionsseite!.
Tolle Tools: WriteMonkey/OmmWriter – es ist ein Schreibprogramm
Es ist ein Schreibprogramm — nicht mehr und nicht weniger. Ein kleiner feiner Texteditor. Es hat keine tollen Ribbon Menüleisten, keine Absatzvor- und rückwärtsformatierung und auch keine Lineale für die unzähligen Einrückungen im Text. WriteMonkey – in der Windowswelt oder OmmWriter – so heißt das gleiche Programm für die Mac Nutzer ist einfach ein einfaches Schreibprogramm.
Oft ist es so, dass man denkt man müsste ja doch mal wieder was schreiben. Erst die Gedanken sortiert, kurz recherchiert, ein wenig den Mitbewerb abgecheckt, das Thema ausgearbeitet und dann zu der Tastatur gegriffen.
Ich schreibe mal schnell was über ein kleines Thema… leichter gesagt als getan, denn kaum suche ich Anregungen für meinen Text lande ich im weltweiten Netz. Und in diesem Spinnennetz — das kennt sicherlich jeder — bleibt man hängen. Hier ein Link der lockt zum Klick, dort ein Video mit einer Botschaft oder einfach nur zum belustigtem Zeitvertreib.
Was bleibt am Ende des Tages? Kein Text, ein leeres Blatt und viel vergeudete Zeit mit mehr oder weniger nützlichen Informationen, die man sich auf der Informationsquelle Nummer 1 angeschaut hat – dem Internet. Der geübte Schreiber wird diese Zeit unter Recherche ausbuchen und die gesammelten Eindrücke und gewonnen Inspirationen schnellstens in lesenswerte Texte umwandeln.
Der Hobbyschreiber oder Freizeitblogger hat im schlimmsten Fall nicht einmal die wichtigen Links archiviert und steht so am Ende wirklich mit Nichts als seiner Idee vom Beginn vor dem leeren Blatt. Dann wird schnell was hingefuddelt, meist per copy and paste unter Umständen auch unter Missachtung der Regel des Anstandes und des Urheberrechts.
Doch jetzt kommt WriteMonkey/OmmWriter ins Spiel. Der Texteditor passt auf einen Stick und benötigt unter Windows gerade mal ein .Net Framework um zu starten. Das dann aber in einer Geschwindigkeit, die selbst mein geliebtes OpenOffice nicht hin bekommt. Und er startet im Vollbildmodus — alle störenden Ablenkungen sind ausgeblendet — nur noch mein Text und ich. Alle Menüs sind mit einem Rechtsklick erreichbar, oder viel sinnvoller, weil schneller, mit Tastaturbefehlen auszuführen. Übersichtlich aufgeräumt und absolut brauchbar bis auf die Rechtschreibprüfung “F7″, die ausbaufähig ist.
Nun wird der ein oder andere sagen, wozu der Aufwand: “Ich schreibe online. Mit Google habe ich sogar meine Rechtschreibprüfung in meinem Browser und WordPress bietet doch einen komfortablen Editor.” Hier will ich gar nicht widersprechen, denn ich arbeite oft genauso. Allerdings bearbeiten sich längere Texte oder Projekte, die über Tage ausgearbeitet werden, über einen lokale Anwendung wesentlich sicherer — was den Datenverlust (durch den bösen BlueScreen oder andere Unwägbarkeiten) angeht — und zielgerichteter — da WriteMonkey/OmmWriter die Ablenkungen reduziert.
Zu Beginn meiner Schreibkarriere habe ich hier bereits über mein Dilemma berichtet – Schreibe ich online oder offline. BlogDesk wird von Johannes Oppermann zwar nicht mehr aktiv gepflegt, allerdings betreut er sein Forum noch aktiv, wie aus diesem Beitrag ersichtlich. Daher ist BlogDesk immer noch meine erste Empfehlung für den Einsteiger ohne verteilte Arbeitsplätze.
Ich selbst schreibe nun vom USB-Stick mit WriteMonkey mit dem großen Vorteil, dass ich meine Texte am Mann habe und in dringenden Fällen schreibe ich Online.
Gefunden habe ich den Hinweis auf WirteMonkey/OmniWriter ürigens bei Elke Fleing, für mich ein sicheres Zeichen, dass auch Frauen vor der Ablenkung nicht gefeit sind — von wegen “Frauen seinen die einzigen multitasking-fähigen Wesen auf Erden”.
LED LENSER PH14 — Lichtleistung leicht gemacht
Heute startet der Verkauf der LED LENSER H14 in Deutschland. Zu diesem besonderen Anlass folgt hier nun ein kleiner Testbericht der Wunderlampe. Die neue Kopflampe LED Lenser H14, eine multifunktionale, aufladbare und Microcontroller-gesteuerte LED-Taschenlampe auch für den Außendienst, hat laut Herstellerangaben folgenden technischen Leistungen zu bieten:
| LED | High End Power LED |
| Gewicht | 348 g |
| Lumen | 210 lm |
| Batterien | 4x AA 1,5V |
| Energietank | 16,8 Wh |
| Leuchtdauer | 13 h |
| Leuchtweite | 210 m |
Besonders gespannt war ich vor dem Test, wie sich das Hightech-Endprodukt aus meiner Heimatstadt Solingen präsentieren wird. Die Kopflampe stammt aus dem Hause Zweibrüder Optoelectronics GmbH & Co.KG, das 1993 von den Zwillinge Rainer und Harald Opolka gegründet wurde.
Lieferumfang:
Nach einer mustergültigen Bestätigung per E-Mail kam einen Tag später ein kleines, sicher verpacktes Päckchen per DHL bei mir an. Inhalt der Verkaufsbox: Die LED Lenser H14-Lampe und ein Batteriepack inkl 4 AA Batterien. Die Lampe ist an einem Kopfband vormontiert und lässt sich leicht in Betrieb nehmen. Ferner liegen dem Paket eine Anleitung (mehrsprachig), ein Verlängerungskabel sowie eine Rohrhaltevorrichtung bei. Das Kopfband ist durch Schlaufen in der Größe individuell verstellbar und passt sich sogar meinem Quadratschädel wunderbar an.
Handhabung:
Die LED Lenser H14 kann nicht nur auf dem Kopf getragen werden. Durch die mitgelieferte Haltevorrichtung lässt sich die Lampe problemlos am Fahrrad festmachen. Auch die Befestigung am Gürtel oder während der Trecking-Tour am Rucksack ist problemlos, da das Batteriepack und die Lampe einfach vom Kopfband gelöst werden können und das mitgelieferte Kabel mit rund einem halben Meter durchaus Spielraum für die Unterbringung von Lampenkopf und Batteriepack bietet.
Damit erfreut die LED Lenser H14 nicht nur die eingefleischten Outdoor-Freaks, sondern kann durchaus der hilfreiche Begleiter auf dem dunklen Nachhauseweg sein. Auch die nächtlichen Gassirunde mit dem Vierbeiner wird durch den Einsatz der LED Lenser H14 sicherer.
Denn eines ist die Lampe auf jeden Fall — hell!
Mit 210 lm (Einheit des Lichtstroms, der durch Lichtstärke mal Raumwinkel ermittelt wird) strahlt die Lampe auch bei nachlassender Batterieleistung dank der Smart Light Technology wie zuvor. Verbunden mit den Vorzügen der vollen Leuchtkraft werden durch diese Technologie auch die verschiedenen Lichtprogramme der LED Lenser H14 gesteuert. Die Schaltfunktion des Ein- und Ausschalters am Batteriepack sorgt bei entsprechend vorsichtiger Benutzung für stufenloses Dimmung oder SOS-Blinken und andere Programme mehr. Der verwendete Mulitfunktionsschalter bedarf aber schon ein wenig Übung — denn “Tasten” ist nicht gleich “tasten” oder “antippen”.
Der Lampenkopf ist aus Metall — keine Angst mit rund 300 Gramm Gesamtgewicht spürt man die Lampe trotzdem nicht auf dem Kopf — und läßt sich im 90 Gradwinkel nach unten verstellen. Hierbei sind fünf Rasten vorgegeben. Der stufenlose Zoom am Lampenkopf lässt sich locker mit einer Hand bedienen. Hier setzt die Firma Zweibrüder Optoelectronics GmbH & Co.KG ganz auf das Advanced Focus System mit dem die Lichtausbeute entweder auf eine große Distanz oder aber auf eine breitgestreute Nahbereichsausleuchtung eingestellt werden kann.
Fazit:
Mit einem Straßenverkaufspreis von 119,00 EUR ist die LED Lenser H14 nicht gerade ein Schnäppchen und eher ungeeignet für den Lesefuchs der unter der Bettdecke schnell noch sein Buch zu Ende lesen möchte. Aber die ausgeklügelte Technik und der hohe Tragekomfort — das Gewicht ist durch das Separieren von Batteriepack und Lampenkopf ideal auf dem Kopf verteilt — macht die Lampe zu einem Reisebegleiter der besonderen Art. Sicherheit in der Dunkelheit ist mit der LED Lenser H14 garantiert und sportive Menschen werden die Lampe wegen ihres Gewichts und der Leuchtkraft lieben. Die angegebene Leuchtdauer von 13 Stunden wurden mit den mitgelieferten Batterien noch nicht erreicht. Ein weiterer Pluspunkt, denn der LED Lenser H14 kann mit haushaltsüblichen AA-Batterien gespeist werden. Wem das zu wenig ist, der sollte sich die Aufladbare Variante der H14 – die H14R anschauen.
Der Ideenreichtum und die Entwicklerfreude, die sich hinter dem LED Lenser H14 verbirgt, erfüllt mich mit Stolz, da sie bekanntlich in Solingen entwickelt wurde.
Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf – Lena das deutsche Fräuleinwunder
Guten Abend Düsseldorf * Guten Abend Deutschland * Hallo Europa — endlich ist es wieder soweit. Der Eurovision Song Contest 2011 beginnt:
Heute Abend verteidigt Lena Meyer Landrut — das deutsche Fräuleinwunder 2011 den Titel des Eurovision Song Contest im eigenen Land. Der Begriff Fräuleinwunder wurde in den 50 er Jahren in den USA geprägt und stand ein Jahrzehnt lang für junge, attraktive, moderne, selbstbewusste und begehrenswerte deutsche Frauen der 50er Jahre. Alle Attribute die Lena in ihrem öffentlichen und medial geprägten Leben auf sich vereinigt.
Vor rund einem Jahr schrieb ich an dieser Stelle, dass der Datenkrake Google den Sieger schon bestimmt hat. Hierzu setzt Google auf die in Europa verherrschende Datenhoheit bei den Suchmaschinenanfragen. Jede Anfrage nach einem Song oder Interpreten des Eurovision Song Contest wird darauf überprüft, aus welchem Land der Fragende kommt. Die Häufigkeit der Fragen summiert Google und interpretiert diese bezogen auf die Anzahl der Gesamtanfragen des jeweiligen Landes. Danach wird die Rangliste mit den GrandPrix Punktewerten (Höchstpunktzahl 12 Punkte) bewertet und so erhält man eine Voraussage, die der Endbewertung des ESC nahe kommt.
Vor einem Jahr lag Lena laufend weit vor den Mitbewerbern und auch heute zeigt die Auswertung, dass der Sieg nach Google bereits an Lena vergeben ist.
43 Nationen, die zum Wettbewerb um die Krone in der europäischen Schlagerwelt antreten, werden in einem erbitterten Song Contest den Titel im Jahr 2011 unter sich ausmachen. Wer in Düsseldorf die Show rockt, wird sich im Laufe der Show zeigen. Die monströse Produktion in Düsseldorf demonstriert die Gastfreundschaft der Deutschen und wir hoffen auf ein riesiges Pubic-Viewing Fest mit Freunden aus ganz Europa. Bei den ganzen Hits des Eurovision Song Contest 2011 ist für die Unterhaltung schon gesorgt.
Da Google den Sieger bereits gekürt hat, laden wir schon jetzt alle Gäste ein wieder im nächsten Jahr mit uns zu feiern. Ob das Fräuleinwunder Lena dann erneut zur Titelverteidigung antritt ist fraglich, allerdings sind auf ihrm aktuellen Album noch einige Hits mit Potential für den nächsten grßen Hit.
Bundesliga-Tippspiel: Meine Tipps für den 34. Spieltag
Hochspannung am letzten Spieltag in der Fußball-Bundesliga: Für 3 Vereine geht es morgen um mehr als um Sieg oder Niederlage. Die geringsten Chancen auf den Klassenverbleib räume ich der Frankfurter Eintracht ein, die beim Deutschen Meister Borussia Dortmund antreten muss. Die sichere Nierlage beim BVB bedeutet den direkten Abstieg. Wer in die Relegation muss wird sich zwischen Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg entscheiden. Ich bin mir sicher, dass die Gladbacher beim HSV den vierten Sieg in Folge holen werden. Magaths Elf wird über ein Unentschieden nicht hinauskommen und darf sich auf die Relegation vorbereiten.
Nachfolgend meine Tipps für den 34. Spieltag:
- Der HSV hat eine verkorkste Saison hinter sich, ist seit 6 Spielen ohne Sieg. Der Tabellensechszehnte aus Mönchengladbach hat eine fantastische Aufholjagd hingelegt und wird sich auch von schlappen Hamburgern nicht aufhalten lassen.
- Bis in die Champions League hat es für Hannover 96 nicht gereicht, aber auch die Qualifikation zur Euro League ist ein Erfolg, mit dem an der Leine niemand gerechnet hat. Diesen Erfolg dürfen die 96-Fans nach dem Sieg gegen Nürnberg richtig feiern.
- Der FC St. Pauli ist am letzten Samstag von den Bayern regelrecht überrollt worden. In Mainz folgt die nächste Pleite. Ich hätte Trainer Stanislawski einen schöneren Abschied gewünscht.
- Erst kommt die Pflichtaufgabe gegen Eintracht Frankfurt, dann dürfen die Dortmunden Spieler ihren Fans die Meisterschale präsentieren. Die Borussen wollen sich sicherlich nicht den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung gefallen lassen und werden die Eintracht daher in die 2. Liga schicken.
- In Bayern hoffen sie auf einen Ausrutscher von Bayer Leverkusen in Freiburg. Vergebens, denn Bayer holt einen weiteren Auswärtssieg und beendet die Saison als bestes Auswärtsteam der Liga.
- Interimstrainer Volker Finke hat mit seinen Kölnern die letzten beiden Spiele gewonnen und so den Klassenerhalt perfekt gemacht; Schalke hat die letzten 5 Pflichtspiele in Folge verloren. Ergo: Sieg für Köln.
- Die Spieler des FC Kaiserslautern werden sich am Betzenberg für den Klassenerhalt feiern lassen. Mit einem Sieg gegen Werder Bremen ist sogar der Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz möglich. Bei Werder ist die Luft raus; Sieg für den FCK.
- Seitdem Andries Jonker die Bayern-Profis trainiert, läuft es rund bei den Bayern, die in den letzten Partien 18 Tore erzielten und den besten Sturm der Liga stellen. Der Übermacht der Bayern, die noch eine Chance auf Tabellenrang 2 haben, wird sich auch der VfB Stuttgart beugen müssen.
- Für die TSG Hoffenheim geht es um nichts mehr; für den VfL Wolfsburg könnte eine Niederlage den direkten Abstieg bedeuten, wobei dafür die Eintracht in Dortmund gewinnen müsste. Beides wird nicht passieren: Wolfsburg erkämpft einen Punkt und muss in die Relegation.
Die Ergebnisprognose:
| Heim | Gast | Tipp |
| Hamburger SV | Bor. Mönchengladbach | 0 : 1 |
| Hannover 96 | 1. FC Nürnberg | 2 : 0 |
| FSV Mainz 05 | FC St. Pauli | 4 : 0 |
| Borussia Dortmund | Eintracht Frankfurt | 2 : 0 |
| SC Freiburg | Bayer 04 Leverkusen | 0 : 2 |
| 1. FC Köln | Schalke 04 | 2 : 0 |
| 1. FC Kaiserslautern | SV Werder Bremen | 2 : 1 |
| FC Bayern München | VfB Stuttgart | 4 : 1 |
| TSG 1899 Hoffenheim | VfL Wolfsburg | 1 : 1 |















