Bundesliga-Tippspiel: Meine Tipps für den 12. Spieltag
Nach dem 11. Spieltag ist plötzlich Schalke 04 der Bayern-Jäger Nummer 1. Aber mal ganz ehrlich: Gibt es den wirklich, den Bayern-Jäger? Zu dominant erscheint die Heynckes-Truppe in dieser Saison. Zwar beträgt der Punkte-Vorsprung auf die Schalker lediglich vier Punkte und deren fünf auf die dahinter lauernden Teams aus Dortmund, Bremen und Mönchengladbach, aber das Torverhältnis der Bayern von 30:3 zeigt deutlich die wahren Kräfteverhältnisse in der Liga.
Die Münchener werden die Liga weiter dominieren, auch wenn Bastian Schweinsteiger, dem ich eine gute Genesung wünsche, aufgrund seines am Mittwoch erlittenen Schlüsselbeinbruchs für den Rest der Hinrunde ausfallen wird. Den einen oder anderen Ausrutscher wird sich der Rekordmeister sicher noch leisten, unterdessen nehmen sich die Verfolger jedoch gegenseitig die Punkte weg.
Wollen wir wetten, dass Schalke an diesem Spieltag mindest einen Ligakonkurrenten an sich vorbeiziehen lassen muss?
Meine Ergebnisprognose für den 12. Spieltag:
| Heim | Gast | Tipp |
| FSV Mainz 05 | VfB Stuttgart | 1 : 2 |
| SV Werder Bremen | 1. FC Köln | 3 : 1 |
| 1. FC Nürnberg | SC Freiburg | 2 : 1 |
| TSG 1899 Hoffenheim | 1. FC Kaiserslautern | 1 : 0 |
| Hertha BSC | Bor. Mönchengladbach | 2 : 1 |
| Borussia Dortmund | VfL Wolfsburg | 3 : 1 |
| Bayer 04 Leverkusen | Hamburger SV | 3 : 0 |
| Hannover 96 | Schalke 04 | 2 : 1 |
| FC Augsburg | FC Bayern München | 0 : 3 |
Bundesliga-Tippspiel: Meine Tipps für den 10. Spieltag
Die Bundesliga hat einen prominenten Rückkehrer. Der FC Schalke 04 gab heute die Verpflichtung von Timo Hildebrand bekannt. Der 32-Jährige hatte sich in den letzten vier Wochen bei der Frankfurter Eintracht fit gehalten und wird einen stark leistungsbezogenen Vertrag erhalten. Nötig wurde die Verpflichtung, weil sich Schalkes Stammtorhüter im Spiel gegen Kaiserslautern eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte und mindestens drei Monate lang ausfallen wird. Beim Gastspiel in Leverkusen wird freilich noch Lars Unnerstall das Tor der Schalker hüten. Unnerstall wird reichlich Gelegenheit haben sich auszuzeichnen; spielt er stark, dürfte es für Hildebrand schwierig werden den U20-Nationaltorwart zu verdrängen.
Ich werde den 10. Spieltag live bei der Partie meines BVB gegen den 1. FC Köln im Westfalenstadion erleben. Mit der Leistung, die die Borussen unter der Woche in Athen gezeigt haben, wird das eine ganz enge Partie werden. Letzlich wird der BVB das Spiel aber für sich entscheiden. Im Anschluss daran werde ich – hoffentlich frohgemut – ins Schilling gehen, um mir bei einem kühlen Brinkhoff’s No.1 den Einstand von Thorsten Fink als Trainer des HSV im PayTV anzuschauen. Im Nordderby ist allerdings der VfL Wolfsburg für mich Favorit.
Meine Ergebnisprognose für den 10. Spieltag:
| Heim | Gast | Tipp |
| FC Augsburg | SV Werder Bremen | 1 : 2 |
| 1. FC Nürnberg | VfB Stuttgart | 2 : 1 |
| TSG 1899 Hoffenheim | Bor. Mönchengladbach | 2 : 1 |
| Hertha BSC | FSV Mainz 05 | 3 : 1 |
| 1. FC Kaiserslautern | SC Freiburg | 2 : 0 |
| Borussia Dortmund | 1. FC Köln | 2 : 1 |
| Hamburger SV | VfL Wolfsburg | 1 : 2 |
| Bayer 04 Leverkusen | Schalke 04 | 3 : 1 |
| Hannover 96 | FC Bayern München | 1 : 3 |
Bundesliga-Tippspiel: Meine Tipps für den 7. Spieltag
Vor Anpfiff des 7. Bundesligaspieltags sind zwei Bundesligisten auf Trainersuche. Kam die Beurlaubung von Michael Oenning nach erneuter Niederlage – trotz der Treuebekenntnisse von HSV-Sportchef Frank Arnesen – nicht wirklich überraschend, hat der Burnout-Rücktritt von Ralf Rangnick beim FC Schalke ein Erdbeben ausgelöst. Weder Fans noch Mannschaft und Offizielle konnten mit diesem Schritt Ihres Trainers rechnen. Schalkes Fußballprofis werden den Schock bereits weggesteckt haben und sollten gegen den FC Freiburg am Samstag die drei Punkte einfahren.
Die weitaus schwierigere Aufgabe kommt auf Schalke-Manager Horst Heldt zu, der jetzt innerhalb kürzester Zeit einen neuen Trainer aus dem Hut zaubern muss. Sowohl der HSV als auch Schalke 04 sollen mit Hub Stevens im Gespräch sein, der bereits beide Vereine trainiert hat. Wetten, dass der Holländer in Gelsenkirchen anheuert?
Meine Ergebnisprognose für den 7. Spieltag:
| Heim | Gast | Tipp |
| VfB Stuttgart | Hamburger SV | 3 : 0 |
| Schalke 04 | SC Freiburg | 2 : 0 |
| FSV Mainz 05 | Borussia Dortmund | 1 : 2 |
| VfL Wolfsburg | 1. FC Kaiserslautern | 3 : 1 |
| Bor. Mönchengladbach | 1. FC Nürnberg | 2 : 1 |
| FC Augsburg | Hannover 96 | 1 : 2 |
| FC Bayern München | Bayer 04 Leverkusen | 3 : 1 |
| 1. FC Köln | TSG 1899 Hoffenheim | 1 : 1 |
| SV Werder Bremen | Hertha BSC | 2 : 1 |
Bundesliga-Saison 2011/2012 – 4. Spieltag — Meine Tipps [Ergebnis]
Da ich keine Ahnung habe, ob Jörg noch an Bord ist oder nicht, daher greife ich auch heute mal wieder in die Tasten, um meine Tipps für den 4. Spieltag der Bundesliga Saison 2011/2012 zu präsentieren.
Los geht es heute Abend mit den Berliner, die daheim gegen doch nicht zu konstante Stuttgarter den ersten Dreier der Saison einfahren werden.
Am Samstag Nachmittag gibt es eigentlich nur eine richtungweisende und wichtige Partie. Der Dino der Liga trifft auf den Karnevalsverein. Hoffentlich rätseln die Jungs aus Köln immer noch über die Spielphilosophischen Ansätze und geometrischen Formen des Rasenschahs ihres Trainers und vergessen darüber, dass Fußball ein Laufspiel ist, welches durch Kampf und Tore gewonnen wird. Dies erwarte ich von de Chelsa Bubies und den Hamburger Jungs. Eine neuerliche Diskussion nach Abpfiff ertrage ich nicht — ich will Blut, Schweiß und Tränen auf dem Feld sehen — sollte es trotzdem nur zu einer Niederlage reichen, gibt es zumindest kein Alibi. Also auf geht es HSV… Weiterlesen
Ära Magath auf Schalke vorzeitig beendet
Es kam so, wie es sich schon seit Tagen angedeutet hatte. Der FC Schalke 04 und Felix Magath werden ab heute getrennte Wege gehen. Das beschloss der Schalker Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Sitzung heute Vormittag. Bei der Aufsichtsratssitzung, während der die Trennung beschlossen wurde, war Magath entgegen seiner Ankündigung schon nicht mehr anwesend gewesen.
Kam die Trennung wenig überraschend, so sind es doch die Begleitumstände, die Außenstehende verwundern. Üblicherweise wird ein Trainer beurlaubt, im Anschluss daran kommt es in der Regel zu einer einvernehmlichen Einigung über die dem Trainer noch zu zahlende Bezüge. Anders auf Schalke: Ich war bisher davon ausgegangen Magath sei heute fristlos gekündigt worden, weil man nach Informationen der BILD-Zeitung glaubte, dem ehemaligen Vorstandsmitglied, Manager und Trainer in Personalunion finanzielle Fehltritte nachweisen zu können, die im Zusammenhang mit Prämienauschüttungen für die Champions League stehen. Jetzt lese ich gerade im Videotext, dass Magath, nachdem er bei Schalke von seinen Aufgaben entbunden worden sei, seinen Anstellungsvertrag mit sofortiger Wirkung gekündigt habe. Vermutlich juristische Spitzfindigkeiten, denn längst haben die Anwälte das Wort.
Felix Magath wurde nach Schalke geholt und mit umfangreichen Machtbefugnissen ausgestattet, um nach über 50 Jahren ohne Meistertitel die Schale endlich nach Gelsenkirchen zu holen. Sein Vertrag war bis zum 30.06.2013 datiert. Schon bei seinem Amtsantritt wurde Magath von den meisten Schalker Fans wie ein Erlöser gefeiert. Die Verehrung für den knorrigen Trainer wuchs ins Unermessliche, als es Magath tatsächlich gelang, mit einer Mannschaft, der das niemand zugetraut hätte, die erste Bundesliga-Saison unter seiner Regie als Vizemeister zu beenden; damit verbunden die Qualifikation zur Champions League.
Danach schien Felix jedoch das glückliche Händchen verlassen zu haben. Er baute die Mannschaft zu Beginn der laufenden Saison komplett um, holte 14 neue Spieler und entließ 16 Spieler, bzw. lieh einen Teil von ihnen an andere Vereine auf. Die umstrittendste Verpflichtung zu dieser Zeit war die von Christoph Metzelder, der vor seiner Zeit bei Real jahrelang das Trikot des BVB getragen hatte und den BVB, wie kaum ein anderer Spieler, auch außerhalb des Platzes verkörperte. Schon beim ersten Mannschafttraining schlug ihm der blinde Hass entgegen. Noch heute spaltet Metze, trotz zuletzt solider Leistung, das Schalker Fanlager. Andererseits gelang Magath auch die Verpflichtung von Raúl, der ein wenig königlichen Glanz ins triste Gelsenkirchen bringen sollte. Der Saisonauftakt der Schalker misslang gründlich. Höhepunkt der Demütigungen die 3:1 Heimniederlage im Derby gegen Borussia Dortmund. Während Schalke im Keller der Liga herumdümpelte, arbeitete sich der BVB immer mehr in Richtung Tabellenspitze vor; etwas, das der gemeine Schalke-Fan nur äußerst schwer ertragen kann, und die ersten Fans wendeten sich vom einstigen Heilsbringer ab.
Dass Magath zur Winterpause nochmals auf dem Transfermarkt tätig wurde und dabei so vermeintliche Auslaufmodelle wie Charisteas in die Veltins Arena holte, brachte endgültig den Bruch mit der Mehrheit der blauweißen Fangemeinde. Der Protest wurde erstmals deutlich hör- und sehbar. Im Februar ging Magath in die Offensive. Er eröffnete eine eigene Facebook-Seite, was nicht nur für bundesweites Aufsehen sorgte, sondern ihm auch den Respekt vieler tausender Schalke-Fans einbrachte. Zur Zeit gibt es 176.756 Personen, denen das gefällt. Dazu durfte Felix auch Erfolge feiern, sein Team steht im Finale des DFB-Pokals und hat dort mit dem MSV Duisburg eine durchaus lösbare Aufgabe. In der Campions League stehen die Schalker als einziger deutscher Verein in der Runde der letzten acht.
Felix Magath verlässt einen zutiefst zerissenen Verein, in dem sich Magath-Befürworter und Magath-Gegner scheinbar unversöhnlich gegenüber stehen. Ein Teil der Vereinsmitglieder hat einen Antrag zur Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung online gestellt, der bis zum 21.März 9.300 Unterzeichner benötigt (zur Zeit sind es 2.775). Eine andere Gruppe hat eine Pro-Magath Petition im Netz veröffentlicht, die bisher 8.612 Unterstützer gefunden hat; den Aufsichtsrat hat das offenbar wenig beeindruckt. Ich bin gespannt, ob es den verantwortlich Handelnden gelingen wird, die tiefen Gräben zuzuschütten.
Zunächst soll übrigens der bisherige Assistent Seppo Eichkorn auf der Trainerbank Platz nehmen. Als Magath-Nachfolger wird Ralf Rangnick am höchsten gehandelt, der schon 2005 am Schalker Chaos gescheitert war.
Mannesfreuden am Wochenende oder einfach Bundesliga live!
Da der sonst so eifrig über das Fußballgeschehen in Deutschland berichtende Jörg Fahnenflüchtig ist, greife ich heute mal in die Tasten. Wahrscheinlich hat Jörg die rheinische Weiberfastnacht nicht unbeschadet überstanden. Bleibt zu hoffen, dass er pünktlich zum Anpfiff des 25 Spieltags der Borussia Dortmund Saison 2010/2011 wieder fit ist.
Die Spielpaarungen inklusive Ergebnisprognose:
| Heim | Gast | Anpfiff | Mein Tipp |
| Borussia Dortmund | 1. FC Köln | Freitag Abend | 1 : 1 |
| VfB Stuttgart | Schalke 04 | Samstag | 2 : 1 |
| Eintracht Frankfurt | 1. FC Kaiserslautern | Samstag | 0 : 1 |
| Bor. Mönchengladbach | TSG 1899 Hoffenheim | Samstag | 2 : 1 |
| Hannover 96 | FC Bayern München | Samstag | 1 : 0 |
| 1. FC Nürnberg | FC St. Pauli | Samstag | 2 : 2 |
| Bayer 04 Leverkusen | Vfl Wolfsburg | Samstag Abend | 2 : 1 |
| SC Freiburg | SV Werder Bremen | Sonntag | 2 : 1 |
| Hamburger SV | 1 FSV Mainz | Sonntag Abend | 3 : 2 |
Meine Herleitung zu den oben abgegebenen Tipps:
- Die Dortmunder legen mal wieder eine kleines Pause ein. Schließlich ist Karneval und der Gast kommt aus einer Karnevalhochburg vom Rhein. Nach den ganzen Spekulationen um Miroslav Klose in der vergangen Woche, getrieben durch die deutsche Boulevardpresse, durch den Bundestrainer Joachim Löw und diversen Dementis der Dortmunder Führungsriege, schont sich der Dortmunder Sturm. Dennoch reicht es für eine Punkteteilung. Eine wahrlich glorreiche Saison für den BVB (hier: Ein Jahrhundert Borussia Dortmund)
- Stuttgart schlägt Schalke weil Schalke keinen Bock mehr auf die Liga hat. Champions League und DFB-Pokal sind wichtigere Ziele, da man in der Bundesliga nichts mehr holen kann. Da unterstütz die Magathsche Söldnertruppe doch gerne mal die abstiegsbedrohten Schwaben. Vielleicht darf der unter dem Jugendschutzgesetz nur mit Ausnahmegenehmigung arbeitender Julian Draxler ran — schließlich ist es Samstags Nachmittags nicht verboten als junger Mensch seine Brötchen zu verdienen.
- Ob die Eintracht aus Frankfurt unter Trainer Skibbe noch ein Tor schießt? Ich glaube nicht daran, daher können die Buben vom Betzenberg tatsächlich die Punkte aus Frankfurt entführen und Michael Skibbe sich ab Monatg einen neuen Job suchen.
- Die Fohlen aus Mönchengladbach müssen nun eine Heimserie starten. Erstens um den möglichen Abstieg noch vermeiden zu können und zweitens um die Fans zu begeistern, die schließlich auch in der zweiten Bundesliga benötigt werden. Da kommen die zuletzt durchschnittlich spielenden Hoffenheimer gerade recht.
- Mirko Slomka – ein Trainerfuchs – wird in der vergangen Woche zwei Spiel genaustens analysiert haben. Beide unter Beteiligung der Spieler des großen deutschen Traditionsvereins FC Bayern München. Zwei Spiele, in denen uninspirierte Bayern in Bestbesetzung gezeigt haben, wie einfach man sie bezwingen kann. Daher: “Herzlich Willkommen in Hannover, in ihrer “Schicksalswoche” lieber Tulpenzüchter” Mal schauen was die Vereinsführung mit Louis van Gaal noch vorhat.
- Nürnberg und Pauli teilen sich die Punkte, die beide gut gebrauchen könnten, weil Nürnberg in der Abwehr in letzter Zeit unglücklich agiert.
- Mit oder ohne Ballack oder Diego – Stars die zur Zeit in ihren Vereine keine sind – wird die komplettere Mannschaft gewinnen. Und die Tendenz zeigt, dass die Werkself deutlich erfolgreicher ist als die Mannen aus der Autostadt.
- Sonntag werden gut organisierte Freiburger erneut den Bremern einen Stoß in Richtung zweite Liga versetzen. Es ist nicht so dass man nicht will in Bremen — sondern man kann einfach nicht. Zuviele individuelle Fehler schaden der gesamten Truppe und mangelnde Erfolgserlebnisse tuen ihr übriges hinzu. Die Reise in den Breisgau hätte man sich schenken können.
- Meinen letzter Tipp kommt aus Sicht der Fanbrille. Der HSV muss gegen einen direkten Konkurrenten um das Internationale Geschäft gewinnen. Und mal ehrlich – eigentlich kommt doch NUR Mainz zu Gast. Erreicht man in der Liga nicht mindestens Rang fünf so darf die Saison als Katastrophe gewertet werden. Freudiger Ausblick wäre nur der darauf folgende Umbruch den Dieter Matz schon mal vorwegnimmt.
Geglückter Einstand für Favre: Gladbach besiegt Schalke
Die Mission Nichtabstieg begann für Lucien Favre und seine auf 4 Positionen umgestellte Elf denkbar unglücklich. Es war kaum mehr als eine Minute im Borussia-Parkt zu Mönchengladbach gespielt, da durfte Logan Bailly, den Favre überraschend statt Heimeroth ins Tor gestellt hatte, den Ball bereits aus dem Netz fischen (1:0, Kluge).
Die Fans der Borussia mussten nun mit dem Schlimmsten rechnen, doch die Borussen auf dem Platz zeigten sich gänzlich unbeeindruckt und diktierten in Folge das Spiel. Bereits in der 6. Minute hätte der Ausgleich fallen können, doch Manuel Neuer konnte einen Kopfball von Idrissou gerade noch so an die Latte lenken; eine Minute später traf Marco Reus aus etwa 8 Metern nur den Querbalken. In der 12. Minute war jedoch auch der Schalker Nationaltorhüter machtlos: Der gebürtige Dortmunder Marco Reus hämmerte den Ball aus etwa 15 Metern ins kurze Eck.
Nur 11 Minuten später sogar der Führungstreffer für Borussia Mönchengladbach: Juan Arango, von Frontzeck abserviert und am Sonntag einer der besten Spieler auf dem Platze, setzte sich auf dem linken Flügel durch und brachte die Flanke auf den Kopf von Idrissou, der sich in der Luft gegen Metzelder und Neuer durchsetzen konnte. Wie so häufig ließen die Schalker einer überzeugenden Leistung in der Champions League eine unterdurchschnittliche Darbietung in der Liga folgen. Dass es zum Abschluss der Partie nur 2:1 für Gladbach stand, ist für die Knappen schmeichelhaft. Gladbach-Keeper Bailly blieb weitestgehend beschäftigungslos.
Während die Meisterfrage in der Bundesliga für viele bereits entschieden zu sein scheint, verspricht der Abstiegskampf Spannung bis zur letzten Sekunde. Da mit Stuttgart, Kaiserslautern, Wolfsburg und Bremen vier direkte Kontrahenten ihre Spielen verloren, konnte Mönchengladbach rasch verlorenen Boden gutmachen, hat jetzt – bei elf ausstehenden Spielen – nur noch 4 Punkte Abstand auf den Relegationsplatz. Borussia Mönchengladbach muss bereits am Freitag beim VfL Wolfsburg antreten, wo es Trainer Pierre Littbarski an Fortune zu fehlen scheint. Zwar zeigen sich die Wölfe spielerisch verbessert, trotzdem steht Litti nach 2 Spielen noch mit leeren Händen da.
Die Mutter aller Spiele
Das Spiel in Wolfsburg war noch nicht beendet, der BVB führte durch Tore von Barrios (2.), Sahin (40.) und Hummels (71.), da waren die Gedanken der mitgereisten Borussenfans bereits auf den nächsten Freitag gerichtet: „Wir wolln den Derbysieg“ forderte der schwarzgelbe Anhang lautstark.
Zur gleichen Zeit wird auf Schalke kaum jemand Gedanken an den kommenden Freitag verschwendet haben. Zu unterirdisch war die Leistung der eigenen Truppe, die der TSG Hoffenheim (fast) ohne Gegenwehr den ersten Sieg der Rückrunde ermöglichte. Wie schon so häufig in dieser Saison wurden die Kicker im königsblauen Dress nach dem Schlusspfiff mit Pfiffen vom Schalker Anhang verabschiedet.
Vor der „Mutter aller Spiele“ steht der BVB souverän auf dem 1. Tabellenplatz, 25 Punkten vor den Blauweißen auf Rang 11; und dafür gibt es gute Gründe. Die Personalpolitik des BVB ist der komplette Gegenentwurf zur magathschen Transferpolitik. Während die Mannschaft von Borussia Dortmund in den zurückliegenden Jahren von Manager Zorc und Trainer Klopp zielgerichtet aufgebaut wurde, hat Felix Allmächtig auf Schalke den Kader des Vizemeisters 2009/2010 zerschlagen und steht nun vor den Scherben einer Einkaufspolitik, die nicht nur die eigenen Fans nicht mehr verstehen. Während das Team des BVB als Kollektiv auftritt, in dem klare Strukturen herrschen, präsentiert sich eine von Spieltag zu Spieltag umformierte Schalker Mannschaft als Ansammlung von Individualisten. Was die Schalker Fanseele ganz besonders trifft, ist, dass bei kaum einem der hochbezahlten Kicker eine Identifikation mit dem Verein zu erkennen ist.
Das Revierderby zwischen dem BVB und Schalke 04 wird am kommenden Freitag um 20.30 Uhr im restlos ausverkauften Westfalenstadion angepfiffen werden. Ich wage jetzt schon einmal einen Tipp: Der BVB wiederholt den Hinspielerfolg und siegt mit 3:1.
NACHTRAG: Wie ich gerade im Videotext lese, ist der Wechsel des Peruaners Jefferson Farfan von Schalke 04 zum VfL Wolfsburg geplatzt. Naja, das Transferfenster schließt heute erst um 18.00 Uhr, die Transferkönige Felix Magath und Dieter Hoeness werden bis dahin sicherlich noch die eine oder andere Überraschung aus dem Hut zaubern.
Ein (fast) perfekter Rückrundenauftakt
Der Auftakt der Rückrunde hätte für mich als Anhänger der Dortmunder Borussia kaum besser laufen können. In der BayArena ließ sich der BVB durch Verbalattacken aus Leverkusen und München nicht irritieren und schenkte der Werkself innerhalb von 6 Minuten drei Treffer ein (Großkreutz 49./53., Götze 55.). Die Begeisterung der mitgereisten rund 10.000 Dortmunder Fans kannte keine Grenzen mehr – und Arne und ich mittendrin! Zum Ende der Partie ließen die Dortmunder ein wenig die Zügel schleifen und so gelang Leverkusen noch der Anschlusstreffer durch Kießling in der 80. Spielminute, mehr allerdings nicht. Einziger Wermutstropfen die Verletzung von Sven Bender, der in der ersten Hälfte ein Knacken im Knie gehört hatte und in der Halbzeitpause mit geschwollenem Knie ausgewechselt werden musste. Die Diagnose steht aus.
Nach diesem Big Point konnten die Samstagspiele ruhig kommen. Und wie sie kamen! Nach dem frühen, kuriosen Führungstreffer durch Müller (7.) hatten die Bayern mehrfach die Gelegenheit, ihre Führung in Wolfsburg auszubauen. Die größte Chance bot sich Lahm in der 21. Minute, doch er setzte seinen Elfmeterschuss an den Pfosten. Die Schlussphase der ersten Hälfte sollte den Wolfsburgern gehören. In der 42. Minute verweigerte Schiri Gräfe erst einem Freistoßtreffer von Diego wegen angeblichen Abseits die Anerkennung, in der Nachspielzeit zeigte er erneut auf den ominösen Punkt. Den Schuss von Grafite lenkte Torwartdebutant Kraft ans die Latte. Die zweite Hälfte sah zunächst feldüberlegene Bayern, die jedoch spätestens nach 60 Minuten das Spiel aus der Hand gaben. Folgerichtig der Ausgleichstreffer durch Riether auf Flanke von Schäfer, nachdem Schweinsteiger schwer gepatzt hatte. Aufholjagd beendet: 16 Punkte Abstand auf den BVB.
Der Tabellenzweite aus Mainz vermochte in Stuttgart nicht, seine Überlegenheit in Treffer umzumünzen. Dem VfB reichte ein Tor durch den eingewechselten Harnik (79.) zum schmeichelhaften Sieg.
Nicht wichtig für den Titelkampf, aber immer wieder gerne gesehen, eine Niederlage der Schalker. Die erst Tags zuvor aus dem Trainingslager zurückgekehrte Magath-Elf erwartete einen ersatzgeschwächten HSV. Zwar erzielte van Nistelrooy den Führungstreffer für den HSV mithilfe des Oberarms (53.), der Sieg war für die Hanseaten dennoch verdient. Durch den Erfolg auf Schalke klettert der HSV auf Tabellenplatz 7 und hat mit nur 3 Punkten Abstand die Bayern in Sichtweite – das wird nicht nur den Arne freuen. Schalke hingegen muss aufpassen, nicht tiefer abzurutschen; in Hannover wird es am nächsten Spieltag nicht leicht werden.
Denn Hannover 96 ist die eigentliche Überraschung dieser Saison. Am Sonntag bot sich der Slomka-Elf die historische Möglichkeit, auf den zweiten Tabellenplatz zu klettern. Diese Chance nutzen sie eindrucksvoll mit einem 3:0 Auswärtssieg bei der Frankfurter Eintracht. Mit einem Sieg gegen Schalke könnten sich die Niedersachsen erst einmal dort oben festsetzen. Wer hätte das gedacht?
Spieltag 8 Bundesliga 2010/2011
Um dem überschwänglichen Jubelbericht eines Hageners BVB Anhängers vorzugreifen, will ich kurz den 8. Spieltag der jungen Bundesligasaison, der sehr erfreulich verlief, zusammenfassen. Am Rande sei daher erwähnt, dass der sanfte Sahin mit engagiert agierenden Dortmundern in Köln am Freitag Abend den Grundstein gegen einen pöbelnden Poldi und unkonzentriert Kölner mit einem 1:2 Sieges legten. Den Grundstein für einen Wechsel der Tabellenführung. Die schwarz gelben Fans skandieren nun: “Ich geh mit meiner Tabelle und meine Tabelle mit mir, von oben leuchtet die Borussia von unten Sch… Null Vier.”
Womit wir beim allein herrschenden Vereins-Führer der Lüdenscheider Nachbarschaft wären. Den Fanfreunden aus Gelsenkirchen wurde am Sonntag Morgen sicherlich ganz anders, als ihr Heiland zur besten Frühstückszeit in der Krombacher Doppelpass-Runde ankündigte, bis zum Erreichen eines Meisterschaftsiegs bei den Königsblauen bleiben zu wollen. Nach der Leistungsstagnation der Schalker Mannschaft war am Samstag die Punkteteilung gegen starke Stuttgarter eigentlich schon schmeichelhaft, da hätte es der Treuebekundung des Leitwolfs sicherlich nicht auch noch bedurft. Alle Zweifel zerstreute der Magier durch den dezenten Hinweis auf die bestehende Champions-League Teilnahme seiner Knappen in dieser Saison.
Zu den wesentlich erfreulichen Spielausgängen gehörte neben dem glücklichen Sieg der Leverkusener in Wolfsburg bedingt durch den herausragenden Combacker Simon Rolfes auch der Sieg der Bayern gegen ängstliche Hannoveraner durch drei Stürmertore ihres 33 Millionen Mario Gomez. Auch die Frankfurter durften auf dem Betzenberg, dank eines torhungrigen Theofanis Gekas, über drei Punkte jubeln. Clevere Hoffenheimer hatten leichtes Spiel gegen eine sich selbst durch Disziplinlosigkeit dezimierende Gladbacher Mannschaft — etwas schwerer dagegen mussten sich Bremer daheim drei Punkte gegen erfrischend spielende Freiburger erarbeiten.
In einer defensiv geprägten Partie am Millerntor führte zu allem Überfluß ein herausragender Ex-Schalker Gerald Asamoah den Kiezclub durch ein 3:2 in einer erstklassigen Partie auf Tabellenrang vier, begünstigt durch auch um den Sieg mitspielende Nürnberger.
Dennoch blieb die natürliche Rangordnung in der Fussballstadt Nummer 1 in Deutschland erhalten (Hamburg — mit zwei erstklassigen Vereinen). Dafür sorgte eine brillante Mannschaftsleistung eines taktisch herausragend eingestellten HSV. In Mainz ließen die im Kollektiv erstaunlich diszipliniert agierenden Hamburger den achten Sieg zum Saisonauftakt der Mainzer nicht zu.
Durch Bestnotenwürdig Einzelleistungen waren die Hamburger von Beginn an die überlegene Mannschaft. Zur Halbzeitpause hätte man bereits verdient mit einer 2:0 Fürung in die Kabine gehen müssen. Am Bruchweg vor heimischer Kulisse entzauberten Paolo Guerrero dann endlich in der Schlußphase einer von Taktik geprägten hochklassigen und dramatischen Begegnung die jugendlich frisch aufspielenden Mainzer.
Mit der ersten Niederlage der jungem Saison verlor die Tuchel Truppe auch gleich die Tabellenspitze an die Mannschaft des Ex-Trainers Jürgen Klopp. Und der HSV untermauert seine Saisonambitionen und wird mit erreichen des dritten Rangs zum Jäger Nummer 1 der Spitzengruppe der Bundesliga.
Falls jemand Karten für das Spiel am 12. November in Dortmund verkaufen möchte…. Ich bin an jedem Angebot interessiert — mailt an blog@brucker-arne.de oder kurz eine Messages per Twitter







