Dear Diary– Warum blogst du?

Basierend auf einer Mail von Jörg Wege, die unsere Aktivität und Qualität in diesem Blog betraf, will ich heute an dieser Stelle kurz über den Sinn und Unsinn des Blogs und des „Blog-Schreibens“ reflektieren. Ausgehend von folgender Fragestellung möchte ich meine Beweggründe darlegen und erläutern warum ich zu der Überzeugung komme, dass auch unser Allgemein-Blog seine Daseinsberechtigung hat:

  • Was macht einen guten Blogger aus? Wie sehen Beiträge von höchster Qualität aus – was macht ein guten Thema in diesem Zusammenhang aus?
  • Sollte ein Blogger eine spezielle Persönlichkeitsstruktur aufweisen? Anders: Muss man positiv bekloppt sein um zu bloggen oder darf nur ein Nerd bloggen?
  • Was unterscheidet demnach ein gutes Blog von anderen und welchen Status hat unser Blog?

Was ist ein Blog?

Ein Blog definiert sich nach Wikipedia wie folgt:

Häufig ist ein Blog „endlos“, d. h. eine lange, abwärts chronologisch sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umgebrochen wird. Der Herausgeber oder Blogger steht… als wesentlicher Autor über dem Inhalt, und häufig sind die Beiträge aus der Ich-Perspektive geschrieben.

Demnach erfüllt unser Blog schon einmal die objektiven Kriterien. Wir schreiben in der Ich-Perspektive, stehen zu unseren Beiträgen und schreiben bisher „endlos“. Pausen im Blog sind aus verschiedenen Gründen normal, es sei denn man hat eine entsprechenden Reputation und kann während der Auszeiten aus Urlaubs-, Krankheits- oder anderer Gründen auf einen Pool der eigenen unveröffentlichten Werke zurückgreifen oder Gastautoren sein Werk weiterführen lassen. Diesen Luxus haben wir noch nicht erreicht.

Häufigkeit der Blog-Beiträge

In der letzten Zeit fällt es mir schwer, mich unbeschwert hinzusetzen und etwas Sinnvolles lesenswert nieder zuschreiben. Zur Zeit liegt es einfach an meiner laufenden Arbeit, die mich so sehr vereinnahmt, dass zuletzt nur wenig Zeit für diese Hobby – und nichts anderes soll es sein – blieb. Um das an dieser Stelle nochmals klar zustellen, dieses Blog wird als Hobby betrieben. Es hat keine missionarische Aufgabe, keinen spezialisierten technischen Ansatz oder dient in erster Linie zum Geldverdienen. Die Auseinandersetzung mit der Materie der Online-Publikationsformen führte dazu, dass WordPress eines Tages auf der Tagesordnung stand. Und ich gebe ehrlich zu, in dieses System habe ich mich verliebt. Und damit war diese Blog geboren mit dem globalen Ansatz, dass Männer hier Themen aus allen sozialen Bereichen für Männer und natürlich auch für Frauen niederschreiben können.

Qualität der Beiträge

Ich denke die Qualität eines Blogs ist weniger mit der Häufigkeit der Veröffentlichung neuer Beiträge zu bemessen, als vielmehr mit der sorgfältigen Auswahl themenrelevanter Inhalte, deren gründlichen Recherche und verständlichen Darstellung. Dies bietet dem Leser den Mehrwert, nach dem er sucht. Denn sind wir mal ehrlich, die meisten Leser kommen nach einer Suchmaschinen Anfrage auf das Blog und finden dort das was Sie lesen wollen. Vielleicht bleiben Sie auch und können künftig als regelmäßige RSS-Feed Leser begrüßt werden, allerdings sicher ist dies nie. Geprägt durch humanistische Bildung und die glückliche Fügung deutsche Muttersprachler zu sein, sollte es Jörg und mir gelingen, die Minimalanforderungen eines geschrieben Beitrags zu erfüllen:

  • Vollständiger und korrekter Satzbau
  • Ein roter Faden in dem Beitrag
  • Verwendung einer „interessanten“ Sprache, die den Leser an den Artikel fesselt

Diese Minimalanforderungen werden in vielen deutschsprachigen Blogs, die ich im Laufe der Zeit beobachtet habe, nicht immer erfüllt. Die verständliche Darstellung wäre also gewährleistet, und themenrelevante Inhalte lassen sich auf Grund des globalen Überbegriffs immer finden. Zur Qualität zählt aber eben auch die Recherche. Anders als im Journalismus, mit dem ich während meiner Schulzeit letztmalig engeren Kontakt hatte, kommt die Recherche beim Bloggen seltener vor. Blogger schreiben eher Kommentare zu Fakten und Ereignissen, von denen sie der Meinung sind, diese beurteilen zu können und die sie mit ihrer Ansicht anreichern wollen. Wenige Blogs basieren auf Themen, die selbst erarbeiten wurden. Mit anderen Worten: Ein gut geschriebener Kommentar mit der Würze der eigenen Ansicht und dem Geschmack der eigenen Fähigkeiten macht heute einen guten Blogbeitrag aus.

Persönlichkeit eines Bloggers

Extrovertierte Menschen tragen ihre Haut zu Markte und präsentieren sich wo sie können. Menschen, die den Medienzirkus steuern und für sich zu nutzen wissen, wie Lady Gaga oder Paris Hilton, sind in der Lage die Sozialen Medien für sich zu vereinnahmen. Diese bieten dem Leser allerdings nur bedingt einen Mehrwert, da die eigene Vermarktung zumeist das einzige Ziel ist.Der Nerd schreibt über seine Materie in einer Art und Weise, dass der Normalsterbliche an einer Lösung für sein spezifische Problem suchende Mensch, die vorliegende Lösung zumeist nicht als solche erkennen wird. Der Nerd wird auch immer nur in einer Sparte bloggen, denn er schaut nicht über den Tellerrand. Es gibt gottlob Ausnahmen.

Wir könnten hier nun die ganze Bandbreite der menschlichen Naturen durchgehen, kämen irgendwann an das schüchterne Mauerblümchen, das sicherlich nicht die Charakterfestigkeit aufweist, mit kritischen Kommentaren in einem Blog umzugehen, und hätten am Ende ausgearbeitet, dass der Blogger eigentlich ein normaler Mensch mit einer hohen Online-Affinität ist.

©BirgitH  / pixelio.de
©BirgitH / pixelio.de

Für meinen Teil stelle ich fest, dass ich an diesem „Tagebuch“ festhalten werde, weil ich der Ansicht bin schreiben zu können, weil ich Inhalte mitzuteilen habe, weil ich Ereignisse kommentieren möchte, weil ich Erfahrungen auf Grund von Lebensalter und beruflicher Laufbahn habe, an denen ich Dritte teilhaben lassen möchte.

Ich habe ab und an nicht die Zeit regelmäßig Inhalte zu verbreiten, dennoch stelle ich fest, dass basierend auf den Zahlen der letzten Jahre unser Blog sich für die kargen Verhältnisse positiv entwickelt hat. Die Resonanz einiger Kommentatoren, die Kontakte, die sich auf Basis des Blogs ergeben haben und auch das technische Verständnis rund um das Thema WordPress sind unbezahlbar. Dafür lohnt es sich, ein wenig seiner Freizeit zu opfern und den Anschluss an das „SOCIAL ONLINE MEDIA LIVE“ zu halten.

Darüber hinaus habe ich im ersten Jahr mit diesem Blog soviel über Suchmaschinenoptimierung lernen können, wie es die ganzen Gurus und Pseudo-Experten nicht in Büchern zusammengeschrieben haben. Und auch an anderen Themen der Onlinevermarktung kommt man nicht ohne Weiteres vorbei, wenn man sich mit dem Thema Blog auseinandersetzt. Hierbei sind die Wesensmerkmale durchaus nicht uninteressant und man findet neben viel Scharlatanerie auch wahre Rohdiamanten im Sumpf der Online-Landschaft.

Und am Ende ist doch wunderschön, von einem BVB Fan zu lesen, wie er seine Mannschaft zu Meisterschaft begleitet. Also lieber Jörg es geht weiter denn…

…wir machen weiter – wie bisher!

Wie schreibt man ein Blog

Seit rund 120 Tages existiert unser kleines Blog und hat mittlerweile 64 Artikel online und weitere 22 Entwürfe oder geplante Artikel in der Pipeline. 28 genehmigte Kommentare und 2.277 Aufrufe bisher sprechen eigentlich eine deutliche Sprache. Allerdings:

Ein Blog zu schreiben ist nicht einfach – und wer das Gegenteil behauptet lügt :-)!

Helden der Bloggerszene, die mit minimalem Aufwand mehr als 30 Artikel im Monat produzieren und das mit nur selbst erklärten 2 Stunden je Artikel, die oftmals mehr als 1.000 Worten enthalten, genießen meine Hochachtung. Peer Wandiger betreibt dabei nicht nur ein Blog und verdient mit anderen Arbeiten wohl auch noch ein Zubrot.  Meinem Enthusiasmus des ersten Monats mit 28 Artikel ist der Notwendigkeit der Aufteilung der Arbeiten gewichen. Leider hat das Blog darunter gelitten. Bedauerlicherweise gehöre ich (noch) nicht zu den  von mir verehrten Bloggern, die basierend auf ihrem Netzwerk jeden Tag auch mehrfach über Dinge berichten können, wie Carsten Knobloch , die auch noch interessant sind. Und auch Carsten geht „nebenbei“ noch einer Beschäftigung nach.

Inhaltliche Präsentation und der Content / Inhalt schlechthin bereiten mir zur Zeit große Probleme. Die zeitliche Umsetzung von tollen Ideen scheitern oftmals bereits an dem Aufwand, der für eine vernünftige Recherche betrieben werden müsste. Inhalte zu kopieren und wiederzugeben ist nicht meine Art, daher ist die Artikelanzahl zur Zeit auch drastisch rückläufig. Fundiert ermittelter Content / Inhalt gepaart mit dem nötigen Wortwitz und in einem anspruchsvollen Schreibstil präsentiert, diesen Werten wollen wir, hier nehme ich meinen Co-Autor mit ins Boot, genügen.

Neben der Belastung durch die Arbeit an den Haupteinkunftsquellen – nein mit diesem Blog wird noch kein Geld verdient um der Frage gleich vorzubeugen – macht mir auch die Organisation des Blogs bzw des Schreibens der Inhalte / Content selbst zu schaffen. Wie organisiere ich die Recherchen für den geplanten Content / Inhalt. Das Blog offline  mit einem Editor zu schreiben, so wollte ich anfänglich vorgehen, hat sich wegen der häufigen Wechsel der Maschinen als unpraktikabel herausgestellt. Hatte ich an der Arbeitsplatzmaschine mit einem Artikel begonnen so konnte ich ihn oft abends am Heim-PC nicht weiterbearbeiten. So wurde brandaktuelle und heiße Inhalt / Content kalt und alt.

Mittlerweile arrangiere ich mich mit dem WordPress Dashboard und organisiere dort nicht nur meine Recherchen sondern auch gleich meine Ideen. Die zeitkritischen Inhalte / Contente werden dabei als geplante Artikel angelegt, die dann auch mahnend auf der Webseite als Vorschau zu finden sind. Leider ist es hier ab und an passiert, dass die ein oder andere Idee (mit Links die ich recherchiert habe, Texte die ich zusammen kopiert habe und auch Bilder) vor der finalen Bearbeitung auf Grund ihres Zeitstempels online ging. In der Zukunft werde ich solche Fehler durch Arbeit an meinem Zeitmanagement vermeiden.

Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr mir euer Vorgehen bei der Artikelanlage und Inhaltsaufbereitung schildert. Wie und wo sammelt ihr Ideen und womit schriebt ihr letztendlich? Lehrjahre sind keine Herrenjahre – eine Weisheit die in meinem Leben mehrfach zutraf und auch bei dem Blogprojekt einen gewissen Wahrheitsgehalt hat.

Aber dennoch kann sich die Statistik durchaus sehen lassen. Einzig die Aufenthaltsdauer die Google Analytics zur Zeit ausgibt, gibt Anlass zur Kritik. Einige Artikel im Mai waren auch Besuchfang ausgerichtet und haben ihren kurzfristig Zweck auch deutlich erfüllt. Ich gehe davon aus, dass diese Artikel mir den verbundenen Besuchermasse den Schnitt der Verweildauer insgesamt stark negativ beeinflusst hat. Im Schnitt blieben die Besucher im vergangen Monat rund 30 Sekunden. Erstaunlich ist hierbei, dass immer Sonntags die Verweildauerzeiten deutlich anstieg und am 13.06.2010 die Besucher sogar über 3 Minuten auf der Webseite waren. Im Juni erreicht dieses Blog trotz hoher Ziele nur eine einstellige Anzahl von Artikeln.

Dies soll die neu gewonnen Leser aber nicht abschrecken, denn es werden noch viele mehr folgen – VERSPROCHEN!

Eurovision 2010 in Oslo – Datenanalyse nach Google Art

Hier stand mal ein iframe mit einem coolen Google App – leider ist das defekt – „http://eurovisiongadget.appspot.com/?lang=de“

Das weltweite Netz ist heute eine schier unerschöpfliche Quelle von nützlichen und weniger brauchbaren und zumeist kostenlosen Informationen. Analysten durchforsten das Netz häufig auf der Suche nach gewinnbringenden Informationen. Kommentare, Foreneinträge und Bewertungen die von Heerscharen Nutzern hinterlassen werden, führen bei richtiger Auswertung zu gewinnbringenden Erkenntnissen über das Konsumverhalten der Verbraucher/Netznutzer.

Trendforscher entwickeln heute basierend auf solchen Datensammlungen Auswertungen die Prognosen über den Ausgang von Wahlen möglich machen (beispielsweise die Präsidentenwahl in USA). Ebenso ist es Verhaltensforschern möglich Datenbankmodelle zum Konsumverhalten von Verbrauchern basierend auf Herkunft, Alter und Ausbildung zu entwerfen, die, ohne aufwendige Offline-Umfragen, rein auf den gewonnen Daten des weltweiten Netzes präzise Aussagen über Konsumverhalten zu lassen. Hierzu werden oftmals ergänzend kleinere Online-Umfragen auch in sozialen Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ durchgeführt.

Die Statistiker unter uns werden nun aufschreien, besonders wenn von Präzision gesprochen wird, denn die Menge der Nutzer/Verbraucher, die der Auswertung zu Grunde liegt, ist anders als bei persönlichen Umfragen beschränkt auf die Bevölkerungsschichten die einen Internetanschluss haben und diesen benutzen. Bei einer Offline-Umfrage werden im Idealfall alle sozialen Schichten einer Bevölkerung aus jeder Altersgruppe im Anteil ihres empirischen Auftretens erfasst.

Die Frage nach dem Adressaten der Studien ist hierbei von besonderer Bedeutung. Ein Hersteller der eine Käuferschicht mit starker Online Affinität ansprechen möchte, wird die Daten aus dem Data Mining des weltweiten Netzes bevorzugen, hingegen sind Wahlprognosen wohl immer noch sicherer durch Umfragen von aktiven Wählern zutreffen.

Und Google? Natürlich ist die Datenkrake besonders durch die Auswertung der Suchanfragen von potentiellen Kunden noch eher in der Lage, deren Wünsche und Tendenzen zu erkennen, als Trendforscher die dazu eine Vielzahl von Beobachtungen an den unterschiedlichsten Webseiten anstellen müssen.

Basierend auf Google-Suchanfragen zeigt das oben angezeigte Gadget die Popularität jedes Teilnehmers des Eurovision Song Contest in Oslo 2010 und berechnet die Punktzahl, die dieser erhalten würde, fände die offizielle Abstimmung heute statt. 50% der Bewertung fließen durch eine professionelle Jury ein, die Google bedauerlicherweise nicht vorhersagen kann.

Subjektiv hoffe ich, dass Lena Meyer-Landrut am Finaltag ihr bestes für Deutschland gibt und einen gute Platzierung mit nach Hause nehmen kann. Finaltag ist Samstag der 29. Mai. Bereits um 18.45 Uhr  startet die ARD mit dem Porträt „Lena – Unser Star in Oslo“. Ab 20.15 Uhr sendet das Erste live von der Reeperbahn. Die Vergabe der deutschen Länderpunkte liegt dieses Jahr in besonderen Händen: Hape Kerkeling wird die acht, zehn und zwölf Punkte von der Reeperbahn aus verkünden.

HSV vor dem Umbruch

Sie hatten sich viel vorgenommen, die Elite-Kicker des Hamburger SV. Aber es ist nicht so einfach den Schalter einfach umzulegen, nachdem man die vergangenen Wochen ständig weit unter seinen Möglichkeiten gespielt hat, mit dem unrühmlichen „Höhepunkt“ in Hoffenheim. So ist der Traum vom Finale im eigenen Stadion geplatzt. Und das ist vielleicht ganz gut so, denn ein Weiterkommen hätte zu Vieles von dem übertüncht, was in den letzten Jahren beim HSV schief gelaufen ist.

Sieben Jahre nachdem Bernd Hoffmann als Vorstandschef beim HSV das Ruder übernommen hat, präsentiert sich der HSV als Scherbenhaufen. Der Lizenzspielerkader ist eine Ansammlung von Ich-AGs aber keine Mannschaft. Sechs Trainer in sieben Jahren, die unendliche Suche nach dem Sportdirektor, beim HSV läuft vieles falsch.

Der teure Kader besitzt internationalen Anspruch (wie weit Anspruch und Wirklichkeit auseinander liegen hat man gesehen). Da aber der HSV die letzte Möglichkeit verpasst hat, sich für einen europäischen Wettbewerb zu qualifizieren, wird die Mannschaft in der nächsten Saison ein völlig anderes Gesicht erhalten müssen. Satte Profis müssen aussortiert, neue junge hungrige Spieler verpflichtet werden. Dazu muss ein Trainer an die Alster geholt werden, der ausreichend Zeit erhält, eine neue Mannschaft zu formen. In dieser schwierigen Lage wäre es von Vorteil, einen erfahrenen Sportdirektor zu besitzen.

„Hoffmann raus“ skandierte der enttäuschte Anhang nach Spielende in London. Vielleicht keine schlechte Empfehlung.

Finale? Das hätte diese „Mannschaft“ nicht verdient >>>