Ein (fast) perfekter Rückrundenauftakt

Der Auftakt der Rückrunde hätte für mich als Anhänger der Dortmunder Borussia kaum besser laufen können. In der BayArena ließ sich der BVB durch Verbalattacken aus Leverkusen und München nicht irritieren und schenkte der Werkself innerhalb von 6 Minuten drei Treffer ein (Großkreutz 49./53., Götze 55.). Die Begeisterung der mitgereisten rund 10.000 Dortmunder Fans kannte keine Grenzen mehr – und Arne und ich mittendrin! Zum Ende der Partie ließen die Dortmunder ein wenig die Zügel schleifen und so gelang Leverkusen noch der Anschlusstreffer durch Kießling in der 80. Spielminute, mehr allerdings nicht. Einziger Wermutstropfen die Verletzung von Sven Bender, der in der ersten Hälfte ein Knacken im Knie gehört hatte und in der Halbzeitpause mit geschwollenem Knie ausgewechselt werden musste. Die Diagnose steht aus.

Nach diesem Big Point konnten die Samstagspiele ruhig kommen. Und wie sie kamen! Nach dem frühen, kuriosen Führungstreffer durch Müller (7.) hatten die Bayern mehrfach die Gelegenheit, ihre Führung in Wolfsburg auszubauen. Die größte Chance bot sich Lahm in der 21. Minute, doch er setzte seinen Elfmeterschuss an den Pfosten. Die Schlussphase der ersten Hälfte sollte den Wolfsburgern gehören. In der 42. Minute verweigerte Schiri Gräfe erst einem Freistoßtreffer von Diego wegen angeblichen Abseits die Anerkennung, in der Nachspielzeit zeigte er erneut auf den ominösen Punkt. Den Schuss von Grafite lenkte Torwartdebutant Kraft ans die Latte. Die zweite Hälfte sah zunächst feldüberlegene Bayern, die jedoch spätestens nach 60 Minuten das Spiel aus der Hand gaben. Folgerichtig der Ausgleichstreffer durch Riether auf Flanke von Schäfer, nachdem Schweinsteiger schwer gepatzt hatte. Aufholjagd beendet: 16 Punkte Abstand auf den BVB.

Der Tabellenzweite aus Mainz vermochte in Stuttgart nicht, seine Überlegenheit in Treffer umzumünzen. Dem VfB reichte ein Tor durch den eingewechselten Harnik (79.) zum schmeichelhaften Sieg.

Nicht wichtig für den Titelkampf, aber immer wieder gerne gesehen, eine Niederlage der Schalker. Die erst Tags zuvor aus dem Trainingslager zurückgekehrte Magath-Elf erwartete einen ersatzgeschwächten HSV. Zwar erzielte van Nistelrooy den Führungstreffer für den HSV mithilfe des Oberarms (53.), der Sieg war für die Hanseaten dennoch verdient. Durch den Erfolg auf Schalke klettert der HSV auf Tabellenplatz 7 und hat mit nur 3 Punkten Abstand die Bayern in Sichtweite – das wird nicht nur den Arne freuen. Schalke hingegen muss aufpassen, nicht tiefer abzurutschen; in Hannover wird es am nächsten Spieltag nicht leicht werden.

Denn Hannover 96 ist die eigentliche Überraschung dieser Saison. Am Sonntag bot sich der Slomka-Elf die historische Möglichkeit, auf den zweiten Tabellenplatz zu klettern. Diese Chance nutzen sie eindrucksvoll mit einem 3:0 Auswärtssieg bei der Frankfurter Eintracht. Mit einem Sieg gegen Schalke könnten sich die Niedersachsen erst einmal dort oben festsetzen. Wer hätte das gedacht?

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Jörg

schreibt seit 2009 unregelmäßig an diesem Blog unter anderem über die Themen Fußball (BVB), Technik und Software. Unter anderem auch unterwegs Google+, Facebook und XING

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