Favre soll Borussia Mönchengladbach vorm Abstieg retten

Tabellenletzter mit 16 Punkten aus 22 Spielen, kein Heimsieg in dieser Bundesliga-Saison, dazu zwei aufeinander folgende Niederlagen in den Keller-Duellen mit dem VfB Stuttgart (2:3) und beim FC St. Pauli (1:3) – nur folgerichtig, dass sich die Verantwortlichen bei Borussia Mönchengladbach jetzt zum Handeln gezwungen sahen und den glücklosen Michael Frontzeck gestern beurlaubten.

Eine Riesenüberraschung ist allerdings, dass sie heute mit Lucien Favre einen Trainer präsentierten, der bislang nicht unbedingt als Feuerwehrmann von sich Reden gemacht hat. Favre erhält einen Vertrag bis Sommer 2013, der auch für die Zweite Liga Gültigkeit besitzt. Der Schweizer ist seit rund anderthalb Jahre arbeitslos; seine letzte Station war Hertha BSC. Als Favre dort am 28. September 2009 entlassen wurde, befand sich die Hertha nach 6 verlorenen Spielen in Folge auf Tabellenplatz 18. Genau dort kann der 53-Jährige jetzt mit Borussia Mönchengladbach wieder anknüpfen. Viel Zeit bleibt ihm indess nicht: Es sind gerade noch 12 Spiele bis zum Saisonende und das rettende Ufer ist 7 Punkte entfernt, hinzu kommt die Last des schlechtesten Torverhältnisses (-24).

Favre übernimmt eine Mannschaft, die nur in Sachen Disziplinlosigkeit Spitze ist. Die rote Karte für Igor de Camargo (nur für ein Spiel gesperrt) in St. Pauli war bereits der 7. Platzverweis für einen Spieler der Gladbacher Borussia. Borussias neuem Cheftrainer bleibt bis Sonntag Zeit, sein Team auf das Spiel gegen Schalke 04 vorzubereiten. Ein Sieg käme einem Wunder gleich, aber wie sang schon Nena: „Wunder gescheh’n“.

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Jörg

schreibt seit 2009 unregelmäßig an diesem Blog unter anderem über die Themen Fußball (BVB), Technik und Software. Unter anderem auch unterwegs Google+, Facebook und XING

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