Diese Liga ist der Wahnsinn!

Kaum ein Spieltag ohne Überraschungen, viele torreiche Begegnungen und eine Tabellenkonstellation, die so niemand zu Saisonbeginn vorhergesagt hätte: Die Bundesliga ist attraktiv wie nie zuvor.

Wer hätte das gedacht? Am vierten Spieltag ist der FSV Mainz nach vier Siegen – zum ersten mal in seiner Vereinsgeschichte – Bundesligaspitzenreiter. Die Mainzer liegen dabei sieben Punkte vor Rekordmeister Bayern. Da wird Bayern-Präsident Uli Hoeness wohl zu dem viel zitierten Fernglas greifen müssen, um die Mainzer an der Tabellenspitze zu erspähen. Die Mainzer sind nun saisonübergreifend neun Spiele ungeschlagen. Der 2:0 Auswärtserfolg bei allerdings schwachen Bremern entspricht voll den gezeigten Leistungen und der staunende Fußballfan fragt sich, wo das noch hinführen soll.

Den Spieltag eröffnete am Freitagabend das Duell zwischen der Frankfurter Eintracht und dem SC Freiburg. Nachdem die Eintracht die Woche zuvor 4:0 bei Mönchengladbach gewonnen hatte, war für die meisten Eintracht-Fans der Sieg nur eine Frage der Höhe. Es sollte anders kommen. Frankfurt insgesamt schwach. Die wenigen hochkarätigen Torchancen vereitelte allesamt SC-Keeper Oliver Baumann (20), der den verletzen Stammtorwart Pouplin glänzend vertrat. Als alles nach einem torlosen Unentschieden aussah, ein Konter der Freiburger in der 89. Minute. Den Siegtreffer erzielte Rosenthal auf Zuspiel von Nicu. Das Tor hätte indes nicht zählen dürfen, denn ihm ging ein klar sichtbares Abseits voraus. Dem Aufsteiger aus Freiburg wird´s egal sein: drei Siege in Folge bedeuten den besten Saisonstart aller Zeiten.

Der 1. FC Köln ermauert sich, wie im Vorjahr, ein 0:0 beim Deutschen Meister. Der FC Bayern mit einem Fehlstart: Das erste Spiel mit Glück gewonnen, jetzt zwei Nullnummern in der heimischen Allianz-Arena und davor die 2:0 Pleite auf dem Betze. Nach drei Heim- und einem Auswärtsspiel stehen gerade einmal 5 Punkte zu Buche. Auf Trainer Louis van Gaal kommt noch viel Arbeit zu.

Im Niedersachsenderby zwischen dem VfL Wolfsburg und dem Gast aus Hannover gewann die Heimmannschaft die ersten drei Punkte, der Sieg allerdings glücklich. Diego in der 55. Minute bärenstark, sein artistischer Fallrückzieher zum 1:0 der Schlüssel zum Sieg der Wolfsburger gegen gleichwertige Hannoveraner. In der 79. Minute ist das Spiel für Diogo beendet. Hannovers Djakpa tritt den kleinen Brasilianer mit gestrecktem Bein in die Rippen. Ein brutales Foul, dass Schiri Wolfgang Stark allerdings ungeahndet lässt. Diego erleidet einen Bluterguss, wird voraussichtlich aber am Mittwoch im Punktspiel beim HSV zum Einsatz kommen können.

Den absoluten Gau konnte auch der VfB Stuttgart verhindern, der mit einem 7:0 gegen erschreckend schwache Mönchengladbacher die ersten Punkte einfuhr. Der VFB, der seinen stärksten Spieler in Pavel Pogrepnyak hatte, dem ein Dreierpack gelang, beherrschte den Gegener nach Belieben. Glück für die Gladbacher, dass es nach der ersten Hälfte nur 2:0 stand. Die Borussen haben in vier Spielen bereits 15 Gegentreffer kassiert, der 6:3 Erfolg bei Bayer Leverkusen, der die Fans von besseren Zeiten träumen ließ, nicht mehr als eine Randnotiz.

Auf dem Betzenberg trennten sich der 1. FC Kaiserslautern und die TSG Hoffenheim leistungsgerecht 2:2. Spieler des Tages auf Seiten der Lauterer der Österreicher Erwin „Jimmy“ Hoffer, dem mit seinem Doppelpack die ersten zwei Bundesligatreffer gelangen. Ein glückliches Händchen bewies Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick. Er wechselte in der 77. Minute den Freistoßspezialisten Gylfi Sigurdsson ein, der den anstehenden Freistoß mit seinem ersten Ballkontakt prompt zum 2:2 verwandelte.

Ich bin gespannt, was die noch ausstehenden drei Spiele zu bieten haben und tippe auf den Derbysieg meines BVB auf Schalke.

Jörg

schreibt seit 2009 unregelmäßig an diesem Blog unter anderem über die Themen Fußball (BVB), Technik und Software. Unter anderem auch unterwegs Google+, Facebook und XING

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