Kostenlose Kinofilme – Teil 2

Nachdem ich vergangene Woche über das Angebot von Bild Kino berichtet hatte, heute also Teil 2 meiner kleinen Reihe „Kostenlose Kinofilme“.

Die Video-Community MyVideo bietet zur Zeit 207 Kinofilme zur Auswahl an. Die meisten der Filme sind jedoch B-Movies, die es in Deutschland nie auf die Leinwand gebracht haben. Aber natürlich lassen sich auch Perlen finden, wie zum Beispiel Der gezähmte Widerspenstige, eine italienische Komödie aus dem Jahre 1980 mit Adriano Celentano und der zuckersüßen Ornela Muti – ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber ich mag den Film.

Kinofilme auf MyVideo.de
MyVideo.de bietet über 200 Kinofilme zur Auswahl

Um Filme betrachten zu können, die von der FSK erst ab 16 Jahren freigegeben wurden, ist es erforderlich, sich bei der Community anzumelden. Die Anmeldung hat zudem den Vorteil, dass man während aller Filme deutlich weniger Werbeeinblendungen angezeigt bekommt.

Die Bildqualität ist akzeptabel und lässt die Ansicht im Vollbildmodus zu. Der Filmton ist vergleichsweise leise, erst recht im Vergleich zur Lautstärke der Werbeeinblendungen, die gefühlt doppelt so laut sind. Wer sich nicht an die Community angemeldet hat, wird alle 10 Minuten mit Werbung traktiert – wirklich nur etwas für Hartgesottene.

Mein Fazit: MyVideo.de bietet über 200 Videos zur Auswahl, die nach Genres sortiert angeboten werden. Hier sollte jeder Filme finden, die er noch nie gesehen hat. Anmelden ist allerdings Pflicht, ansonsten wird der Filmgenuss zu häufig durch Werbung unterbrochen.

Kostenlose Kinofilme – Teil 1

Wenn in früheren Jahren nichts in der Flimmerkiste kam, ist man schnell zur nächsten Videothek gefahren und hat sich ein oder zwei Videos ausgeliehen. Heute gibt es zwar so viele TV-Sender wie nie zuvor, trotzdem kann es passieren, dass man bei dem schier unübersehbaren Angebot nichts Passendes findet.

Zur Videothek fahren wir heutzutage allerdings nur noch selten, das Zauberwort heisst „Video an demand“. Neben einer Reihe kostenpflichtiger Angebote gibt es auch einige kostenfreie Angebote, die ich Euch in einer kleinen Serie einmal vorstellen möchte. Bei der Bildqualität muss man in der Regel Abstriche machen, dafür lassen sich häufig echte Perlen der Filmkunst finden.

Bild Kino bietet eine Auswahl von rund 60 Kinofilmen. Klar, dass darunter nicht nur Blockbuster zu finden sind. Noch einmal ansehen werde ich mir aber sicherlich bald Simpatico, einen Spielfilm von 1999 um Sex, Geld und Verrat mit Sharon Stone, Nick Nolte und Jeff Bridges in den Hauptrollen. Sehenswert ist auch eine Kollektion von 11 Schimanski-Filmen aus der Zeit von 1996 bis 2004 – ein Muss für Schimanski-Fans.

Bild Kino - jederzeit kostenlos Kinofilme sehen
Bild Kino bietet 11 Schimanski-Filme zur Auswahl

Die Bildqualität ist – bei einem gewissen Abstand zum Bildschirm – akzeptabel und das Bild.de-Logo am oberen rechten Rand nimmt man schon nach kurzer Zeit nicht mehr wahr. Kostenlose Angebote finanzieren sich in der Regel durch Werbung. Löblich ist, dass Bild Kino lediglich einen Trailer vor dem Filmstart und eine 20-sekündige Werbeeinblendung während des Films einblendet.

Mein Fazit: Bild Kino ist nicht nur für Schimanski-Fans mehr als einen Besuch wert.

Tolle Tools: Synergy+ der Software KVM

Ein KVM-Switch (KVM = Keyboard – Video – Mouse) verbindet mehrere PC/Server/Computer und ermöglicht es so, dass mehrere Computer mit nur einer Maus, einer Tastatur und einem Bildschirm gesteuert werden. In Serverräumen werden somit nicht zahllose Monitore für die in einem Schrank eingebauten zahllosen Server benötigt, sondern nur je ein Monitor, Maus und Keyboard und der entsprechende Umschalter inklusive Verkabelung.

Synergy+ (synergy-plus) ist ein Open Source Projekt, welches es einem User gestattet, mehrere Arbeitsplätze/Computer mit nur einer Maus und Tastatur zu bedienen. Das Anwendungsszenario sieht an einem Heimarbeitsplatz oft wie folgt aus: Der Spielerechner mit großem Monitor und ordentlich Power steht neben dem Firmen-Notebook und daneben steht vielleicht  noch der alte 15 Zoll-TFT, der nur angeschaltet wird wenn der Home-Server unter dem Schreibtisch konfiguriert wird. Mit einem KVM-Switch entfielen nun zwei von drei Ausgabe- und Eingabegeräten. Es bliebe ein Monitor, eine Maus und eine Tastatur, mit denen man alle drei Geräte individuell steuern könnte.

Synergy+ verfolgt einen anderen Ansatz. Hier bleiben die Monitore auf dem Schreibtisch, jedoch wird ein PC auserkoren (zumeist der Rechner der stationär am häufigsten an ist) um als „Server“ zu dienen. Nachdem dieser Rechner entsprechend konfiguriert wurde, kann man darüber die Clientrechner per Maus und Tastatur steuern und die Daten der unterschiedlichen Rechner über die Zwischenablage austauschen (per Copy&Paste oder per Drag&Drop). Ein Riesenvorteil, den Synergy+ bietet, denn mit einem Switch ist ein Austausch der am Bildschirm der Rechner angezeigten Daten nicht möglich.

Genug der grauen Theorie. Wie funktioniert das Ganze? Da die Beschreibungen und das Programm leider nur auf englisch erhältlich sind, folgt hier eine kurze Anleitung auf Deutsch zu Synergy+ am Beispiel zweier PCs unter Microsoft Windows XP SP3. Im Anschluss an den Download – auf der Download Seite stehen alle möglichen Pakete für verschiedene Betriebssysteme wie  MacOS, Debian Linux und Microsoft Windows zur Verfügung – installiert man die Anwendung durch [Ausführen] oder doppelten Mausklick. Nach Bestätigung der GNU General Public License ist das Programm binnen Sekunden installiert. Dieser Vorgang ist auf allen anzuschließenden Rechnern zu wiederholen.

Beim ersten Programmaufruf erscheint folgende Maske:

Hier legt man fest, in welchem Modus der Rechner verwendet werden soll. Ist gewünscht, dass ein anderer Rechner die Steuerung für diesen Rechner übernehmen soll, wählt man die Standard-Einstellung Client.
Wenn allerdings die an DIESEM Rechner angeschlossene Maus und Tastatur zur Steuerung aller anderen Rechner genutzt werden soll, so ist der Server-Modus zu wählen. Unter Info findet man auch den dringend für die Konfiguration benötigten Host/Computernamen. Diesen kann man auch über „Start+Systemsteuerung+System+Registerkarte|Computername“ oder die Tastenkombination [WINDOWS-LOGO]+[PAUSE] ermitteln.

Synergy plus Info

Im Client-Betrieb ist dieser Computername einzutragen und das Programm mit „Start“ auszuführen – erkennbar an dem Systemtray Icon mit querliegendem Blitz. Die Einstellungen für den Serverbetrieb werden unter „Configure“ vorgenommen:

Die „Screens“ werden in diesem Fenster durch das „+“ erfasst. Die „Screens“ sollten hierbei die Host-/Computernamen sein.

Synergy plus Screeneinstellung

Weitere Einstellmöglichkeiten sind hier für ambitionierte Anwender gegeben. So können Alias-Namen festgelegt oder Tastenverwendungen umkonfiguriert werden und Bereiche definiert werden, wo kein Übergang zum anderen Bildschirm erfolgen soll (Dead Corners).  Die Übergänge werden im vorherigen Fenster „Screens&Links“ unter „Links“ eingestellt. Meine Rechner heißen „HP72992595726“ und „arne“. Der HP steht links von arne. Und Arne steht rechts vom HP. In dieser Einstellung geht der Mauszeiger am rechten Rand des HP-Bildschirms auf den Bildschirm des Rechners „arne“ über und umgekehrt. Weitere Möglichkeiten, den Bildschirmbereich zu verlassen, sind noch „oben=top“ und „unten=bottom“.

Nachdem die Einstellungen an den Clients und dem Server vorgenommen wurden, führt man das Programm mit „Start“ aus. Alle eingerichteten Rechner, die sich im gleichen Netz befinden, können ab sofort mit einer Maus und Tastatur gesteuert werden. Hat man nun auf dem Clientrechner einen tollen Text verfasst, lässt sich dieser mit Copy&Paste (Zwischenablage) einfach auf jeden anderen Rechner bringen. Leider können Dateien zurzeit noch nicht per Drag&Drop einfach von einem auf den anderen Rechner verschoben werden.

Synergy+ kann den klassischen KVM-Switch sicherlich nicht ersetzten, da jeder Rechner einen Monitor benötigt. Aber für eine Multi-Monitor- und Multi-Rechner-Umgebung ist dieses Tool einfach Klasse, da es eben auch verschiedenste Betriebssysteme unterstützt. Einen KVM-Switch im Home Bereich können sicherlich Fernwartungstools wie RealVNC oder TeamViewer ersetzten.

Erfahrungsbericht Teil 3: Silex SX-1000U

Silex verspricht, mit dem USB Device Server SX-1000U USB-Geräte netzwerkfähig zu machen. Dass dies prinzipiell gut funktioniert habe ich in Teil 2 meines Erfahrungsberichts beschrieben, während ich im 1. Teil das Gerät grundsätzlich vorgestellt haben. Heute wollen wir mal schauen, wie sich das Gerät in der Praxis schlägt, wenn mehrere Anwender auf die angeschlossenen USB-Geräte zugreifen möchten und wie es insbesonders um die Eignung des Silex SX-1000U als Printserver bestellt ist.

Um die Funktionalitäten des USB Device Servers auf allen Rechnern im Netz nutzen zu können, ist auf jedem PC die Anwendungssoftware SX Virtual Link zu installieren. Sowohl unter Windows Vista als auch unter Windows 7 ist dies mit wenigen Mausklicks erledigt. Auf der CD befindet sich auch eine Version für Mac OS X, die ich allerdings – mangels Mac- nicht testen konnte.

verbindung anfordern
Der Drucker und der Datenlogger werden von anderen Anwendern verwendet

Nachdem SX Virtual Link gestartet wurde, kann ich alle USB-Geräte sehen, die am Silex SX-1000U angeschlossen sind. Sind die Geräte frei, kann ich die Kontrolle darüber mit einem einfachen Doppelklick der linken Maustaste übernehmen. Nun kann es natürlich vorkommen, dass ein Gerät gerade durch einen anderen Anwender in Benutzung ist. In diesem Fall ist kein direkter Zugriff möglich. Wie im obigen Bild dargestellt kann die Freigabe jedoch mit einem Klick der rechten Maustaste bei dem Benutzer, der das Gerät zur Zeit verwendet, angefordert werden.

anfrage
Anfrage zur Freigabe eines USB-Gerätes

Bei dem Angefragten geht darauf hin ein Popup-Fenster auf und er kann entscheiden, ob er das USB-Gerät freigeben möchte. Gibt er das Gerät frei, steht es dem Anfrager unmittelbar zur Verfügung.

Für einen eiligen Druckjob ist diese Vorgehensweise vielleicht doch ein wenig zu kompliziert, deshalb kann der USB Device Server auch einen Printserver simulieren. Dazu ist an jedem einzelnen Client jedoch ein wenig Konfigurationsarbeit notwendig. Jedoch reichen auch hier wieder schon wenige Mausklicks aus, um den Drucker so einzurichten, dass eine Verbindung zum Drucker über „Auto Connect“ nur dann hergestellt wird, wenn ein Druckauftrag vorliegt. In der Praxis funktioniert das tadellos.

Bliebe noch zu erwähnen, dass man das Silex SX-1000U über die Geräte-IP auch über eine Webschnittstelle oder via Telnet administrieren kann.

Kommen wir zu einer abschließenden Beurteilung:
Ich spreche dem Gerät eine Empfehlung aus. Das Silex SX-1000U ist hervorragend geeignet, um USB-Geräte im Netzwerk verfügbar zu machen. Ausnahmen sind Massenspeichergeräte oder andere Geräte, die einen hohen Datendurchsatz erfordern. Dank deutsprachiger Software ist die Inbetriebnahme und die Anwendung auch durch Personen mit geringer PC-Erfahrung möglich. Leider verfügt das Gerät über keinen An-/Ausschalter. Bei einem Stromverbrauch von 5 Watt fallen für den Betrieb etwa 8 Euro Stromkosten im Jahr an. Die günstigsten Anbieter habe ich bei Amazon gefunden, was nicht ausschließt, dass es günstigere Anbieter gibt.