Landtagswahl in NRW: 6.200 Stimmen reichen CDU zur Mehrheit

Die Bürger in Nordrhein-Westfalen haben entschieden. Die schwarz-gelbe Koalition aus CDU und FDP ist abgewählt. Mittlerweile liegt auch das Vorläufige amtliche Endergebnis der Landtagswahl vor.

Trotz dramatischer Verluste konnten die Christdemokraten die meisten Stimmen auf sich vereinen. Wenngleich der Vorsprung im Vergleich zur SPD hauchdünn ausfällt. 2.681.736 abgegebene Stimmen für die CDU gegenüber 2.675.536 Stimmen für die Sozialdemokraten bedeuten einen Vorsprung von gerade einmal 6.200 Stimmen. Vergleicht man diese Zahlen mit den Zahlen der Landtagswahl 2005 wird deutlich, in welchem Maße die „Volksparteien“ an Vertrauen verloren haben. Da büßte die CDU 1.014.770 Stimmen ein, während die SPD immerhin noch 383.452 Stimmen verlor – Wahlsieger sehen anders aus.

Die Wahlbeteiligung betrug 59,3%. Daraus ergibt sich das echte Endergebnis der Wahl:

Das „echte“ Endergebnis der NRW-Landtagswahl 2010

Die Ergebnisse der Landtagswahl auf Focus Online >>>

NRW-Wahl: Lager der Nichtwähler stärker als CDU und SPD

Landtagswahl in NRW: Ein Wahlergebnis wie ein Erdbeben. Klare Schlappe für Schwarz-Gelb in Nordrhein-Westfalen mit noch nicht abzusehenden Auswirkungen für die Bundespolitik. Ob es hingegen am Rhein für Rot-Grün reichen wird, ist zur Zeit (Stand 20 Uhr) noch völlig offen und wird vermutlich den ganzen Abend für Spannung sorgen.

Was mir bei den ganzen Zahlenspielen ein wenig zu kurz kommt, ist die Berücksichtigung des großen Lagers der Nichtwähler. 41% der Wahlberechtigten haben sich entschlossen, keiner der angetretenen Parteien ihre Stimme zu geben. Ich habe das mal kurz umgerechnet. Aus dem aus der Berechnung resultierenden Graphen kann man ablesen, dass das Lager der Nichtwähler in NRW stärker ist als das Lager der Wähler der ehemaligen Volksparteien CDU und SPD zusammen. Ein Ergebnis, dass ich als äußerst beunruhigend empfinde.

Daten basierend auf der Hochrechnung der ARD von 19:55 Uhr:

Das "echte" Ergebnis der NRW-Wahl

Zum NRW-Wahl Spezial der ARD-Tagesschau >>>

Spieltag 34 Bundesliga 2009/2010

Finale – der letzte Spieltag der Saison die Aufregung steigt:

In ganz Deutschland sind heute Fans erwartungsvoll ob des Ausgangs der Bundesligasaison für ihren Verein – in ganz Deutschland nein ein kleiner Kreis nördlich der Alpen rebelliert schon seit Jahren und hat es auch diesmal wieder geschafft vorzeitig die Meisterschale ins eigene Dorf zu holen – Herzlichen Glückwunsch dem Deutschen Meister der Bundesliga Saison 2009/2010. Hier nun die Paarungen des Spieltags:

Heim Gast Anpfiff
Herta BSC Berlin FC Bayern München Samstag
Vfl Wolfsburg Eintracht Frankfurt Samstag
Bor. Mönchengladbach Bayer 04 Leverkusen Samstag
SV Werder Bremen Hamburger SV Samstag
1. FC Nürnberg 1. FC Köln Samstag
1 FSV Mainz Schalke 04 Samstag
TSG 1899 Hoffenheim VfB Stuttgart Samstag
SC Freiburg Borussia Dortmund Samstag
Vfl Bochum Hannover 96 Samstag

Nur unentwegte Optimisten die blind aller Tatsachen sind, werden vielleicht an ein Schalker Märchenwunder glauben. Gleiches gilt für das Wunder für Hamburg und Leverkusen. Also gratulieren wir Bremen zur Teilnahme an der Qualifikation für die Champions League ebenso wie dem VfB Stuttgart zur Teilnahme an der Qualifikation zur UEFA Europa League.

Die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland ist zukünftig nicht mehr in der Ersten deutschen Bundesliga vertreten. Goodby “Alte Dame Hertha” Welcome 1 FC Kaiserslautern. Einzig wichtiges Spiel des letzten Spieltags findet demnach in Bochum statt, wo der Vfl mit neuem Trainer die Hannoveraner empfängt, die durch den 6:1 Kantersieg am letzten Wochenende alles geben werden um in der Liga zu verbleiben. Gleichzeitig kann Nürnberg mit einem Heimsieg gegen Köln zumindest den Einzug in die Relegationsrunde sichern. In diesem Sinne – viel Spaß….

Apple verkauft eine Millionen iPads

Apple hat heute verkündet, dass am letzten Freitag das Millionste iPad verkauft wurde. Innerhalb von vier Wochen konnte dieser Meilenstein erreicht werden. Das iPad wird seit dem 3. April in den USA verkauft, schreibt WinFuture.

Nicht alle sind begeistert – Fundstück “Der iPad Song” bei APTGETUPDATE.DE

httpvh://www.youtube.com/watch?v=vVC5_ubh2SM&feature=player_embedded

Tolle Tools: Synergy+ der Software KVM

Ein KVM-Switch (KVM = Keyboard – Video – Mouse) verbindet mehrere PC/Server/Computer und ermöglicht es so, dass mehrere Computer mit nur einer Maus, einer Tastatur und einem Bildschirm gesteuert werden. In Serverräumen werden somit nicht zahllose Monitore für die in einem Schrank eingebauten zahllosen Server benötigt, sondern nur je ein Monitor, Maus und Keyboard und der entsprechende Umschalter inklusive Verkabelung.

Synergy+ (synergy-plus) ist ein Open Source Projekt, welches es einem User gestattet, mehrere Arbeitsplätze/Computer mit nur einer Maus und Tastatur zu bedienen. Das Anwendungsszenario sieht an einem Heimarbeitsplatz oft wie folgt aus: Der Spielerechner mit großem Monitor und ordentlich Power steht neben dem Firmen-Notebook und daneben steht vielleicht  noch der alte 15 Zoll-TFT, der nur angeschaltet wird wenn der Home-Server unter dem Schreibtisch konfiguriert wird. Mit einem KVM-Switch entfielen nun zwei von drei Ausgabe- und Eingabegeräten. Es bliebe ein Monitor, eine Maus und eine Tastatur, mit denen man alle drei Geräte individuell steuern könnte.

Synergy+ verfolgt einen anderen Ansatz. Hier bleiben die Monitore auf dem Schreibtisch, jedoch wird ein PC auserkoren (zumeist der Rechner der stationär am häufigsten an ist) um als “Server” zu dienen. Nachdem dieser Rechner entsprechend konfiguriert wurde, kann man darüber die Clientrechner per Maus und Tastatur steuern und die Daten der unterschiedlichen Rechner über die Zwischenablage austauschen (per Copy&Paste oder per Drag&Drop). Ein Riesenvorteil, den Synergy+ bietet, denn mit einem Switch ist ein Austausch der am Bildschirm der Rechner angezeigten Daten nicht möglich.

Genug der grauen Theorie. Wie funktioniert das Ganze? Da die Beschreibungen und das Programm leider nur auf englisch erhältlich sind, folgt hier eine kurze Anleitung auf Deutsch zu Synergy+ am Beispiel zweier PCs unter Microsoft Windows XP SP3. Im Anschluss an den Download – auf der Download Seite stehen alle möglichen Pakete für verschiedene Betriebssysteme wie  MacOS, Debian Linux und Microsoft Windows zur Verfügung – installiert man die Anwendung durch [Ausführen] oder doppelten Mausklick. Nach Bestätigung der GNU General Public License ist das Programm binnen Sekunden installiert. Dieser Vorgang ist auf allen anzuschließenden Rechnern zu wiederholen.

Beim ersten Programmaufruf erscheint folgende Maske:

Hier legt man fest, in welchem Modus der Rechner verwendet werden soll. Ist gewünscht, dass ein anderer Rechner die Steuerung für diesen Rechner übernehmen soll, wählt man die Standard-Einstellung Client.
Wenn allerdings die an DIESEM Rechner angeschlossene Maus und Tastatur zur Steuerung aller anderen Rechner genutzt werden soll, so ist der Server-Modus zu wählen. Unter Info findet man auch den dringend für die Konfiguration benötigten Host/Computernamen. Diesen kann man auch über “Start+Systemsteuerung+System+Registerkarte|Computername” oder die Tastenkombination [WINDOWS-LOGO]+[PAUSE] ermitteln.

Synergy plus Info

Im Client-Betrieb ist dieser Computername einzutragen und das Programm mit “Start” auszuführen – erkennbar an dem Systemtray Icon mit querliegendem Blitz. Die Einstellungen für den Serverbetrieb werden unter “Configure” vorgenommen:

Die “Screens” werden in diesem Fenster durch das “+” erfasst. Die “Screens” sollten hierbei die Host-/Computernamen sein.

Synergy plus Screeneinstellung

Weitere Einstellmöglichkeiten sind hier für ambitionierte Anwender gegeben. So können Alias-Namen festgelegt oder Tastenverwendungen umkonfiguriert werden und Bereiche definiert werden, wo kein Übergang zum anderen Bildschirm erfolgen soll (Dead Corners).  Die Übergänge werden im vorherigen Fenster “Screens&Links” unter “Links” eingestellt. Meine Rechner heißen “HP72992595726″ und “arne”. Der HP steht links von arne. Und Arne steht rechts vom HP. In dieser Einstellung geht der Mauszeiger am rechten Rand des HP-Bildschirms auf den Bildschirm des Rechners “arne” über und umgekehrt. Weitere Möglichkeiten, den Bildschirmbereich zu verlassen, sind noch “oben=top” und “unten=bottom”.

Nachdem die Einstellungen an den Clients und dem Server vorgenommen wurden, führt man das Programm mit “Start” aus. Alle eingerichteten Rechner, die sich im gleichen Netz befinden, können ab sofort mit einer Maus und Tastatur gesteuert werden. Hat man nun auf dem Clientrechner einen tollen Text verfasst, lässt sich dieser mit Copy&Paste (Zwischenablage) einfach auf jeden anderen Rechner bringen. Leider können Dateien zurzeit noch nicht per Drag&Drop einfach von einem auf den anderen Rechner verschoben werden.

Synergy+ kann den klassischen KVM-Switch sicherlich nicht ersetzten, da jeder Rechner einen Monitor benötigt. Aber für eine Multi-Monitor- und Multi-Rechner-Umgebung ist dieses Tool einfach Klasse, da es eben auch verschiedenste Betriebssysteme unterstützt. Einen KVM-Switch im Home Bereich können sicherlich Fernwartungstools wie RealVNC oder TeamViewer ersetzten.

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