Bundesliga-Tippspiel: Meine Tipps für den 14. Spieltag

Nach dem 13. Spieltag scheint in der Bundesliga – zumindest auf den ersten beiden Plätzen – die natürliche Ordnung wieder hergestellt zu sein. Die Bayern führen die Tabelle an, dahinter auf Platz 2 der amtierende Meister aus Dortmund: Genau die Reihenfolge, die die meisten Experten für das Ende der Saison vorausgesagt hatten. Am kommenden Samstag kommt es in München zum großen Showdown; vorher gilt die Konzentration jedoch anderen Gegnern, denn es ist wieder einmal Englische Woche in der Liga.

Der BVB erwartet am Dienstagabend den Aufsteiger aus Düsseldorf, der sich durch den 2:0 Erfolg gegen einen schwachen HSV ein wenig von den Abstiegsrängen distanzieren konnte. Vor dem Spiel in Dortmund plagen Fortuna-Coach jedoch Verletzungssorgen. Mit Innenverteidiger Langeneke und Rechtsverteidiger Levels fallen wohl gleich zwei Abwehrsäulen aus. Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams gab es am 20. Dezember letzten Jahres beim Pokaldrama in Düsseldorf, das der BVB mit 5:4 im Elfmeterschießen gewann. So spannend wird es am Dienstag nicht werden. Ich rechne mit einem klaren Sieg der Borussia.

Der deutsche Rekordmeister reist zum Tabellsechsten in den Breisgau, wo die Freiburg-Fans (und nicht nur die) nach dem 3:0-Erfolg gegen den VfB Stuttgart auf einen weiteren Paukenschlag ihrer Mannschaft hoffen. Dass das Team von Trainer Christian Streich keine Angst vor großen Namen hat, bewies die Mannschaft beim Heimspiel gegen den BVB, wo sie den Meister auf schneeglattem Geläuf von einer Verlegenheit in die nächste stürzte. Hätte Schiri Marco Fritz an diesem Tag nicht einen rabenschwarzen Tag erwischt (unter anderem versagte er den Breisgauern einen Handelfmeter), hätte der BVB den Platz vermutlich nicht als Sieger verlassen. Natürlich sind die Bayern Favorit, aber warum sollte den Freiburgern nicht zumindest ein Unentschieden glücken?

Meine Ergebnisprognose für den 14. Spieltag:

Heim Gast mein Tipp Arnes Tipp
Borussia Dortmund Fortuna Düsseldorf 3 : 0  5 : 2
Hannover 96 SpVgg Greuther Fürth 3 : 1  2 : 1
Hamburger SV Schalke 04 0 : 2  2 : 2
Eintracht Frankfurt FSV Mainz 05 2 : 1  2 : 0
Bor. Mönchengladbach VfL Wolfsburg 1 : 2  2 : 1
VfB Stuttgart FC Augsburg 2 : 0  1 : 1
SV Werder Bremen Bayer 04 Leverkusen 2 : 1  2 : 1
SC Freiburg FC Bayern München 2 : 2  3 : 2
1. FC Nürnberg TSG 1899 Hoffenheim 1 : 1  2 : 1

Spieltag 4 Bundesliga 2010/2011

Nach einer kreativen Pause schreibe ich heute den Vorbericht zum vierten Spieltag der Bundesliga-Saison 2010/2011.

Nachdem zahlreiche Vereine unter der Woche Kraft und Selbstvertrauen auf der europäischen Bühne sammeln konnten, beginnt heute Abend wieder der graue Liga-Alltag.
Die Leverkusener lassen es sich vor Heimspielen gerne gut gehen. So konnte ich gestern live beobachten, dass die Mannschaft flux noch auf ein Tässchen Tee in ihr Lieblingshotel gefahren wurde.

Dort wird die Mannschaft auch ihre müden Knochen von den Strapazen der Begegnung in der Europa League ausruhen und sich physisch wie auch mental auf das Spiel am Sonntagabend gegen Nürnberg vorbereiten. Mit einem 4:0 gegen Rosenborg Trondheim im Rücken eine sicherlich machbare Aufgabe.

Heute Abend eröffnen die Frankfurter den Spieltag gegen Freiburg. Laut vorläufiger Tabelle eher ein Spiel des Mittelfelds, wenn nicht die Frankfurter am letzten Spieltag ein historisches Ergebnis in Mönchengladbach eingefahren hätten.

Am Samstag kann dann schon die nächste Serie reißen. Zum Geburtstag des „Kaisers“ Franz Beckenbauer am vergangen Samstag waren die Bayern nicht in der Lage gewesen, den gewohnten Sieg einzufahren. Nun darf man zu Hause zum Beginn der Wiesn (das 200. Oktoberfest in München) gegen Köln endlich mal wieder von drei Punkten träumen, denn sowohl der Wiesn-Start als auch der Gegner und die Tatsache der gewonnen Champions-League-Auftaktpartie sprechen eigentlich allesamt für den FC Bayern München.

Am Samstag können die Spitzenclubs der Liga ihren Vorsprung in der Liga ausbauen. Der Tabellenführer Hoffenheim könnte auf seiner Reise zum Betzenberg den Tabellenvierten mit einem Auswärtssieg auf Distanz halten.

Die Mainzer, die in den vergangen Spieltagen Garanten für kuriose Spielverläufe waren, wie zum Beispiel beim 3:4 in Wolfsburg, reisen ins Weser-Stadion. Die in der Champions-League eher mit durchschnittlich Leistungen spielenden Bremer sind für Thomas Tuchels Truppe sicherlich nur eine Durchgangsstation im Projekt Meisterschaft.

Richtig spannend wird der Sonntag. Im Stadtderby reist der Hamburger SV zum Millerntor und wird vor der dortigen Höllenkulisse beweisen müssen, wer der Herr in der eigenen Stadt ist. Alles andere als ein Sieg wird bei der qualitativ hochwertig besetzten Mannschaft ohne Doppelbelastung des internationalen Geschäftes sicherlich schwer zu erklären sein.

Im zweiten Derby des Spieltages stehen sich, ebenfalls am Sonntag, die Rivalen aus dem Revier, Schalke und Dortmund gegenüber. Hier ist es sicherlich interessant zu beobachten, ob der Fanaufruf der Dortmunder gegen die unfaire Preiserhöhung der Schalker zu einem nicht ausverkauften Stadion führen wird. Wirtschaftlich gesehen, auf Grund der extremen Investitionen des Schalker Alleinverantwortlichen,  wäre dies die erste Niederlage.

Sportlich gesehen wird sich zeigen, ob die königliche Gefolgschaft, die Neuzugänge auf Schalke Klaas Jan Huntelaar, Raul und Christoph Metzelder spielten alle bei Real Madrid, dem selbsternannten Alleinherrscher Felix Magath die Treue schwört. Sollte dem Erzrivale im eigenen Haus ein Sieg gelingen, so wird sicherlich das bislang sehr leidensfähige und friedliche Volk an der Vorformulierung der Absetzung des Alleinherrschers arbeiten.

Muß sich Felix Magath eigentlich selbst entlassen?

Hier nun alle Partien im Überblick:

Heim Gast Anpfiff
Eintracht Frankfurt SC Freiburg Freitag Abend
FC Bayern München 1. FC Köln Samstag
SV Werder Bremen 1 FSV Mainz Samstag
VfB Stuttgart Bor. Mönchengladbach Samstag
Vfl Wolfsburg Hannover 96 Samstag
1. FC Kaiserslautern TSG 1899 Hoffenheim Samstag
FC St. Pauli Hamburger SV Sonntag
Schalke 04 Borussia Dortmund Sonntag Abend
Bayer 04 Leverkusen 1. FC Nürnberg Sonntag Abend

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Dreierpack von Müller beschert den Bayern die Meisterschaft

Der 33. Spieltag der Bundesligasaison 2009/2010 brachte die ersten Entscheidungen. Unsere Glückwünsche gehen zur Säbener Straße an den FC Bayern München zur 22. Deutschen Meisterschaft. Bei den Müller-Festspielen – Jung-Profi Thomas Müller markierte alle 3 Treffer der Bayern – war der VfL Bochum nur staunender Statist, der herrliche Treffer des Bochumers Christian Fuchs kurz vor Spielende lediglich Ergebniskorrektur.

Nach der 0:2 Heimniederlage gegen Werder Bremen bleibt dem FC Schalke 04 „nur“ die Vizemeisterschaft. Wer weiss wie das Spiel gelaufen wäre, hätte der schwache Schiri Knut Kircher den Schalkern nicht in der 42. Minute einen klaren Foulelfmeter verwehrt. Anders als bei den verpassten Meisterschaften zuvor währte die Trauer beim blauweißen Anhang jedoch nur kurz. Mannschaft und Trainer wurden gebührend gefeiert für eine Saison, die so wohl niemand vorhergesagt hätte. Werder Bremen zementierte durch den Erfolg den dritten Platz, der die Qualifikation zur Champions League gewährleistet.

Bayer Leverkusen darf ebenfalls noch von Platz 3 träumen, wenngleich das 1:1 gegen abschlussschwache Berliner die Chancen darauf drastisch vermindert hat. Für die Hertha bedeutet das Unentschieden auf des Gegners Platz den erneuten Abstieg. Die Bürde von nur 6 Punkten aus der Hinrunde war zu groß. Die Schiedsrichter hatten es auch nicht besonders gut mit den Berlinern gemeint und so ist Berlin jetzt die einzige Hauptstadt Europas ohne einen Fußball-Erstligisten.

Nach dem leistungsgerechten Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg ist der Traum von der Champions League-Qualifikation für Borussia Dortmund ausgeträumt. Trotzdem wurden Spieler und Trainer nach Abpfiff minutenlang gefeiert. Die Borussia hat sich für die Europa League qualifiziert und besitzt noch immer die Möglichkeit, die Saison als Tabellenvierter zu beschließen, zudem müssen die ungeliebten Schalker weiter auf den Meistertitel warten – Borussenherz was willst du mehr!

Ganz anders war die Gefühlslage bei den Borussia-Fans aus Gladbach. Zu desolat war die Leistung ihrer Lieblinge bei der 6:1-Klatsche gegen Hannover 96, das durch diesen Sieg seine Position im Abstiegskampf deutlich verbessert hat und jetzt mit breiter Brust zum Abstiegsfinale am letzten Spieltag nach Bochum fahren kann. Und so hatte ein Großteil des Gladbacher Anhangs bereits zur Halbzeitpause genug gesehen und trat vor Anpfiff der zweiten Hälfte die Heimreise an. Verständlich, denn da lag man bereits mit 4:0 hinten.

Bemerkenswertes gibt es aus Hamburg vom HSV zu berichten. Nur 42 Stunden nach dem Ausscheiden gegen Fulham besiegte man erschreckend schwache Nürnberger klar mit 4:0 und darf jetzt sogar wieder ein klein wenig von Europa träumen weil der VfB Stuttgart nicht über ein 2:2 gegen Mainz hinaus kam. Dazu müsste man aber am letzten Spieltag im Nordderby gegen Bremen gewinnen und der VfB gleichzeitig bei den wiedererstarkten Hoffenheimern verlieren – total unmöglich klingt das nicht.

HSV wie ein Absteiger

Wer  als HSV-Fan glaubte, schlimmer als bei der trostlosen Nullnummer gegen Fulham könne es nicht kommen, der musste sich am Sonntag eines Schlechteren belehren lassen. Und so traten viele Hamburg-Anhänger die Heimreise schon nach dem Halbzeitpfiff an, da stand es bereits 3:0 für Hoffenheim. Andere wiederum wollten ihren Profis noch etwas mit auf den Weg geben: Rund 100 Fans blockierten die Abfahrt des HSV-Mannschaftsbus für etwa 30 Minuten und skandierten „Scheiß Millionäre“ und „Labbadia raus!“. Das Spiel endete übrigens 5:1 für Hoffenheim. Heute Vormittag wird sich entscheiden, ob Bruno Labbadia in Fulham noch auf der Trainerbank sitzt oder ob HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann die Reissleine ziehen wird. Ich gehe davon aus, dass sich Hoffmann dem öffentlichen Druck beugen und Bruno Labbadia heute beurlauben wird. Zu Spielbericht und Spielanalyse von Dieter Matz >>>

Zwei Spieltage vor Saisonschluss ist die Liga spannend wie selten zuvor. Nach dem 1:1 der Bayern in Mönchengladbach und Schalkes gleichzeitigem 1:0-Erfolg bei der Hertha aus Berlin sind die beiden Kontrahenten um den Meistertitel nun punktgleich, Bayern Tabellenerster wegen des besseren Torverhältnisses. Dahinter tobt weiter der Kampf um die internationalen Plätze. Bremen, Leverkusen, Dortmund und Stuttgart haben allesamt ihre Spiele gewinnen können. Beim 3:2-Erfolg meiner Borussia in Nürnberg sicherte Lucas Barrios mit einem Dreierpack den Sieg fast im Alleingang. Ärgerlich aus Dortmunder Sicht der späte Siegtreffer der Bremer in Köln, Frings verwandelte einen Handelfmeter zum 1:0 in der Schlussminute.

Im Abstiegskampf war es das wohl für Hertha BSC. Bei 5 Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz gibt es zwar rechnerisch noch eine klitzekleine Möglichkeit, aber wer glaubt wirklich, dass die Herthaner die nächsten beiden Partien für sich entscheiden werden? Brisant ist die Lage weiterhin für Nürnberg, Bochum und Hannover. Lediglich Freiburg hat sich durch den verdienten 1:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg ein wenig Luft verschaffen können. Die Partie zwischen dem VfL Bochum und Hannover 96 am letzten Spieltag könnte zu einem echten Abstiegsfinale werden.

Der 32. Spieltag im Überblick >>>

Nachtrag:
Die Hamburger Morgenpost meldet soeben, dass Trainer Bruno Labbadia vom Vorstand entlassen wurde.

Berlin, Berlin, wir sind in Berlin

Nach kurzer, ereignisloser Fahrt bin ich in Berlin angekommen und habe im Hotel eingecheckt, wo Paule schon auf mich gewartet hat. Es ist brüllend heiss in Berlin – Zeit ein ein Bierchen zu trinken.

Gedächniskirche kurz nach halb drei

Ich frage mich bloß, wo die ganzen Borussen sind. Wir sind wohl die Vorhut. Ein einziger hockte vor der bekannten Sportsbar „Hannes am Zoo“. Ich denke, da werden wir gleich mal vorbeischauen.

Cafe Kranzler im Sonnenschein

Später mehr …