Buchbesprechung — Steve Jobs. Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers

Warum Hörbücher?

Hörbücher werden immer mehr zum festen Bestandteil meiner medialen Wahrnehmung

Da ich seit geraumer Zeit schon begeisterter Nutzer von Apple Devices im Bereich Mobil-Computing bin, ist es nicht erstaunlich, dass sich ab und an auch ein Hörbuch in meine Bibliothek verirrt. Und das mit zunehmender Regelmäßigkeit, denn es gibt für mich nichts angenehmer als während einer mechanischen – oft eintönigen – Beschäftigung wie Autofahren, Joggen und stereotypen wenig Aufmerksamkeit fordernden Prozesse im Berufsalltag ein Hörbuch zu hören/lesen.

Ein Hörbuch kann man fast immer und überall nebenbei hören – ein großer Vorteil.

Bislang beschränkten sich meine Erfahrungen auf Romane, die durch gute Sprecher deutlich an Qualität gewannen. So hörte ich erst kürzlich mit großem Genuss „Schneller als der Tod“  von Josh Bazell gelesen von Christoph Maria Herbst (besser bekannt als Stromberg). Dieser eher durchschnittliche Krimi wurde durch die Lesart von Christoph-Maria Herbst zu einem Hörgenuss.

Die Hörbuch-Ausgabe der offiziellen Jobs-Biografie

Nach einigen Unterhaltungs-Hörbücher habe ich mir nun die Hörbuch-Ausgabe der offiziellen Jobs-Biografie zugelegt. Diese wird gelesen von Frank Arnold, einem Schauspieler und Rundfunksprecher. Auch hier trägt die angenehme Lesart, das Tempo und die Artikulation dazu bei, dass keine der mehr als 26 Stunden der ungekürzten Biografie langweilig werden.

Steve Jobs. Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers

Steve Jobs

Kurz vor weggeschickt: Ich bin kein Apple-Jünger. Dennoch fasziniert mich die Person Steve Jobs durch sein Lebenswerk. Seine Leistungen bei und mit Apple muss man neidlos anerkennen und als Arbeiter in der Branche der Informations-Technologie sollte man hierzu auch die Hintergründe kennen. Die Kapitel zu seinen Zeiten bei NeXT und Pixar sind voller Informationen, die Stve Jobs von einer mir bis dato unbekannten Seite gezeigt haben.

Sein Wirken bei Apple wird interessant und spannend dargelegt. Umso trauriger sind am Ende die Ausführung zu seiner Krankheit.

Der Visionär wirkt sympathisch und „menschlich“. Er konnte sein Team auf legendäre Art und Weise motivieren  und durch einen autoritären Führungsstil zu Höchstleistungen antreiben. Dennoch berichtet der Autor auch von Phasen der Depression bei Steve Jobs, in denen dieser unfreundlich und übel launig mit seiner Umwelt interagierte. Der Pionier der Branche wird keineswegs glorifiziert oder heroisch dargestellt.

Die erhellende, schonungslose Art von Autor Walter Isaacson fasziniert bis zum Ende. Es entsteht der Eindruck eine realistische Darstellung des Lebens von Steve Jobs gehört zu haben.

Denkt man am Ende des Hörbuchs an die Visionen von Steve Jobs, so darf die Frage erlaubt sein, was ein Mann mit seinem Gespür für technische Innovation der Zukunft der Menschheit noch beschert hatte, wenn er nicht so früh gestorben wäre.

Das ungekürzte Hörbuch ist ein Highlight und bringt nicht nur Apple-Jüngern einen großen Mann unserer Epoche näher.

Es wird ein ehrliches, offenes und nicht nur vorteilhaftes Portrait von Steve Jobs gezeichnet, der sich als Mensch mit viel Licht, aber auch einigem Schatten präsentiert.

Arne

schreibt seit 2009 unregelmäßig an diesem Blog unter anderem über die Themen Fußball (HSV), Technik und Software. Unter anderem auch unterwegs Twitter, Google+, Facebook und XING

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