Ein (fast) perfekter Rückrundenauftakt
Der Auftakt der Rückrunde hätte für mich als Anhänger der Dortmunder Borussia kaum besser laufen können. In der BayArena ließ sich der BVB durch Verbalattacken aus Leverkusen und München nicht irritieren und schenkte der Werkself innerhalb von 6 Minuten drei Treffer ein (Großkreutz 49./53., Götze 55.). Die Begeisterung der mitgereisten rund 10.000 Dortmunder Fans kannte keine Grenzen mehr – und Arne und ich mittendrin! Zum Ende der Partie ließen die Dortmunder ein wenig die Zügel schleifen und so gelang Leverkusen noch der Anschlusstreffer durch Kießling in der 80. Spielminute, mehr allerdings nicht. Einziger Wermutstropfen die Verletzung von Sven Bender, der in der ersten Hälfte ein Knacken im Knie gehört hatte und in der Halbzeitpause mit geschwollenem Knie ausgewechselt werden musste. Die Diagnose steht aus.
Nach diesem Big Point konnten die Samstagspiele ruhig kommen. Und wie sie kamen! Nach dem frühen, kuriosen Führungstreffer durch Müller (7.) hatten die Bayern mehrfach die Gelegenheit, ihre Führung in Wolfsburg auszubauen. Die größte Chance bot sich Lahm in der 21. Minute, doch er setzte seinen Elfmeterschuss an den Pfosten. Die Schlussphase der ersten Hälfte sollte den Wolfsburgern gehören. In der 42. Minute verweigerte Schiri Gräfe erst einem Freistoßtreffer von Diego wegen angeblichen Abseits die Anerkennung, in der Nachspielzeit zeigte er erneut auf den ominösen Punkt. Den Schuss von Grafite lenkte Torwartdebutant Kraft ans die Latte. Die zweite Hälfte sah zunächst feldüberlegene Bayern, die jedoch spätestens nach 60 Minuten das Spiel aus der Hand gaben. Folgerichtig der Ausgleichstreffer durch Riether auf Flanke von Schäfer, nachdem Schweinsteiger schwer gepatzt hatte. Aufholjagd beendet: 16 Punkte Abstand auf den BVB.
Der Tabellenzweite aus Mainz vermochte in Stuttgart nicht, seine Überlegenheit in Treffer umzumünzen. Dem VfB reichte ein Tor durch den eingewechselten Harnik (79.) zum schmeichelhaften Sieg.
Nicht wichtig für den Titelkampf, aber immer wieder gerne gesehen, eine Niederlage der Schalker. Die erst Tags zuvor aus dem Trainingslager zurückgekehrte Magath-Elf erwartete einen ersatzgeschwächten HSV. Zwar erzielte van Nistelrooy den Führungstreffer für den HSV mithilfe des Oberarms (53.), der Sieg war für die Hanseaten dennoch verdient. Durch den Erfolg auf Schalke klettert der HSV auf Tabellenplatz 7 und hat mit nur 3 Punkten Abstand die Bayern in Sichtweite – das wird nicht nur den Arne freuen. Schalke hingegen muss aufpassen, nicht tiefer abzurutschen; in Hannover wird es am nächsten Spieltag nicht leicht werden.
Denn Hannover 96 ist die eigentliche Überraschung dieser Saison. Am Sonntag bot sich der Slomka-Elf die historische Möglichkeit, auf den zweiten Tabellenplatz zu klettern. Diese Chance nutzen sie eindrucksvoll mit einem 3:0 Auswärtssieg bei der Frankfurter Eintracht. Mit einem Sieg gegen Schalke könnten sich die Niedersachsen erst einmal dort oben festsetzen. Wer hätte das gedacht?
Bundesliga-Tippspiel: Meine Tipps für den 18. Spieltag
Mit dem Knaller Bayer Leverkusen gegen Borussia Dortmund startet die Bundesliga heute in die Rückrunde – und ich bin dabei! Arne ist glücklich an zwei Sitzplatzkarten gekommen und hat mich zu dem Spiel eingeladen. Ein Angebot, dass ich unmöglich abschlagen konnte, schließlich möchte ich meinen BVB auf dem Weg zum Titel so oft wie möglich begleiten.

Nachfolgend meine Tipps für den 18. Spieltag:
- Die ganze Liga drückt den Leverkusenern die Daumen, denn bei einem Sieg des BVB droht in Sachen Meisterschaft die große Langeweile. Die Borussia muss auf den in der Hinrunde überragenden Japaner Kagawa verzichten, ansonsten sind die zuletzt angeschlagenen Weidenfeller, Götze und Barrios wieder an Bord. Bei Bayer wird Michael Ballack wohl im Kader stehen. Ich denke, der BVB wird sich für die Hinspielniederlage revanchieren. Sieg für den BVB.
- Von vier Heimspielen gegen den FSV Mainz hat der VfB Stuttgart drei gewonnen, ein Spiel endete Remis. Allerdings lagen die beiden Vereine in der Liga noch nie so weit auseinander; der Tabellenvorletzte erwartet den Tabellenzweiten. Ich hoffe auf den Labbadia-Effekt: Die Punkte bleiben im Ländle.
- Der FC St. Pauli hat gegen den FC Freiburg eine positive Heimbilanz. In dieser Saison wussten die Kiezkicker daheim jedoch selten zu überzeugen. Auch die letzte Partie gegen Mainz 05 ging zuhause verloren (2:4). Freiburg ist ähnlich spielstark wie Mainz 05 und entführt 3 Punkte vom Millerntor.
- Der VfL Wolfsburg zählt für mich zu den Enttäuschungen der Hinrunde. Für Dzeko gab es zwar eine beachtliche Ablösesumme, sportlich hinterlässt der Bosnier jedoch eine große Lücke. Bei Bayern München wird erstmals Thomas Kraft von Beginn an im Tor stehen. Jörg Butt wird neben Neu-Zugang Gustavo auf der Bank Platz nehmen müssen. Bayern kommt zu einem glanzlosen Sieg.
- Die in der Winterpause verpflichteten Abwehrspieler Martin Stranzl und Havard Nordtveit sollen der Abwehr der Gladbacher Borussia neuen Halt geben. Klappt nicht ganz, weil ihre Mitspieler im Mittelfeld den Ball zu oft vertändeln. Der 1. FC Nürnberg profitiert von den individuellen Fehlern der Gladbacher und verlässt den heimischen Platz als Sieger.
- Werder Bremen hat die Vorbereitung zur Bundesliga-Rückrunde dazu genutzt, sich ordentlich zu blamieren. Negativer Höhepunkt sicherlich die 1:4 Niederlage gegen den Zweitligisten MSV Duisburg. Beim Gast aus Hoffenheim lief die Winterpause auch nicht gerade problemlos: Trainer Rangnick weg, Gustavo zu den Bayern, Demba Ba kurz vorm Abflug zu Stoke City. Werder verschafft sich durch einen knappen Heimsieg ein wenig Luft im Abstiegskampf.
- Für Schalke 04 ging die Generalprobe für den Rückrundenauftakt gegen den Hamburger SV gründlich daneben. Im einzigen Vorbereitungspiel verlor das Team von Felix Magath in Belek mit 3:0 gegen den türkischen Tabellenführer Trabzonspor. Hamburgs Trainer Armin Veh muss neben Mathijsen auf die angeschlagenen Offensivkräfte Mladen Petric und Paolo Guerrero verzichten. Derart geschwächt gibts für den HSV in der ramponierten Arena auf Schalke nichts zu holen.
- Eintracht-Coach Michael Skibbe plagen große Verletzungssorgen. Weil alle etatmäßigen Innenverteidiger ausfallen wird Skibbe improvisieren müssen. Gäste-Trainer Mirko Slomka kann hingegen aus dem Vollen schöpfen, auch Ya Konan ist nach Meniskus-OP rechtzeitig fit. Ich tippe auf ein Unentschieden.
- Beim Gastspiel am Betzenberg muss der 1. FC Köln auf seine Abwehrspieler Youssef Mohamad und Miso Brecko verzichten. Sie sind wie Kevin McKenna, Konstantinos Giannoulis und Assistenztrainer Thomas Häßler am H1N1-Virus erkrankt. Derartige Probleme sind vom FC Kaiserslautern nicht bekannt, deshalb siegt der FCK deutlich.
Die Ergebnisprognose:
| Heim | Gast | Tipp |
| Bayer 04 Leverkusen | Borussia Dortmund | 0 : 2 |
| VfB Stuttgart | FSV Mainz 05 | 3 : 2 |
| FC St. Pauli | SC Freiburg | 0 : 1 |
| VfL Wolfsburg | FC Bayern München | 1 : 2 |
| 1. FC Nürnberg | Bor. Mönchengladbach | 2 : 1 |
| SV Werder Bremen | TSG 1899 Hoffenheim | 2 : 1 |
| Schalke 04 | Hamburger SV | 2 : 0 |
| Eintracht Frankfurt | Hannover 96 | 1 : 1 |
| 1. FC Kaiserslautern | 1. FC Köln | 3 : 1 |
Die Affäre Hopp
BVB-Geschäftsführer Hans Joachim Watzke gilt gemeinhin als ein besonnener Mann. Deshalb hat es manche überrascht, dass er sich in der Vergangenheit – für manche grundlos – kritisch gegenüber 1899 Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp geäußert hatte. Die Geschehnisse der vergangenen Tage beweisen, wie berechtigt die Kritik des BVB-Geschäftsführers war.
Watzke hatte bereits Anfang Februar 2009 den DFB und die Deutschen Fußball Liga (DFL) aufgefordert, das Engagement Dietmar Hopps bei der TSG Hoffenheim hinsichtlich der 50+1-Regelung zu überprüfen. Die 50+1-Regelung soll sicherstellen, dass Investoren Einfluss auf das operative Geschäft und insbesonders auf die Personalpolitik eines Vereins nehmen. Nicht anderes ist jedoch beim Transfer von Luiz Gustavo nach Bayern München passiert.
Einem Bericht der Bildzeitung zufolge hatten sich die sportlich Verantwortlichen bei der TSG Hoffenheim in Person von Manager Ernst Tanner und Trainer Ralf Rangnick gegen einen Transfer von Gustavo zu den Bayern ausgesprochen und dieses dem Spieler am 21. Dezember auch schriftlich mitgeteilt. Das Papier sei auch von Herrn Hopp unterzeichnet gewesen. Darauf habe der wechselwillige Mittelfeldspieler Dietmar Hopp in dessen Stadion-Loge aufgesucht um diesen umzustimmen, was ihm offensichtlich gelungen ist, denn schon am 22. Dezember soll Hopp mit den Bayern erstmals verhandelt haben.
Zwar hält Hopp 49% an der TSG 1899 Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH, die Verantwortlichen in der Kapitalgesellschaft sind jedoch die beiden Geschäftsführer Jochen A. Rotthaus und Frank Briel sowie Manager Ernst Tanner und Dirk Rittmüller als Teammanager. Dieser Transfer hat jedoch die wahren Machtverhältnisse bei der TSG Hoffenheim offenbart, die es so laut der 50+1-Regel garnicht geben dürfte. Hinterfragen sollte man in diesem Zusammenhang auch einmal die Rolle der Verantwortlichen beim FC Bayern, die Verhandlungen mit einer Person geführt haben, die dazu laut DFL-Statuten eigentlich nicht legitimiert war.
Martin Kind, Vorstandsvorsitzender von Hannover 96, der sich vehement für die Abschaffung der 50+1-Regel im deutschen Profi-Fußball einsetzt und notfalls dafür sogar vor dem Europäischen Gerichtshof klagen will, wird die Vorgänge um den Gustavo-Transfer aufmerksam beobachtet haben. Sollte die DFL nicht umgehend einschreiten, wird die 50+1-Regelung nicht zu halten sein, da sie durch Hopp bereits faktisch außer Kraft gesetzt wurde. Damit drohen dem deutschen Fußball englische Verhältnisse. Als Fan sehe ich diese Entwicklung mit großer Besorgnis.
Echtzeit-Strategiespiel: Browsergame War2 Glory
Um es vorweg zu sagen: Ich bin kein Gamer. Die Zeit, die manche vor Ihrem PC verdaddeln, ist mir einfach zu kostbar. Trotzdem habe ich mir einmal das neue Online-Game WAR2 Glory angeschaut, das seit erst November online ist. War2 Glory ist ein komplett browserbasiertes Strategiespiel.
Meine erstes Problem habe ich bereits mit dem Szenario: Bei War2 Glory übernimmt der Spieler die Rolle eines Kommandanten, der seine Stadt innerhalb eines 2. Weltkrieg-Szenarios leiten und auf dem Schlachtfeld behaupten muss. Wie originell! Trotzdem hat das Spiel laut einer Pressemitteilung innerhalb weniger Wochen schon mehr als 50.000 Anmeldungen erzielt und täglich sollen 5.000 Neuregistrierungen hinzukommen.
Der Startbildschirm von War2 Glory, über den man sich auch erstmalig registrieren kann, präsentiert sich zur Zeit weihnachtlich. Mit Handgranaten als Christbaumschmuck übertreten die Macher jedoch für mich sämtliche Grenzen guten Geschmacks.
Die kostenlose Registrierung erfolgt schnell und unkompliziert. Man vergibt einen Benutzernamen und Passwort, wählt einen der Server aus (zur Zeit steht nur der Server „Dresden“ zur Auswahl), gibt eine gültige E-Mailadresse an, tippt den Scherheitscode ab und bestätigt Spielregeln, AGB und Datenschutzerklärung – weitere persönliche Daten werden nicht verlangt.
Im darauf folgenden Bildschirm wählt man seinen Spitznamen, gibt seiner neu zu gründenden Stadt einen Namen und gibt an, auf welchem Kontinent die Stadt liegen soll. Ich hätte meine neue Stadt gerne in Westeuropa erbaut, leider war dieser Teil der Welt jedoch schon zu stark bevölkert.
Und jetzt ist erst einmal Aufbauarbeit angesagt. Schließlich gilt es, seine Stadt fit zu machen für die anstehenden kriegerischen Auseinandersetzungen. Und wie das beim Militär nun einmal so ist, startet man seine Karriere nicht als General sondern als Rekrut – allerdings mit Unterstützung durch die fesche Calida.
Damit man in der Aufbauphase nicht gleich überfallen wird, haben sich die Macher von War2 Glory den Rekrutenschutz (Anfängerschutz zum strategischen Aufbau) einfallen lassen. Dadurch ist man 7 Tage vor Angriffen geschützt (darf aber auch selbst keine Angriffe starten) und kann während dieser Zeit seine Infrastruktur aufbauen.
War2 Glory ist als Echtzeit-Strategiespiel konzipiert. Wer in dem Spiel erfolgreich sein will, muss zwangsläufig täglich mehrere Stunden damit zubringen. Schon in der Aufbauphase gibt es tägliche Missionen zu erfüllen, es gilt Bündnisse mit anderen Spielern zu schließen und vieles mehr. Da mich das Spielprinzip nicht fesselt, ist es für mich Zeit auszusteigen.
Grundsätzlich ist War2 Glory ein kostenloses Browsergame. Jedoch kann man sich durch den Zukauf sogenannter Diamanten gegenüber anderen Spielern gewisse Vorteile erkaufen. Für Personen, die dafür empfänglich sind, birgt War2 Glory ein gewisses Suchtpotential. Wenn man weiss, wieviel Geld Süchtige zur Befriedigung ihrer Sucht ausgeben, kann man den Betreibern schon jetzt zum geschäflichen Erfolg von War2 Glory gratulieren.
Wer sich eine eigene Meinung bilden möchte, kann sich kostenlos anmelden.
BVB nach der Hinrunde mit 10 Punkten Vorsprung
Der BVB war nach Frankfurt gereist, um Liga-Geschichte zu schreiben. Doch zum Ende der Hinrunde schien den Jungs der Treibstoff auszugehen und die Borussia konnte nur selten das Spiel zeigen, mit dem sie in den vergangenen Spielen nicht nur die Fans des BVB begeistert hat. Und als wir uns im Schilling alle schon mit dem Unentschieden arrangiert hatten, zeigte uns Theofanis Gekas, warum er zur Zeit der Topscorer der Bundesliga ist. Nachdem uns Dimi, die Cefin des Schilling, auf den Torerfolg ihres Landsmanns einen Uozo ausgegeben hatte, ließ sich die Niederlage schon leichter verdauen. Zeit für ein Zwischenfazit.
Die Positiv-Überraschungen:
Man konnte sicherlich damit rechnen, dass der BVB um die vorderen Plätze mitspielt, dass Borussia Dortmund die Liga zum Ende der Hinrunde jedoch mit 10 Punkten Vorsprung anführt, ist einfach sensationell. Aber kaum weniger überraschend sind die Platzierungen anderer Klubs. Der FSV Mainz überwintert auf Rang 2, Hannover 96 steht auf Rang 4 einen Platz vor den Bayern und der SC Freiburg ist als Tabellensechster mit 28 Punkten voraussichtlich schon frühzeitig aller Abstiegssorgen ledig.
Die Negativ-Überraschungen:
Einige Teams sind weit hinter ihren eigenen Anprüchen zurückgeblieben. Wer antritt, den Meistertitel zu verteidigen, für den ist Platz 5 eine Enttäuschung. Platz 2, und damit die direkte Qualifikation zur Champions League heisst das neue Saisonziel der Münchener Bayern, bei denen Trainer von Gaal spätestens seit den Querelen mit Bayern-Präsident Uli Hoeness nicht mehr unumstritten ist.
Auch beim HSV (Rang 9) klaffen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. HSV-Klubchef Bernd Hoffmann darf sich auf eine turbulente Mitgliederversammlung im Januar einstellen.
Noch ernster ist die Lage bei Werder Bremen (Platz 14) und obgleich das Duo Alloffs/Schaaf nach außen demonstrative Ruhe zu Schau stellt, werden hinter den Kulissen schon die Messer gewetzt werden.
Drunter und drüber geht es bei den Schwaben vom VfB Stuttgart. Sportlich rangieren die Stuttgarter nach der schlechtesten Hinrunde der Klubgeschichte mit zwölf Punkten auf Abstiegsrang 17. Jetzt wurde mit Bruno Labbadia bereits der dritte Trainer in dieser Saison präsentiert. Nach dessen Auftakniederlage gegen Bayern München (3:5) randalierten die eigenen Fans.
Die Fans des FC Schalke 04 scheinen sich hingegen zwischenzeitlich mit Mannschaft und Trainer versöhnt zu haben. Zwar steht Schalke nur auf Platz 10, hing jedoch so lange im Tabellenkeller fest, dass man sich schon gegen den Abstieg spielen sah. Jetzt heisst Magaths Minimalziel Platz 5.
Im Tabellenkeller:
Der SC Freiburg, Hannover 96, der FC Nürnberg, Kaiserslautern, der FC St. Pauli, Köln und Mönchengladbach waren die Vereine, die vor der Saison als Abstiegskandidaten gehandelt wurden. Freiburg und Hannover dürfen aktuell vom europäischen Wettbewerb träumen und Nürnberg und Kaiserslautern überwintern im Mittelfeld.
Dagegen erscheint die Lage für den VFL Borussia Mönchengladbach fast aussichtslos zu sein. Mit 10 mageren Pünktchen hecheln die Niederrhein-Borussen dem Rest der Liga hinterher. Die Stimmung in der Mannschaft ist angespannt. Zuletzt kritisierte Idrissou seinen Verein in der BILD, worauf ihn Trainer Frontzeck aus dem Kader für das Pokalspiel in Hoffenheim warf.
Der VfB Stuttgart auf Rang 17 gehört zu den Negativ-Überraschungen dieser Saison, Fredi Bobič hatte sich die ersten Monate seiner Karriere als VfB-Sportdirektor sicherlich anders vorgestellt.
Der 1. FC Köln steht auf dem sogenannten Relagationsplatz und hat bereits einen Trainer und einen Manager verschlissen. Trainer Frank Schaefer will seinen Kader in der Winterpause verkleinern. Die Profis Adil Chihi, Konstantinos Giannoulis, Mannaseh Ishiaku und Andrezinho dürfen sich neue Vereine suchen, weitere Spieler sollen verliehen werden.
Bei dem FC St. Pauli schien die Leistungskurver zuletzt immer weiter nach unten zu zeigen, folgerichtig findet man sich auf Platz 15 der Liga mit nur zwei Punkten Abstand zum FC Köln wieder. Hauptproblem der Hamburger sind die Stürmer, die jetzt bereits seit 818 Minuten das Tor nicht mehr getroffen haben. Der aus Schalke gekommene Gerald Assamoah blieb zumeist den Beweis seines Könnens schuldig.
Bundesliga-Tippspiel: Meine Tipps für den 17. Spieltag
Der letzte Spieltag der Hinrunde steht an und dem BVB winken weitere Rekorde. Mit einem Sieg in Frankfurt käme die Borussia auf bisher unerreichte 46 Punkte und hätte damit den Hinrunden-Rekord der Bayern von 44 Punkten pulverisiert. Allerdings hat Eintracht-Trainer Michale Skibbe bisher kein Heimspiel gegen den BVB verloren.
Nachfolgend meine Tipps für den 17. Spieltag:
- Arnes Hamburger dürfen am Freitag beim Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach auflaufen. Der HSV hat seine letzten 4 Auswärtsspiele vergeigt. In Mönchengladbach kassiert die Rentnertruppe die nächste Niederlage und die Borussia feiert den ersten Heimsieg.
- Der 1. FC Köln (ohne Podolski) wird sich auf Schalke lange gegen die Niederlage stemmen. Letzendlich gewinnen jedoch die Blauweißen, weil Huntelaar und Raul treffen.
- Für auswärtsschwache Lauterer gibt es bei den wiedererstarkten Bremern nichts zu holen. Werder gewinnt deutlich und feiert mit seinen Fans einen versöhnlichen Abschluss der Hinrunde.
- Die Remis-Könige der Liga treffen in Wolfsburg aufeinander. Wolfsburg (zuletzt 5 Unentschieden) hat zwar die letzten Heimspiele gegen Hoffeneim (zuletzt 3 Remis) jeweils mit 4:0 gewonnen, dieses Mal reicht es leider nur zu einem 1:1.
- Der BVB hat die letzten sieben Spiele gewonnen und dabei 18:2 Tore erzielt. Gegen das schnelle Spiel der Borussen sind auch die Eintrachtler machtlos. Der BVB stutzt dem Eintracht-Adler die Flügel.
- Hätte mir jemand eine Wette angeboten, dass Hannover 96 zum Ende der Hinrunde vor den Bayern steht, wäre ich bereitwillig darauf eingegangen. Zum Glück hat mich niemand herausgefordert. Die 96er stehen auf Rang 3 und spielen mittlerweile auch richtig gut. Das sollte auch für einen Sieg in Nürnberg reichen.
- Bei den Mainzern scheint nach den Anfangserfolgen ein wenig Sand ins Getriebe geraten zu sein. Der zwischenzeitliche Tabellenführer ist auf Rang 4 abgerutscht. Am Millerntor findet der FSV jedoch zurück in die Spur und beschert dem FC St. Pauli frostige Weihnachten.
- Dem FC Freiburg fehlt Torjäger Cissé. Wer soll dann für sie die Tore schießen? Bei Leverkusen fehlt Torwart Adler. Macht nichts, der Werksclub siegt deutlich.
- Der VfB Stuttgart hat sich unter der Woche mit einem 5:1 gegen Odense BK schon einmal warm gespielt. Gegen die Bayern wird es nicht ganz so einfach werden. Trotzdem gibt es einen gelungenen Bundesliga-Einstand für Neu-Trainer Bruno Labbadia. Stuttgart siegt.
Die Ergebnisprognose:
| Heim | Gast | Tipp |
| Bor. Mönchengladbach | Hamburger SV | 3 : 1 |
| Schalke 04 | 1. FC Köln | 2 : 0 |
| SV Werder Bremen | 1. FC Kaiserslautern | 4 : 1 |
| VfL Wolfsburg | TSG 1899 Hoffenheim | 1 : 1 |
| Eintracht Frankfurt | Borussia Dortmund | 0 : 2 |
| 1. FC Nürnberg | Hannover 96 | 1 : 2 |
| FC St. Pauli | FSV Mainz 05 | 0 : 2 |
| Bayer 04 Leverkusen | SC Freiburg | 3 : 0 |
| VfB Stuttgart | FC Bayern München | 2 : 1 |
Code 32: Trauerspiel Paketdienste
Wer in diesen Tagen auf ein Paket wartet, der kann eigentlich nur noch beten. Offensichtlich hat es sich bei den Paketlogistikern noch nicht herumgesprochen, dass sich jedes Jahr zu Weihnachten das Paketaufkommen in etwa verdoppelt und dass im Dezember mit Behinderungen durch Schnee und Eis zu rechnen ist; möglichweise hatten die Oberstrategen auf die Klimaerwärmung gehofft. Tatsache ist, dass einige Paketdienste weder personell noch organisatorisch in der Lage sind, dass Paketaufkommen zu bewältigen. Besonders negativ tut sich dabei aus meiner Sicht DPD hervor. Immerhin heisst es jetzt auf der DPD-Website: „Aufgrund witterungsbedingter Verkehrsprobleme in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern ist mit Laufzeitverzögerungen zu rechnen.“. Das mag vielleicht einen Tag Verzögerung erklären, nicht aber das, was uns widerfahren ist.
Nachdem Arne hier bereits vorgestern einen Fall mit dem Dienstleister DHL geschildert hatte, kann ich jetzt noch einen draufsetzen. Vorweg: Ich habe vor einiger Zeit mit einem Freund zusammen eine GbR gegründet. Einer unserer Geschäftszwecke ist der Vertrieb sogenannter Datenlogger; das sind kleine – in der Regel batteriebetriebene – Gehäuse, die über einen bestimmten Zeitraum die verschiedensten Messdaten aufzeichnen. Der Vertrieb dieser Datenlogger erfolgt aus Wolfratshausen, manchem auch als Stoiber-City bekannt.
Die Crux ist, dass unser Lieferant zur Lieferung die Fa. DPD beauftragt. Dass Ware nicht fristgerecht zugestellt wird, scheint zumindest in der Region Bad Tölz-Wolfratshausen eher die Regel denn die Ausnahme zu sein. Dieses Mal haben sie sich allerdings selbst übertroffen:

4 mal nicht ausgeliefert wegen "Zeitmangels"
Die von uns und unseren Kunden dringlichst erwartete Lieferung ist an vier Tagen durchs bayrische Oberland kutschiert worden, ohne dass auch nur einmal ein Zustellversuch stattgefunden hätte. Zum Ende der gelb markierten Zeilen kann man den Code 32 erkennen, der für Zeitmangel steht.
Übrigens: Der für die Auslieferung verantwortliche Stützpunkt in Geretsried liegt gerade einmal 4,6 Kilometer von unserem Firmensitz in Wolfratshausen entfernt. Das Paket wurde sicherheitshalber heute Morgen von uns abgeholt.
Trainer-Karussell kommt in Fahrt
Der VfB Stuttgart hat den glücklosen Jens Keller beurlaubt und am Sonntag einen neuen Trainer vorgestellt, der den VfB aus dem Tabellenkeller führen soll. Aus den für gewöhnlich „gut unterrichteten Kreisen“ war schon vor dem Auftritt des VfB Stuttgart in Hannover durchgesickert, dass für den Fall einer erneuten Niederlage der Schwaben Bruno Labbadia als neuer Trainer bereit steht. Und so konnte es wirklich niemanden mehr überraschen, dass dieser in einer für 12.00 Uhr angesetzten Pressekonferenz zur besten Sport1-Doppelpass-Zeit, der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Bruno Labbadia ist Stuttgarts fünfter Trainer in nur zwei Jahren – eine katastrophale Bilanz für den VfB der, aktuell auf Platz 17, in einer der schlimmsten Krisen der Vereinsgeschichte steckt.
Die Winterzeit ist für Bundesliga-Trainer eine gefährliche Zeit und so sitzen einigte sportliche Leiter auf wackligen Stühlen. Erster Kandidat auf einen Rauswurf ist Gladbachs Michael Frontzeck. Zwar bekennt sich der Vorstand noch zum Trainer, doch die Stimmung unter den Fans ist gekippt. Mit 10 Punkten und 45 Gegentoren steht die Borussia auf dem letzten Tabellenplatz. Sollte am Wochenende kein Sieg gegen den HSV gelingen, werden wohl die in der Bundesliga üblichen Mechanismen greifen.
Ungemach droht auch Wolfsburgs Trainer Steve McLaren im Falle einer Heimniederlage gegen die TSG Hoffenheim. Der Volkswagen-Konzern hat kräftig in Mannschaft, Trainer und Manager investiert und möchte natürlich Erfolge sehen. Stattdessen nähert sich der VfL Wolfsburg gefährlich der Abstiegszone.
In dieser steckt – beinahe schon traditionell – wieder einmal der FC Köln. Am Wochende dürfte es für das von Trainer Frank Schaefer trainierte Team in Schalke nichts zu holen geben. Köln würde somit auf dem Relagationsplatz oder gar, im Falle eines Sieges des VfB Stuttgart gegen die Bayern, auf einem Abstiegsplatz überwintern müssen. Das könnte den Vorstand zum Handeln bewegen.
Felix Magath ist hingegen aller Sorgen ledig. In der Champions League sind seine Schalker (bislang) eine Macht und in der Liga nach dem Sieg in Mainz auf Platz 10 geklettert. Übrigens: Vor der Saison galt Mirko Slomka als Rauswurfkandidat Nummer 1 – Hannover 96 steht aktuell mit 31 Punkten auf dem 3. Tabellenplatz; in der vergangenen Saison kämpften die Hannoveraner bis zum Schluss gegen den Abstieg.
Wintereinbruch in Deutschland – die DHL bekommt es nicht mit!
Wir leben in Solingen, einem kleinen Ort zwischen Düsseldorf und Köln (Reihenfolge ist zufällig gewählt) in dem es in den vergangen 10 Tagen ab und an ein wenig geschneit hat. Beobachter der Nachrichten werden die Bilder aus den verschiedensten Teilen unserer Republik kennen. Nun kann ich aber guten Gewissens behaupten, dass zumindest die Hauptstraßen selbst in unserer Stadt der knappen Kassen frei und befahrbar sind. Abgesehen natürlich von Blitzeis Momenten die wir natürlich auch schon hatten.
Seit dem 04.12.2010 ist die neue Winterreifenpflicht in der Straßenverkehrsordnung verankert. Durch den Beschluß des Bundesrat vom 26.11.2010 trat die entsprechende Änderung mit der Verkündigung des Bundesgesetzblattes in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt sind M+S-Reifen Pflicht bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Schneeglätte, Eis- oder Reifglätte.
Am 28.11.2010 habe ich vorausschauend bei der Firma Pralinenclub GmbH, deren Abonnentenservice ich in der Vergangenheit gerne genutzt haben (heute nicht mehr — wegen Gewicht und Gesundheit), für die emsigen Mitarbeiter kleine Nikolaus Präsente bestellt. Nikolaus ist bekanntlich am 06. Dezember jedes Jahr wieder.
Da ich beim Pralinenclub online bestellt habe, sah man sich dort genötigt mir einen Brief zu schreiben — Papier per Post! Sie könnten meine Adresse nicht zuordnen (hatte im Namen der Firma bestellt) und auf Grund des Alters (oscommerce verlangt eine Altersangabe wenn man dieses Shopmodul nutzt) könne man auch nicht die Abbuchung durchführen.
Ein Klärendes Telefonat am 01.12.2010 schien das Problem aus der Welt zu schaffen – Die Kapitalgesellschaft ist halt noch nicht Volljährig, aber trotzdem darf diese schon Geschäfte machen. Die Dame am Telefon versicherte mir, dass nun alles glatt gehen müsste und die Präsente pünktlich eintreffen würden.
Heute ist der 10.12.2010 – Nikolaus ist lange vorbei und die Lieferung ist immer noch nicht angekommen. Mittlerweile habe ich die Sendungsverfolgungsnummer telefonisch erfragt. Der Sendungsverlauf bei der DHL lässt mich hoffen – 80 % der Strecke zwischen Rhede im Münsterland und Solingen — laut google Maps rund 105 km — sind bewältigt.
Unglücklich für den Pralinenclub, dass aus diesem Verlauf auch hervor geht, dass die Lieferung nicht sofort, sondern erst am 06.12. also zu Nikolaus an den “Blitzversender” übergeben wurde.
Ein Hoch auf die Deutsche Post, die wahrscheinlich weder ihren eigenen schrumpfenden Fuhrpark mit Winterbereifung ausgestattet hat, noch den zahllosen Subunternehmern eine angemessene Vergütung zahlt, dass die zumindest Winterreifen aufziehen können. Ich bin gespannt ob zu Ostern nach der Schneeschmelze die unvorhersehbaren Gründe entfallen und eine Zustellung erfolgt.
Einmal Internet mit Bill Kaulitz von Tokio Hotel
Wie Cashy (Carsten Knobloch) von seinem Namensvetter Carsten (Dobschat) und der wiederum von Thomas Knüwer (ab-)schrieben, hat Bill Kaulitz, der neue Akt neben Alice Cooper in der Werbung für einen Elektrofachhandelkette, eine ganz eigene Meinung zum Internet.
“Du machst was und eine Minute später ist es im Internet und dann geht das um die ganze Welt und jeder darf es kommentieren, jeder kann es beurteilen, jeder macht sich da eine Meinung drüber…. und da wird oft sowas kaputt gemacht.“
Scheint so als hätte der Frontmann von Tokio Hotel den Werbemarkt für sich entdeckt. Bill Kaulitz sagt doch : “Bild dir deine Meinung!” Vielleicht sehen wir Ihn ja bald mit Magiern, Zaubern, dem Weihnachtsmann, der Zahnfee und ehrlichen Politiker für die Bild Zeitung auf dem Bildschirm.












